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Stadt Peine Peiner Lehrer besucht Schulen in Sri Lanka – und entkommt nur knapp dem Terror
Stadt Peine Peiner Lehrer besucht Schulen in Sri Lanka – und entkommt nur knapp dem Terror
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00:20 29.04.2019
Ein Musikzug der neuen Partnerschule in Pannala hat die Gäste aus Peine auf das Schulgelände begleitet. Quelle: privat
Peine/Pannala

Sie genossen die bunten Farben eines beeindruckenden Landes, lernten die Menschen dort als unheimlich gastfreundlich kennen, wurden herzlich empfangen, geschätzt und geehrt. Doch am Ende eines traumhaften Trips nach Sri Lanka überwiegt das blanke Entsetzen. Nur wenige Stunden vor den Terroranschlägen am Ostersonntag war Mathias Raabe, stellvertretender Schulleiter am Gymnasium am Silberkamp in Peine, in Sri Lanka zu Gast. Genau dort, an einer Kirche in Negambo, wo eine der Bomben explodierte und unzählige Menschen aus dem Leben riss, stand Raabe tags zuvor mit seiner Ehefrau. Genau dort genoss er das Ende einer abenteuerlichen Reise. Jetzt überwiegt die Angst.

Angst um Freunde in Sri Lanka

„Auf unserem Rückflug haben wir von den menschenverachtenden Anschlägen erfahren. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer und wir hoffen inständig, dass nicht auch Angehörige unserer Partnerschulen betroffen sind“, sagt Raabe, der auf Nachrichten aus Sri Lanka wartet. Dabei hatte die Reise zur Partnerschule in Pannala so schön begonnen.

Das Kollegium der Partnerschule in Sri Lanka mit Mathias Raabe (Mitte). Quelle: privat

Das Gymnasium am Silberkamp pflegt seit nunmehr 15 Jahren Kontakte nach Sri Lanka. Nach dem verheerenden Tsunami im Dezember 2004 war es Raabe, der in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des SV Adler Hämelerwald, ein Benefiz-Fußballturnier für die Opfer der damaligen Katastrophe organisierte. „Dabei konnte ich Kontakte zu einer Hilfsorganisation knüpfen“, schildert Raabe. Es folgte eine Partnerschaft mit der Pahala Puliyankulama Secondary School in Puttalam. „2008 gingen wir zudem eine Schulpartnerschaft mit der Horawadunna-Schule in Pannala ein, die etwa zwei Stunden von der Hauptstadt Colombo entfernt liegt“, so Raabe.

Mathematikunterricht in einem Klassenraum. Quelle: privat

So war es dann auch für Mathias Raabe eine Herzensangelegenheit, im Rahmen einer Rundreise durch Sri Lanka die beiden Partnerschulen zu besuchen. Begleitet wurde er von seiner Ehefrau und einem befreundeten Ehepaar. Alle waren überwältigt von der Herzlichkeit und Freundlichkeit der Menschen. Bereits am Flughafen gab es einen Blumenstrauß für jeden. „An beiden Partnerschulen wurden wir empfangen wie Staatsgäste“, schildert Raabe. „Auf das Schulgelände wurden wir mit Musikbegleitung geführt, alle Schüler standen Spalier. Die Deutsche Flagge wurde gehisst und die Nationalhymne gesungen.“

Raabe pflanzte gemeinsam mit dem Schulleiter einen Baum. Quelle: privat

Raabe pflanzte gemeinsam mit dem Schulleiter der neuen Partnerschule einen Baum. Danach wurden die Gastgescheke in einer aufwendig gestalteten Feierstunde übergeben. Die Peiner hatten zwei Laptops mitgebracht und den Kauf eines modernen Kopiergerätes finanziert. „Wir waren überwältigt von der Herzlichkeit und Dankbarkeit der Schüler, Lehrer und Eltern, die alle trotz Ferienzeit anwesend waren“, meint Raabe.

Tempel, Safari und frischer Lobster

Nach dem Besuch der Partnerschulen ging es dann auf eine Rundreise durch das Land, bei der der Besuch des Königspalstes in Sigiriya, des Elefanten-Waisenhauses, des Zahntempels des Buddhas, eine Safari und eine Zugfahrt durch den Dschungel die Höhepunkte darstellten. „Durch unseren einheimischen Fahrer haben wir Vieles über Land und Leute erfahren“, so Raabe, der beeindruckt war von der Disziplin der Jugendlichen, dem Zusammenhalt der Familien und dem friedlichen Nebeneinander unterschiedlicher Religionen.

Die Schulleiterin der Horawadunna-Schule mit Schülern der ersten und zweiten Klasse. Quelle: privat

Die letzten vier Tage verbrachten die Peiner Gäste dann in einem Zelthotel im Urwald direkt am Indischen Ozean. „Wir waren die einzigen ausländischen Touristen. Von einer Fischerfamilie wurden wir zum frisch gefangenen Lobster eingeladen. Eine unglaublich herzliche Gastfreundschaft“, erzählt Raabe. Ein Delfin- und Walwatching stand am Ende dieser abenteuerlichen Reise, die ein bitteres Ende nehmen sollte.

Von Janine Kluge

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