Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Stadt Peine Peiner Schulleiterin: „Es ist wichtig, dass die Schüler sich vernünftig anziehen“
Stadt Peine Peiner Schulleiterin: „Es ist wichtig, dass die Schüler sich vernünftig anziehen“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:42 17.12.2019
Sind Jogginghosen angemessene Schulkleidung? Quelle: dpa
Kreis Peine

Das Verbot von Jogginghosen im Oskar-Kämmer-Gymnasium in Hannover sorgt für Wirbel. Wer im Unterricht Jogginghosen trägt, muss in Zukunft den Schulhof reinigen oder Mensatische säubern. Auch in vielen Peiner Schulen ist die Bekleidung der Schüler ein Thema und oft ist festgelegt, was als angemessene Kleidung für den Schulalltag gilt und was eben nicht. Nur die Jogginghose ist bei keinem wirklich Thema.

Immer wieder flammen Diskussionen auf, ob es in Schulen einheitliche Kleiderregelungen oder ob es ein Verbot für unangemessene Kleidung geben soll. Jede Schule kann individuell entscheiden, ob und welche Forderungen sie an die Bekleidung ihrer Schüler stellt. Die Schulleiterin der Berufsbildenden Schulen (BBS) Peine, Maria Zerhusen, bestätigt, dass unangemessene Kleidung ein wichtiges Thema sei und daher die Schulordnung überarbeitet werde, um diesen Aspekt aufzugreifen: „Es ist wichtig, dass die Schüler sich vernünftig anziehen.“

„Die Schüler sollen vernünftig aussehen“

Claudia Rühmann, Schulleiterin der Realschule Vechelde, sieht es ähnlich: „In unserer Schulvereinbarung ist das Tragen von angemessener, ordentlicher und vernünftiger Kleidung festgelegt. Es ist immer auch eine Frage des Umgangs mit den Schülern. Sie sollen eine Chance bekommen, ihr Verhalten zu ändern. Wenn die Situation jedoch akut ist, muss man eben auch mal strikte Regeln und Verbote aufstellen.“

Lesen Sie auch: Schule in Hannover verbietet Jogginghosen

In den Integrierten Gesamtschulen (IGS) Edemissen und Peine hingegen gibt es laut Schulleitungen keine besonderen Regeln für die Bekleidung der Schüler, ebenso an der Astrid-Lindgren-Schule in Ilsede. „Wir haben jedoch Situations-spezifische Regelungen, was die Kleidung angeht“, so Schulleiterin Christine Kindler-Schöe. So sei besondere Kleidung in den schuleigenen Lehrküchen vorgeschrieben, um einen sicheren Umgang mit Lebensmitteln zu gewährleisten.

„Der Look gehört zum Wohlsein der Schüler“

In der Burgschule in Peine sind die Regeln etwas klarer definiert: „Bei uns ist es nicht erlaubt, von Kopf bis Fuß Militärkleidung zu tragen. Wenn der Ausschnitt zu tief und die Hose zu kurz ist oder die Kleidung mit Logos bestückt ist, die eine rechte Neigung haben, werden die Schüler aufgefordert sich umzuziehen oder bekommen Schulkleidung gestellt“, so Schulleiter Jan-Philipp Schönaich. Die Regelungen würden jedoch immer in Zusammenarbeit mit den Schülern erstellt. Vom Jogginghosen-Verbot hält Schönaich nichts: „Dieser Look gehört heute zum Individual-Wohlsein der Schüler, und auch diese Phase wird vorbeigehen. Je mehr man verbietet, desto mehr wollen sie es machen. Es reicht, wenn man mit ihnen das Gespräch sucht und sie kompetent auf das Berufsleben vorbereitet.“

Laut der Schulordnung der Realschule Hohenhameln sind auch hier keine militärische Kleidung und Stahlkappenschuhe erlaubt. In der Hauptschule in Hohenhameln sei laut Schulleiter Radoslaw Paluszkiewicz ein gepflegtes Auftreten eines der Erziehungsziele, an denen die Schule mit den Schülern arbeite.

Manfred Filsinger, Schulleiter des Peiner Ratsgymnasiums, hat eine deutliche Meinung: „Manche Lehrkräfte runzeln beim Anblick von Jogginghosen mit Sicherheit die Stirn – vor allem bei besonders ausgeleierten Jogginghosen. Aber ein Verbot ist damit nicht zu rechtfertigen. Gezielte Gespräche mit Lerngruppen halte ich für den besseren Weg, um das Bewusstsein für die Angemessenheit von Kleidung zu schaffen.“

Das sagt die Landesschulbehörde

Die Landesschulbehörde sagt zu dem Thema folgendes: „Kleidungsstücke, Piercings und Tätowierungen, die weder religiöse noch politische Bedeutung haben und auch nicht bewusst eingesetzt werden, um andere zu provozieren und Konflikte zu schaffen, gelten als Ausdruck des eigenen Mode-Empfindens und der eigenen Persönlichkeit. Daher dürfen nur in Ausnahmefällen verbindliche Regelungen erlassen werden, etwa bei der Gefahr der Übertragung von Krankheitserregern oder Geruchsbelästigung bei starker Ungepflegtheit. Ein Verbot ist nur zulässig, wenn ernsthafte Störungen oder Belästigungen von der Kleidung ausgehen und dadurch der Schulfrieden beeinträchtigt wird.“

Lesen Sie auch

Von Mara-Ann Meeuw

Nur der Bereich Verpackung bleibt bei Deufol an Vöhrumer Straße in Telgte. Die Produktion von Holzkisten wird eingestellt. Viele Mitarbeiter wechseln zum Jahresende nach Salzgitter. Kritik gibt es von der IG Metall.

16.12.2019

Bei der Schießsportabteilung des MTV Vater Jahn Peine fand jetzt wieder das Weihnachtspreisschießen statt. Während der traditionellen Weihnachtsfeier im Owl Town Pub überreichte Abteilungsleiter Reinhard Voigtländer die Preise an die Teilnehmer des Wettkampfes.

16.12.2019

Zwei Angeklagte müssen sich vor dem Landgericht wegen des Handelns mit großen Mengen Kokain und Marihuana verantworten. Jetzt sollen neue Zeugen geladen werden. Warum?

16.12.2019