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Stadt Peine Psychiatriebeirat: „Weiter effektive Krisenhilfe in Peine“
Stadt Peine Psychiatriebeirat: „Weiter effektive Krisenhilfe in Peine“
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16:40 30.07.2019
Die Leitung des Sozialpsychiatrischen Dienstes mit dem Leiter Arnold Heldt (links) sowie die Angehörigen- und Betroffenenvertreter des Kommunalen Psychiatriebeirats. Quelle: Mara-Ann Meeuw
Peine

Der Sozialpsychiatrische Verbund (SPV) und der Kommunale Psychiatriebeirat laden zur Neuwahl der Betroffenen- und Angehörigenvertreter ein. „Unser psychiatrisches Versorgungsnetz braucht mehr Aufmerksamkeit“, fordert Arnold Heldt, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes, „Denn eine Lebenskrise kann jeden treffen. Nur im gemeinsamen Austausch können wir effektive Krisenhilfe leisten.“ Um weiterhin eine positive Qualität der Versorgung zu gewährleisten, werden im August neue Vertreter gewählt.

Die 2017 gewählten bisherigen vier Betroffenen- und Angehörigenvertreter würden den SPV und den kommunalen Beirat mit ihrer Perspektive und persönlichen Expertise bereichern. So habe man bereits viele Arbeitsgruppen und Projekte verwirklichen können, wie das Notfalltelefon der Krisenhilfe. Dort bieten laut Heldt „ausgebildete Fachkräfte kompetente, neutrale und anonyme Hilfe an“. Des weiteren gebe es ein regelmäßiges „Trialog“-Treffen, bei dem sich Psychiatrieerfahrene, Angehörige und professionelle Dienstleister austauschen.

Wahl am 20. August

Am Dienstag, 20. August, steht die nächste Wahl der Vertreter an. Der Leiter: „Alle von psychischer Erkrankung betroffenen Menschen und ihre Angehörigen sind eingeladen, sich als Vertreter aufstellen zu lassen und gewählt zu werden. Voraussetzungen sind die Bereitschaft zur Mitarbeit im kommunalen Psychiatriebeirat und im SPV, besonders durch die Teilnahme an den Sitzungen. Ziel ist es durch den Austausch und die Vernetzung mit anderen Betroffenen und Angehörigen im Rahmen der organisierten Selbsthilfegruppen oder Trialogtreffen das bisherige Versorgungsangebot zu verbessern und auszubauen.“

Gesellschaftlich verankerte Stigmata und negatives Schubladendenken würden Betroffenen und ihren Angehörigen es erschweren, den ersten Schritt zu wagen, um sich Hilfe zu holen. Dabei seien Verständnis und eine bessere Aufklärung Grundvoraussetzungen für einen Weg der Heilung psychiatrisch erkrankter Menschen.

Wichtig sei auch, dass persönliches Engagement in bestehenden Arbeitsgruppen positiven Einfluss auf die Versorgung im Landkreis und im eigenen Leben haben könne. „Auch als Angehöriger muss ich mich erstmal überwinden zuzugeben, dass jemand in meiner Familie ein psychiatrisches Leiden hat. Aber ein Teil des SPV und des Beirates zu sein hat mir sehr geholfen. Hier hatte ich zum ersten Mal Menschen, die mir ohne Vorurteile zugehört haben“, betont Angehörigenvertreterin Maria Matzel.

Nicht in Schublade stecken

Einem der bisherigen Betroffenenvertreter, Hans-Joachim Metzsching, ist es wichtig, nicht nur die Ärzte zu Wort kommen zu lassen: „Ich will Hilfe haben und nicht in eine Schublade gesteckt werden. Ich weiß am Besten, was mir hilft.“ Dem stimmt Kim-Julian Behr zu, er ist Psychiatriekoordinator im Gesundheitsamt: „Wer kann besser entscheiden, wie die Versorgung aussieht, als die, die es nutzen? Die Betroffenen und ihre Angehörigen.“

Weitere Infos gibt es unter Telefon (0 51 71) 401 71 52 oder unter E-Mail k.behr@landkreis-peine.de. Die Wahl findet am 20. August um 18 Uhr an der Eichendorffstraße 6 in Peine statt.

Von Mara-Ann Meeuw

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