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Stadt Peine Petition: 2134 Unterstützer für Erhalt der Frauenklinik
Stadt Peine Petition: 2134 Unterstützer für Erhalt der Frauenklinik
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16:59 14.06.2019
Heike Duckeck (von links), Pia Zwirner, Ann-Kristin Heiligmann-Föller mit Tochter Ida Sofie Föller sowie Selina Pannwitz überreichten Landrat Franz Einhaus die Petition. Quelle: Kreis Peine
Kreis Peine

Erfolgreiche Aktion: Die Peinerinnen Pia Zwirner, Heinke Duckeck, Selina Pannwitz und Ann-Kristin Heiligmann-Föller haben Landrat Franz Einhaus (SPD) die PetitionDaseinsvorsorge vor Profit – Wiederaufbau der Gynäkologie im Peiner Klinikum“ überreicht. Die Frauen haben innerhalb weniger Wochen 2134 Unterstützer für ihre Petition gefunden. „Eine beachtliche Zahl für den Landkreis Peine“, erklärte Selina Pannwitz. Man habe bewiesen, dass die Peiner Bürger nicht mit der Schließung der Frauenklinik einverstanden seien. Das Aus für die Station erfolgte im April aufgrund der finanziellen Krise des Krankenhauses an der Virchowstraße (PAZ berichtete).

Forderung: Wieder öffnen

„Mit unserem Anliegen positionieren wir uns ganz entschieden gegen die Schließung der gesamten Gynäkologie und deren Folgen für Frauen, die gynäkologische Versorgung benötigen“, berichteten die Frauen. Ihre Forderung: Die Verantwortlichen sollen eine Marktanalyse in Auftrag geben und die Gynäkologie mit Peiner Klinikum mittel- und langfristig wieder öffnen.

Empfindsames Thema

Landrat Franz Einhaus nahm sich Zeit für die vier Frauen. Schließlich sei ihr Anliegen ein empfindsames und wichtiges Thema. „Der Landkreis ist nicht Eigentümer des Klinikums und hat keine Steuerungsmöglichkeit. Die Entscheidung, wie das Krankenhaus die Grund- und Regelversorgung sieht, liegt auch nicht in unserer Hand“, machte Einhaus deutlich. Er versprach, die Petition an den Klinik-Betreiber, die AKH-Gruppe aus Celle, zu übergeben. Derzeit gehe es vor allem darum, den Klinikstandort Peine zu erhalten.

Die PAZ fragte beim Klinikbetreiber AKH nach, wie groß die Chancen auf eine Wiedereröffnung der Frauenklinik in Peine sind – vielleicht auch erst perspektivisch im kommenden Sanierungsprozess. „Das AKH sieht derzeit aufgrund der bereits öffentlich diskutierten besonderen Situation im Bereich der Geburtshilfe derzeit keine Möglichkeit, die Frauenklinik in Peine wieder aufzubauen“, so AKH-Sprecher Ralf Kuchenbuch. Eine solche Perspektive sei auch nicht im Sanierungsgutachten abgebildet, da die Schließung „alternativlos war“.

Allerdings: „Sobald wir die Petition erhalten haben, werden wir mit den Organisatoren in Kontakt treten“, versprach Kuchenbuch. „Dennoch halten wir eine Wiedereröffnung der Frauenklinik derzeit für nicht realisierbar.“

Stellungnahmen der Kreistagsabgeordneten zur Petition sind im Internet einsehbar.

Von Thomas Kröger

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