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Stadt Peine Sieben Kandidaten aus der Region treten an
Stadt Peine Sieben Kandidaten aus der Region treten an
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20:00 20.05.2019
Das Europaparlament in Straßburg: Diese Woche wird gewählt. Quelle: Archiv
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Peine

Zahlreiche Kandidaten buhlen um die Gunst der Wählerstimmen, wenn die Bürger Europas vom 24. bis 26. Mai aufgerufen sind, ein neues Parlament zu wählen. Die PAZ stellt kurz die Kandidaten der Region vor.

Für die SPD stehen Francescantonio (Franco) Garippo (61) aus Wolfsburg und als dessen Huckepack-Kandidatin Anna Neuendorf (23) aus Hillerse auf der Liste. Sollte Garippo während der Wahlperiode aus dem Amt ausscheiden, würde Neuendorf für ihn nachrücken. Sie tritt aber auch als Einzelkandidatin an. Franco Garippo möchte sich besonders für soziale Gerechtigkeit auch über Ländergrenzen hinaus engagieren. Sein Ziele sind es, die Arbeitnehmerrechte zu stärken und einen europäischen Mindestlohn einzuführen. Auch möchte er sich für einen fairen Handel ohne Strafzölle und eine gerechte Besteuerung von Internetkonzernen einsetzen.

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Anna Neuendorf sagt von sich, dass sie überzeugte Europäerin ist. Die Projektentwicklerin möchte sich dafür einsetzen, dass die EU auch weiterhin existiert. „Ich möchte insbesondere junge Menschen dafür begeistern, sich politisch zu engagieren und sich für die Europäische Union einzusetzen. Wir müssen die EU zusammenhalten und uns gemeinsam gegen nationale Egoismen und Rechtspopulisten stellen.“ Ihr ist es wichtig, dass nachfolgende Generationen Vorteile nutzen können, die es durch die EU gibt.

Martina Sharman aus Wolfenbüttel wurde von der CDU als Kandidatin aufgestellt. Die 52-Jährige möchte sich „für eine gemeinsame Zukunft im Schulterschluss mit gleichgesinnten Partnern in Europa stark machen“. Sie betont, dass Veränderungen sind nur durch aktives politischen Engagement möglich seien, auf allen Ebenen und über alle Altersklassen verteilt. „Ich setze mich dafür ein unseren Bürgern vor Ort unser Europa mit Transparenz und Offenheit näher zu bringen, zu informieren und die Vorteile unserer EU-Mitgliedschaft darzulegen. Europa und Politik müssen bürgernah gelebt werden. Meine persönliche Brexit-Erfahrung hat mir gezeigt, dass Souveränität um jeden Preis nicht immer im Sinne oder zum Wohl der Gemeinschaft beiträgt. Europa ist unsere Alternative.“

Für die Grünen in Niedersachsen bewerben sich Katrin Langensiepen und Viola von Cramon um einen Platz im EU-Parlament. Langensiepen möchte als erste Frau mit einer sichtbaren Behinderung ins Parlament und dafür sorgen, dass Diskriminierungen nicht ignoriert werden. Sie sieht sich als „Streiterin für Menschen mit Behinderung“. Von Cramon fordert mehr Mitbestimmungs- und Mitgestaltungsspielraum für die Bürger der EU. Wichtig sind ihr besonders die Osteuropa-Politik und die Umgestaltung von Strukturfonds.

Als Kandidat für die FDP hat sich Industriekaufmann Ingo Schramm(46) aufstellen lassen. Sollte er ins Europäische Parlament gewählt werden, würde er sich für einen Abbau der Bürokratie und die Abschaffung des Parlamentssitzes in Straßburg einsetzen. Außerdem fordert er mehr Jugendaustausche im Bildungsbereich sowie den Aufbau einer gemeinsamen europäischen Armee.

Max Weitemeier aus Sickte im Landkreis Wolfenbüttel ist ebenfalls Kandidat für die FDP. Der 19-Jährige nennt als Grund für sein Interesse an der europäischen Politik den Brexit. „Mit dem Votum der Briten habe ich gemerkt, dass die Europäische Union gerade nicht selbstverständlich ist. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass besonders wir als junge Generation sagen: Ich bin Europäer und hier liegt meine Zukunft.“ Er sei fest von Europa überzeugt, doch um die EU auch künftig voranzubringen, seien Veränderungen notwendig.

Bei der Linken hingegen werden die Gewählten erst nach der Wahl verschiedenen Regionen zugeordnet. „Wir erhalten vermutlich nicht so viele Sitze, daher können wir erst nach der Wahl eine Zuordnung vornehmen“, erläutert Dieter Samieske, Kreistagsabgeordneter für die Partei Die Linke in Peine. Auch die AfD hat keinen regionalen Kandidaten.

Von Antje Ehlers