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Stadt Peine SPD kritisiert CDU-Vorschlag zur Einrichtung einer Betriebskita
Stadt Peine SPD kritisiert CDU-Vorschlag zur Einrichtung einer Betriebskita
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14:31 16.04.2018
Kind in einer Kita: Die SPD hält nicht viel vom CDU-Vorschlag zur Einrichtung eines Betriebskindergartens bei der Kreisverwaltung. Quelle: Archiv
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Peine

„Uns erscheint der Vorstoß der CDU zur Einrichtung eines Betriebskindergartens für die Kreisverwaltung am Standort Vöhrum wenig durchdacht“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Hoffmann. „Wirkt der Antrag im ersten Anschein familienfreundlich wirft er bei näherem Hinsehen viele Fragen auf.“

Ein Betriebskindergarten müsste, um sinnvoll arbeiten zu können, an der Betriebsstätte eingerichtet sein. Die Kreisverwaltung sei aber über mehrere Standorte im Stadtgebiet Peines verteilt – und im vorgeschlagenen Vöhrum befinde sich gar keine Einrichtung der Verwaltung.

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Kitas nicht bloß Betreuungseinrichtungen

„Die Kindergartenplätze werden zudem meist wohnortnah nachgefragt“, sagt Hoffmann. Die Kinder würden vor Ort in ihrem sozialen Umfeld gefördert, die enge Zusammenarbeit mit den Kinderkrippen und Grundschulen sei eine wertvolle Grundlage für die Erfüllung des zunehmenden Bildungsanspruchs der vorschulischen Arbeit.

„Die im CDU-Antrag beschriebene Konzeption der geforderten Tagesstätte deutet mit den Ansätzen zur Steigerung der Auslastung der Verwaltung mehr auf eine nicht mehr zeitgemäße reine Betreuungseinrichtung hin“, so Hoffmann weiter. Heutigen Bedürfnissen würden aber Kitas mit Förderungs- und Bildungsangeboten für die Kinder entsprechen.

Neufassung der Kindergartenvereinbarung

„Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung steht in ihren Wohnorten im Landkreis ein vielfältiges Betreuungsangebot für ihre Kinder zur Verfügung“, sagt der Fraktionsvorsitzende. „Dieses wollen wir durch eine weiter intensive Zusammenarbeit zwischen Kreis und Kommunen bei der Entwicklung der Einrichtungen im vorschulischen Bereich im ganzen Landkreis sicherstellen und ausbauen.“

So verhandele der Landkreis derzeit mit den kreisangehörigen Kommunen über eine Neufassung der Kindergartenvereinbarung. „Grundlage der Vereinbarung war und ist die gemeinsame Überzeugung, dass die Organisation der Kindergärten bei Stadt und Gemeinden gut angesiedelt ist“, so Hoffmann abschließend. Zu Bedenken sei außerdem, dass die Abschaffung der Kindergartengebühren sowie die flexiblere Schuleingangsphase zu einer Veränderung der Nachfrage an Kindergartenplätzen führen werde.

Von Tobias Mull