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Stadt Peine Schwere Diebstähle: Peiner zu zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt
Stadt Peine Schwere Diebstähle: Peiner zu zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt
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17:31 28.01.2020
Der angeklagte 23-jährige Peiner mit seinem Verteidiger Martin Voß. Quelle: Archiv
Peine/Hildesheim

Zwei Jahre und sechs Monate Freiheitsstrafe ohne Bewährung wegen Einbrüchen und Diebstählen, so lautete am Dienstag das Urteil gegen einen 23-jährigen Peiner vor dem Landgericht Hildesheim. Das Gericht ordnete als Maßregelvollzug die Unterbringung in einer Erziehungsanstalt für den Angeklagten an.

Nur nachgewiesene Taten verurteilt

„Es wurden vom Gericht nur die elf Taten einbezogen, die gegenüber dem 23-jährigen Peiner eindeutig nachweisbar waren“, machte die Vorsitzende Richterin in ihrer Urteilsbegründung deutlich. Der Angeklagte hatte von August 2018 bis April 2019 gewerbsmäßig in mindestens elf Fällen besonders schwere Diebstähle sowie Einbrüche - davon einen Einbruchsversuch - in Peine begangen. Dabei wurden, nach Auswertung des Gerichts, Wertgegenstände in Höhe von 5861,99 Euro entwendet, für die das Gericht eine Werteinziehung angeordnet hat. Der Täter hatte bei seinen Einbrüchen immer wieder hohe Sachschäden verursacht. Dazu gehörten unter anderem eingetretene Türen, zersplitterte Glasscheiben und aufgebrochene Möbel. Die, bei einer Wohnungsdurchsuchung, beim Peiner sichergestellte Kamera aus dem Kindergarten „Villa Kunterbunt“ wird auf Veranlassung des Gerichts eingezogen. Die Herausgabe muss durch den Kindergarten oder der Stadt Peine innerhalb von sechs Monaten beantragt werden.

Beweismittel überführten den Peiner

Zu den Beweismitteln, die den 23-jährigen Peiner schlussendlich überführten, gehörten unter anderem Blutspuren – durch DNA-Analysen nachgewiesen – und Fußspuren beziehungsweise Sohlenabdrücke. Die zu den Spuren passenden Nike Sportschuhe, Größe 46, wurden bei einer Wohnungsdurchsuchung beim Angeklagten sichergestellt.

Das umfassende Geständnis des Täters und die zahlreichen, nachvollziehbaren Zeugenaussagen führten zur weiteren Aufklärung der Fälle. „Sie haben die Taten begangen, um ihren regelmäßigen Drogenkonsum bezahlen zu können“, betonte die Richterin und führte weiter aus: „Ihre Vorstrafen zeigen bereits ähnliche Serientaten. Auch ihre noch offene Bewährungsstrafe spricht nicht für Sie.“

Beeinträchtigte Schuldfähigkeit

Beim Angeklagten liegt eine beeinträchtigte Schuldfähigkeit vor. Das Gericht bestätigte die eingeschränkte Steuerungsfähigkeit und Intelligenzminderung für den 23-Jährigen. Der häufige Drogenkonsum wirkte sich ebenfalls negativ auf seine Taten aus. „Ihr Hang zu Rauschmitteln muss behandelt werden, um neue Taten zu verhindern“, betonte die Richter. Anderenfalls seien erneute Rückfälle zu erwarten. Der Angeklagte zeige eine glaubhafte Motivation, sein Leben zu ändern. „Damit besteht für ihn die Chance auf eine erfolgreiche Behandlung,“ schloss die Richterin.

Die Kosten und Auslagen des Verfahrens hat der Angeklagte zu tragen. Der Angeklagte, sein Verteidiger Martin Voß und der Staatsanwalt verzichteten auf die Einlegung von Rechtsmitteln. Damit wurde das Urteil rechtskräftig.

Der gesamte Prozess zum Nachlesen:

Elf schwere Diebstähle: Peiner vor Gericht

Schwere Diebstähle und Körperverletzung: Peiner mit langer Vorstrafenliste

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Von der Redaktion

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