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Stadt Peine Digital: 11. Jahrgang der IGS Vöhrum lernt mit Tablets
Stadt Peine Digital: 11. Jahrgang der IGS Vöhrum lernt mit Tablets
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14:57 12.09.2019
Haben das Projekt in der IGS mit vorbereitet (v.l.): Lena Schrader, Gabi Kieritz, Dr. Burkhard Höfling, Oskar Reppin, Dr. Andrea Marschall-Langemann, Lina Spiegel, Hans-Olaf Meyer-Grotjahn und Ulla Pleye. Quelle: Antje Ehlers
Vöhrum

Der Digitalpakt zwischen Bund und Ländern ist beschlossene Sache, jetzt können die Schulen Geld für den digitalen Ausbau beantragen. Dafür stehen im Kreis Peine insgesamt 7,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die PAZ hat nachgefragt: Während einige Schule noch relativ am Anfang stehen, ist die Integrierte Gesamtschule (IGS) Vöhrum an der Pelikanstraße schon deutlich weiter. Seit einigen Jahren wird stetig am digitalen Ausbau gearbeitet, und in diesem Schuljahr wurde für die Schüler des 11. Jahrgangs Tablets für digitales Lernen eingeführt.

Eltern unterstützen Anschaffung der Geräte

„Die Tablets wurden von den Schülern selbst gekauft, allerdings trotz der hohen Anschaffungskosten mit voller Unterstützung durch die Eltern“, sagt IGS-Schulleiterin Ulla Pleye. Das Ganze sei zunächst ein Pilotprojekt, die Gesamtkonferenz entscheide später, wie das Projekt fortgesetzt werde. Wunsch sei jedoch, in möglichst vielen Klassen digital zu arbeiten. „Am schönsten wäre eine 1:1-Ausstattung“, wünscht sie sich. Sie hofft auch, dass die Lehrmaterialien so schnell wie möglich digital ausgerichtet werden – dies lasse noch zu wünschen übrig.

Die Schüler können, da es eigene Geräte sind, die Tablets auch im privaten Bereich nutzen. Einige nutzen die dies, andere beschränken bewusst die Anwendung auf den schulischen Bereich.

Einführungsphase hat zwei Jahre gedauert

Bereits vor zwei Jahren habe man schulintern mit der Projektplanung begonnen, beteiligt waren neben den Lehrkräften und der Schulleitung auch Elternvertreter und Schüler. Große Unterstützung gab es von der Landesschulbehörde, berichtet die Rektorin. „Uns war es wichtig, die möglichen Probleme, die Finanzierung und auch eine Risikoeinschätzung von vielen Seiten zu beleuchten“, führt Pleye weiter aus.

Für sie der richtige Schritt, denn so war früh eine konkrete Planung möglich. Die Lehrer konnten entsprechende Fortbildungen besuchen, und auch die Schüler des jetzigen elften Jahrgangs wurden im Verlauf der zehnten Klasse langsam an den Einsatz ihrer Tablets im Unterricht herangeführt. „So konnten wir viele Fragen schon im Vorfeld klären und jetzt direkt in den Unterricht starten“, erzählt Lena Schrader, Schülerin des 11. Jahrgangs.

Nutzung digitaler Geräte schon seit einigen Jahren

Die Einführung der Tablets für einen ganzen Jahrgang ist nur einer von vielen Schritten der IGS auf dem Weg in die digitale Zukunft. Schon vor mehreren Jahren wurden zwei Klassen-Sätze mit jeweils 16 Tablets angeschafft, die bei Bedarf von den Lehrkräften für die Klassen ausgeliehen werden können. Auch einzelne Tablets gibt es, die den Schülern zur Ausleihe zur Verfügung stehen. In den Sommerferien erhielt die Schule die technischen Voraussetzungen, um flächendeckend digital arbeiten zu können. „Dafür geht ein ganz großer Dank an den Landkreis“, betont die Schulleiterin.

So wird digital gelernt

Es ist auffällig ruhig im Mathe-Unterricht, die IGS-Schüler der Klasse 11 sitzen an ihren Tablets und bearbeiten das Arbeitsblatt, das ihnen Dr. Burkhard Höfling, Lehrer und IT-Beauftragter, auf die Geräte geschickt hat. Über einen Beamer und eine zwischengeschaltete Sendebox ist das Arbeitsblatt an der Wand zu sehen. Der Lehrer kann einzelne Schüler gezielt zuschalten, damit sie ihre Arbeitsergebnisse interaktiv und für alle sichtbar an der Wand präsentieren. Gearbeitet wird mit einer App, die sich die Schüler vorher auf ihre Tablets geladen haben.

Wandtafel wird parallel genutzt

Parallel zu den digitalen Geräten benutzt Burkhard Höfling die Wandtafel und schreibt dort zusätzlich Formeln auf. Die Schüler machen sich ebenfalls Notizen, entweder mit einem speziellen Stift direkt in das digitale Arbeitsblatt, das nach der Bearbeitung gespeichert wird, oder noch direkt in ein Schulheft oder auf einen Block.

Arbeiten ist vereinfacht

Im Englisch-Unterricht geht es ähnlich zu. Die Schüler haben einen Text bearbeitet, die Antworten auf die Fragen werden ebenfalls für alle öffentlich sichtbar über einen Beamer projiziert. Gegen Ende der Stunde wird ein kurzer Film eingespielt – direkt aus dem Internet. „Es ist eine erhebliche Arbeitserleichterung, so zu arbeiten“, hat Englisch-Lehrerin Natascha Bläss schon in der kurzen Zeit seit Schuljahresbeginn festgestellt. „Ich kann ’mal eben’ kurze Filme einschieben, ohne dass es großer Vorbereitung bedarf. Es werden keine zusätzlichen Geräte benötigt, die frühzeitig ausgeliehen werden müssen.“

Spaß an der Technik

Die Schüler haben Spaß an der Technik und sind hoch motiviert. „Das Lernen macht viel mehr Spaß, außerdem bin ich flexibler“, nennt Oskar Reppin einen der Vorteile. Man könne auch außerhalb der Schulzeit aufgrund der Vernetzung besser zusammenarbeiten, zum Beispiel bei Projekten oder Fragen zu den Hausaufgaben, ergänzt Lina Spiegel.

Von Antje Ehlers

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