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Stadt Peine Peiner Rat zieht Schluss-Strich unter die Goltzplatz-Debatte
Stadt Peine Peiner Rat zieht Schluss-Strich unter die Goltzplatz-Debatte
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20:15 27.06.2019
Der größte Teil des Goltzplatzes soll renaturiert und langfristig für zukünftige Kompensationsmaßnahmen in der städtischen Bauleitplanung dienen.
Der größte Teil des Goltzplatzes soll renaturiert und langfristig für zukünftige Kompensationsmaßnahmen in der städtischen Bauleitplanung dienen. Quelle: Archiv
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Peine

Seit Jahrzehnten wurde über den Glotzplatz im Nordwesten Peines diskutiert – jetzt hat der Rat der Stadt Peine mehrheitlich einen Schlussstrich gezogen. Der Beschluss wurde auf Antrag von CDU-Fraktionschef Andreas Meier in zwei Teile gefasst. Mehrheitlich beschloss das Gremium anschließend, die Fläche des Goltzplatzes langfristig für zukünftige Kompensationsmaßnahmen in der städtischen Bauleitplanung zu verwenden (Renaturierung). Mit großer Mehrheit bei zwei Enthaltungen wurde befürwortet, die Erweiterungsabsichten der Nensel Tennis Academy im nördlichen Bereich zu berücksichtigen.

„Deutliches Wort für den Freizeitsport gewünscht“

Einigkeit herrschte im Rat, dass es auf dem Goltzplatz keine Bebauung geben soll. Die Nensel Tennis Academy wurde als „Aushängeschild“ für Peine begrüßt. Die Meinungen gingen beim südlichen Teil des Goltzplatzes auseinander. CDU-Ratsherr Meier hätte sich hier ein „deutliches Wort für den Freizeitsport gewünscht“.

„Exakte Werte erwartet“

PB-Ratsherr Karl-Heinrich Belte betonte, dass der Goltzplatz von Generationen für Freizeitsport genutzt wurde. Bei der Tennis-Akademie gebe es bisher nur eine Absichtserklärung, hier hätte er „exakte Werte erwartet“. „Auf der verbleibenden Grünfläche ist ein Sportplatz mit einem normgerechten Fußballfeld einzurichten“, forderte Belte. Für den südlichen Teil, im Bereich des früheren Haues für Sport und Jugend, wünschte er sich „ein kleines Sportzentrum auch für Freizeitsportler mit Umkleiden und Toiletten“.

Anwohner befürworten Renaturierung

Holger Hahn (SPD) befürwortete die Erweiterungspläne der Nensel Tennis Academy. Ein Sportplatz sei auf der Größe der übrigen Fläche nicht möglich, betonte er und führte aus, dass es in der Kernstadt mehrere andere frei zugängliche Plätze gebe. Bei Gesprächen mit Anwohnern sei ihm signalisiert worden, dass diese eine Renaturierung befürworten würden. „Das wäre auch eine passende Ergänzung der Grünachse zwischen dem Herzberg und dem Naturschutzgebiet Fuhsetal.“

„Wert und Nutzen für Stadt und städtischen Haushalt“

Elke Kentner von den Grünen betonte den „Wert und Nutzen für Stadt und städtischen Haushalt“. Durch die Kompensationsfläche am Goltzplatz müssten keine Flächen an anderer Stelle erworben oder in neuen Baugebieten ausgewiesen werden.

B 65- Neubau abgelehnt

Ein weiterer wichtiger Punkt ging dann einstimmig über die Bühne. Der Rat beschloss eine Resolution und damit die Ablehnung des Aus- beziehungsweise Neubaus der B 65 gemäß dem Bundesverkehrswegeplan im Bereich der Stadt Peine. Danach sollte die Bundesstraße zwischen Peine und Sehnde nördlich der jetzigen Strecke neu gebaut werden, um Ortsdurchfahrten bei Autobahnstaus zu entlasten. „Die neue B 65, als Umleitungsstrecke für die A 2 gedacht, wäre ein Verkehrsmagnet. Sehr wahrscheinlich ergäben sich weitere Belastungen für unsere Kommune“, argumentieren die Ratspolitiker. Das Problem der Region sei die A 2, deren Funktionsfähigkeit erhöht werden müsse.

Von Jan Tiemann