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Stadt Peine Belte zum Beleuchtungskonzept: „Kernstadt kommt miserabel weg“
Stadt Peine Belte zum Beleuchtungskonzept: „Kernstadt kommt miserabel weg“
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20:59 11.12.2019
In Peine sollen alte Straßenleuchten durch moderne LED-Leuchten erneuert werden. Quelle: Archiv
Peine

Das Beleuchtungskonzept 2030 hat der städtische Ausschuss für Planung und öffentliche Sicherheit in seiner Sitzung am Mittwoch zur Kenntnis genommen. Es sieht vor allem die Umrüstung von alten Quecksilberdampflampen auf moderne LED-Technik. Von insgesamt rund 8670 Straßenleuchten in Peine und den Ortschaften sind dies noch etwa 3600 Laternen.

Um die Umrüstung zu beschleunigen, habe man 2017/2018 die Vorgehensweise geändert, erläuterte der Leiter des städtischen Tiefbauamts, Rolf Ilsmann. Anstatt einer kompletten Erneuerung, werden nur noch Leuchtköpfe gewechselt. So konnten in den beiden Jahren 600 Leuchten umgerüstet werden. Von 2019 bis 2021 sollen es jährlich 600 sein. Ab 2022 bis 2024 reduziert sich die Zahl auf 400, weil dann auch alte Masten ausgetauscht werden müssen. Von 2025 bis 2030 sind Neuplanungen und Kompletterneuerungen nötig. Pro Jahr werden bis 2030 für die Umrüstung etwa 500 000 Euro eingeplant.

Kritik kam von Karl-Heinrich Belte von der Peiner Bürgergemeinschaft. „Die Kernstadt kommt im Vergleich zu den Ortschaften miserabel weg“, monierte er. Einige Straßen, die schon früher in der Planung waren, würden jetzt viel später auftauchen. Nebenstraßen würden hell erleuchtet. Aber gerade auf dem Schützenplatz, an der Werderstraße oder der Marktstraße sei es dunkel. Dort gebe es Verkehr und Einzelhandel. „Das ist nicht vernünftig.“

Der parteilose Ratsherr Thomas Weitling hatte beantragt, an Brücken Hinweisschilder auf kostenloses Parken am Wochenende anzubringen. An der A 2 sollten außerdem zwei touristische Schilder mit dem Schriftzug „Europäische Schützenstadt“ angebracht werden. Dies wurde von den Eigentümern der Brücken und der zuständigen Straßenbaubehörde abgelehnt. Der Ausschuss nahm dies zu Kenntnis.

Grünes Licht gab es für Aufstellungsbeschlüsse für das Baugebiet „Westlich Lindenbergstraße“ in Rosenthal. Dort sollen etwa elf Grundstücke entstehen.

Ein Antrag der Firma Naturenergie Röhrse für eine Erweiterung des Blockheizkraftwerkes am bestehenden Standort der Biogasanlage wurde ebenfalls befürwortet.

Zur Kenntnis genommen wurde die Umstellung Probebetriebs des Zweirichtungsverkehrs der Buslinie 525 Peine-Stederdorf als dauerhafte Lösung.

Dem Konzept für die Vergabe von Standplätzen für Alttextilsammelcontainer wurde ebenfalls zugestimmt. Danach müssen private Unternehmen bei der Verteilung der Standorte auf öffentlich-rechtlichen Flächen angemessen berücksichtigt werden.

Das Feuerwehrgerätehaus Rosenthal soll im Rahmen des Feuerwehrbedarfsplans für die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Peine erweitert werden. Die Verwaltung favorisiert eine Variante, die 751 000 Euro kostet. Auch dies fand Zustimmung.

Schließlich soll Sebastian Goldmann zum stellvertretenden Ortsbrandmeister in Vöhrum berufen werden.

In der Einwohnerfragestunde regte Egon Hakelberg aus Stederdorf an, den Abfahrtstermin des ersten Busses der Linie 525 von Stederdorf nach Peine vorzuverlegen, da es sonst Probleme gebe, am Bahnhof den Zug nach Braunschweig zu erreichen.

Elke Kentner (Grüne), die Mitglied der Verbandsversammlung des Zweckverband Großraum Braunschweig ist, informierte, dass eine bessere Verzahnung des Busverkehrs mit dem Bahnverkehr zurzeit geprüft werde.

Von Jan Tiemann

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