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Stadt Peine Klinikum: Rücken-Nervenschrittmacher implantiert
Stadt Peine Klinikum: Rücken-Nervenschrittmacher implantiert
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18:59 09.12.2019
Dr. Florian B. Freimann in seinen neuen Praxisräumen im Ärztehaus an der Peiner Bahnhofstraße. Quelle: Privat
Peine

Wenn es um neurochirurgische Behandlungen geht, kann das Klinikum Peine ab sofort in einem Atemzug mit der Charité Berlin und dem International Neuroscience Institute (INI) Hannover genannt werden. Erstmalig wurde jetzt im Krankenhaus an der Virchowstraße ein Nervenschrittmacher implantiert.

Hilfe bei chronischen Schmerzen

Neurochirurg Dr. Florian B. Freimann führte die erfolgreiche Operation durch. Quelle: Privat

Die zweiteilige Operation am Rücken führte der Neurochirurg Dr. Florian B. Freimann durch. „Die Implantation war erfolgreich, und dem Patienten geht es sehr gut,“ berichtet der behandelnde Arzt. Bei der Behandlung mit Nerven- oder auch Schmerzschrittmachern, wird eine Elektrode im Wirbelkanal des Patienten implantiert. In einem zweiten Teil wird dann nach erfolgreicher Stimulation des Rückenmarks mit schwachem Strom der Schrittmacher eingepflanzt.

„Diese Behandlung kann Patienten mit chronischen Schmerzen im Rücken oder im Bein helfen, zum Beispiel nach Bandscheibenvorfällen oder Nervenverletzungen,“ so Freimann. Die Methode gehört zur sogenannten Neuromodulation und ist seit etwa 30 Jahren bekannt. Mit einer feinen Elektrode werden dabei direkt am betroffenen Nerv oder im zuständigen Hirnareal kleine Reizstrom-Impulse gesetzt, die Fehlfunktionen der Nerven unterdrücken können.

Patienten werden betreut

Der Impulsgeber für den Nervenschrittmacher ist nicht größer als eine Streichholzschachtel. Quelle: Privat

Über ein Kabel ist die Elektrode mit einem Impulsgeber verbunden, der wie ein Herzschrittmacher unter der Haut sitzt. Der Patient kann über ein externes Steuergerät den Reizstrom ein- oder ausschalten und dessen Eigenschaften verändern. „Auch Patienten mit Parkinson, chronischem Schmerz oder Inkontinenz kann mit der Neuromodulation geholfen werden,“ bestätigt der Experte.

Auch die Durchblutung der Beine bei schweren Gefäßverschlüssen sowie die Symptome können durch die Neuromodulation verbessert werden. Mit der erfolgreichen Anwendung dieses Verfahrens gehört das Klinikum Peine zu ausgewählten Zentren Norddeutschlands.

Der Spezialist für Nerven- und Wirbelsäulenchirurgie, der bereits an der Charité Berlin arbeitete und bis 2016 Oberarzt in der Klinik für Neurochirurgie an der Universitätsklinik Göttingen war, wird ab Januar 2020 vom Wirbelsäulenzentrum Hannover und Hildesheim nach Peine wechseln. In seiner neuen Praxis für Neurochirurgie an der Peiner Bahnhofstraße 5 will er seine Patienten bei Erkrankungen der Wirbelsäule und des Rückens betreuen.

Von Mara-Ann Meeuw

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