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Stadt Peine Schmedenstedt: „Muttereiche“ ist Sturm zum Opfer gefallen
Stadt Peine Schmedenstedt: „Muttereiche“ ist Sturm zum Opfer gefallen
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06:00 27.04.2019
Die „Muttereiche“ in Schmedenstedt ist einem Sturm zum Opfer gefallen. Quelle: privat
Schmedenstedt

Betroffenheit in Schmedenstedt: Die sogenannte „Muttereiche“, Bestandteil und Symbol des Ortswappens, ist schon im März einem der zahllosen Stürme zum Opfer gefallen. Der einst stolz in die Luft ragende Baum krachte zu Boden – und hinterließ entsetzte Dorfbewohner.

Einer der ältesten Bäume im Landkreis

„Die Schmedenstedter sind fassungslos und ebenso traurig“, sagt Ortsbürgermeister Mario Hesse. „Unsere Muttereiche ist ja nicht irgendein Baum. Fünfeinhalb Meter Stammumfang, nahezu 1000 Jahre alt, sie zählte zu den ältesten Bäumen im Landkreis. Gleichzeitig ist sie ja auch Bestandteil unseres Ortswappens. Wegen ihrer großen Bedeutung stand die Muttereiche unter Naturschutz. Wir sind wirklich betroffen.“

Die "Muttereiche" in Schmedenstedt vor dem Sturm Quelle: privat

Das Schmedenstedter Ortswappen zeigt eine rote asymmetrische Eiche mit einem großen und mit zwei Eicheln und Eichenblättern behangenen Ast über einem roten Amboss auf einem goldenen Schild mit schwarzem Schildfuß. Es wurde am 16. Oktober 1951 vom niedersächsischen Innenminister genehmigt, der Entwurf stammt von Rudolf Dehnke.

Übrigens: Der Amboss symbolisiert eine Schmiede und gibt somit den Ortsnamen als „Schmiedestätte“ wider, wie Experte Jürgen Hodemacher in seinem Buch „Der Landkreis Peine – seine Stadt und Dörfer“ einst erklärte. Die Farbgebung Rot-Gold weise auf die jahrhundertelange Zugehörigkeit (bis 1802) zum ehemaligen Fürstbistum Hildesheim hin. Am 1. März 1974 wurde Schmedenstedt in die Stadt Peine eingemeindet.

Vorbild für das Ortswappen

Das Vorbild für die stilisierte Eiche im Ortswappen war die „Muttereiche“ – kein Wunder, dass viele Schmedenstedter betroffen sind. „Mitte der 70er-Jahre hatte es einen Brandanschlag auf den Baum gegeben, Seitdem war die Eiche in der Mitte ausgebrannt, was definitiv zu einer massiven Schwächung geführt hatte“, sagt der Ortsbürgermeister. Zuvor seien bereits in der Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges mehrere starke Äste als Brennholz entnommen worden – auch das hatte den Baum stark mitgenommen.

Doch so groß die Betroffenheit in Schmedenstedt auch ist – für die Dorfbewohner hat Hesse am Ende noch eine gute Nachricht. „Wir werden sehr wahrscheinlich eine neue Eiche pflanzen. Davon gehe ich schon jetzt mal aus“, so der Ortsbürgermeister. Was aus der umgestürzten „Muttereiche“ werden soll, stehe noch nicht fest.

Von Tobias Mull

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