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Stadt Peine Sauerfleisch und juckende Finger: So tickt Bildungskönig Florian Brandes
Stadt Peine Sauerfleisch und juckende Finger: So tickt Bildungskönig Florian Brandes
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14:16 18.10.2019
Florian Brandes bei der feierlichen Proklamation auf dem Peiner Marktplatz. Quelle: Ralf Büchler
Peine

Florian Brandes wurde am Freischießenmontag unter großem Jubel seiner Korporation zum König des TSV Bildung proklamiert. Der 49-Jährige kam bereits 1978 mit dem Freischießen in Berührung und war sofort mit dem Virus infiziert. „Ich bin im Schwarzen Weg 70 in Peine, im Hotel Madz, zusammen mit dem langjährigen Schaffer des TSV, Claus Dube, aufgewachsen. Als dessen Vater 1978/1979 König wurde und im Innenhof feierte, hat mich das total fasziniert“, so Brandes. Ein Eintritt in den TSV Bildung ein Jahr später war dann nur noch eine Formsache.

„Im 1. Jahr wurde ich Schülerkönig“

Bereits ein Jahr später wurde er Schülerkönig und marschierte zum ersten Mal mit. Doch es war nicht das Sportschießen, das Brandes begeisterte. Tischtennis ist seine Leidenschaft. Ein Sport, in dem er bis heute aktiv ist und mit der Spielgemeinschaft TSV Bildung/VfB Peine in die Bezirksliga aufstieg. „Zu Freischießen bin ich dann seit 1987 fast ununterbrochen in den Reihen der Tischtennisfreunde mitmarschiert“, erinnert sich der Bildungskönig.

„Ich brauchte ein paar Jahre“

In seiner Korporation ist Florian Brandes sehr aktiv. 2014 trat er ins Kollegium ein und wurde dort das Sprachrohr zur Öffentlichkeit. „Meine Ambitionen, großer König zu werden, hielten sich in Grenzen“, plaudert Brandes. „Aber mit jedem Jahr juckte es ein wenig mehr in den Fingern. Und als viele meiner Freischießen-Freunde die Königswürde errangen, da wollte ich auch mal.“

König des TSV Bildung 2019/20: Florian Brandes

Da gab es nur ein Problem: „Ohne die Unterstützung der Ehefrau geht da gar nichts. Ich brauchte ein paar Jahre, bis ich sie soweit hatte.“ Zumindest hätte Frau Christina auf die Frage, was sie denn davon halten würde, wenn er dieses Jahr „scharf schießt“ nicht mehr „Nein“ gesagt. „Doch, dass es dann gleich beim ersten Anlauf mit einem 124 Teiler klappt, hätte ich nicht erwartet“ so Brandes.

Wie? Jetzt besser kein Bier?

Kurz vor der Proklamation wollte sich Florian Brandes noch ein Bier holen. „Mein Freund Volker Schrader meinte dann nur ,besser jetzt nicht, es geht doch gleich los!’ Erst dachte ich, was soll das denn jetzt? Bis mir so ein Gefühl durch meinem Magen ging. Sollte es tatsächlich schon dieses Jahr geklappt haben?“

Bei den Worten von Bürgermeister Klaus Saemann bei der Proklamation gab es dann immer mehr Details, Hinweise, Andeutungen, „die auf mich hinwiesen und mir wurde bewusst: das kann nur ich sein!“ Von da an habe sich Brandes wie in einem Tunnel gefühlt. „Ein wirklich emotionaler Moment. Auch meine Frau hatte Tränen in den Augen.“

Peiner Freischießen: „Jeder Tag lohnt sich“

Das Peiner Freischießen sei dem König in den letzten Jahren sehr ans Herz gewachsen. „Jeder Tag lohnt sich“, sagt er. Dazu gehören auch die festen Rituale, wie das Sauerfleischessen mit dem Kollegium am Donnerstag vor Freischießen oder das Treffen mit der Stammtischrunde „TT 4 Herren“ am Fass auf dem Platz – sowie die Spiele um den „flotten Hengst“ oder das Treffen der Sonderfahnenrotte im Klimbim am Freischießen-Sonntag.

Sohnemann ist auch mit Freischießenvirus infiziert

Inzwischen hat Florian Brandes auch Sohn Max (18) mit dem Freischießenvirus infiziert. Er marschiere seit 2015 durchs Jugendschießen mit und wurde 2018 als Neumarschierer aufgenommen. Seit diesem Jahr sei er im Kollegium aktiv und freue sich ebenso wie der Bildungskönig auf die Bälle. Den feiert Brandes mit seiner Korporation am Samstag, 19. Oktober, ab 20 Uhr im Bürger-Jäger-Heim. „Ich hoffe auf einen vollen Saal und freue mich riesig auf die Gäste und meine Königsrunde“, so Brandes abschließend.

Von Kathrin Bolte

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