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Stadt Peine Herzberg: Fällarbeiten haben jetzt begonnen
Stadt Peine Herzberg: Fällarbeiten haben jetzt begonnen
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Im Herzberg haben die Baumfällarbeiten begonnen. Quelle: Jan Tiemann
Peine

Im Peiner Waldgebiet Herzberg haben die Baumfällarbeiten begonnen: „Die Stadt Peine hat die Maßnahmen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit an Straßen und Wegen am Herzberg am Donnerstag der vergangenen Woche beauftragt. Die Arbeiten werden umgehend beginnen und fachlich begleitet“, berichtete Stadtsprecherin Petra Neumann am Montag.

Wie berichtet haben durch die Trockenheit der vergangenen zwei Jahre und zusätzliche Schäden durch Borkenkäfer im Herzberg rund 130 Bäume Schaden genommen. Äste könnten herabstürzen und Fußgänger verletzen. Daher wurde das Betreten des städtischen Waldes bis auf Weiteres von der Stadt Peine verboten.

„Der Stadtwald Herzberg wurde von einem anerkannten Fachbüro bewertet mit dem Ergebnis, dass die geplante Verkehrssicherung von artenschutzrechtlichen Zugriffsverboten freigestellt ist“, erklärte Neumann. Es würden alle Bäume oder Teile davon entfernt, die eine Verkehrsgefährdung an den öffentlich genutzten Straßen und Wegen darstellen. Insgesamt betreffe das rund 130 Bäume, wobei jedoch auch Teile davon im Wald bleiben sollen.

16 Bäume könnten Habitat sein

„Es sind 16 Bäume lokalisiert worden, die potenzielle Habitate aufweisen könnten, aber nach Einschätzung des Büros sehr wahrscheinlich nicht als Winterquartier für Tiere dienen“, erläuterte die Stadt-Sprecherin. Habitate sind Lebensräume von Tieren. Die Forstarbeiten werden ökologisch begleitet. „Sollten sich beim Fällen doch noch einzelne bewohnte Winterquartiere finden, wird vor Ort entschieden, ob der ,Bewohner’ versorgt oder umgesiedelt werden sollte oder ob er sich ohnehin selbst im Bestand des umliegenden Waldes einen neuen Unterschlupf aneignen wird.“

Unabhängig von den Befunden und von der Rechtslage werde die Stadt freiwillig verschiedene Nistkästen im Herzberg anbringen, kündigte Neumann an. „Man kann darüber diskutieren, ob so etwas in dem Stadtwald notwendig ist, weil der umliegende Wald ja auch ohne Nisthilfen weiterhin einen vielfältigen Lebensraum für alle Arten bieten wird. Dennoch werden wir in diesem Punkt ein Angebot machen, um auf jeden Fall eine Kompensation herzustellen.“

Bürger ignorieren Verbot

Mit den Fällarbeiten soll vermieden werden, dass sich das Gefährdungspotenzial durch mögliche Sturmereignisse oder eventuelle Schneefälle noch weiter erhöhe. „Umgehendes Handeln ist zwingend erforderlich, weil neben den jahreszeitlich bedingten hohen Risiken zuletzt festgestellt wurde, dass die Absperrungen der Wege in und an unserem Stadtwald von zahlreichen Bürgern immer häufiger ignoriert werden und weil nahezu täglich Personen in den gefährdeten Bereichen beobachtet werden“, erklärte Neumann.

Die Straßen und Wege am und im Herzberg werden nach Beendigung der Arbeiten und nach Wiederherstellung der Verkehrssicherheit freigegeben. „Da die Arbeiten ausschließlich entlang der Wege ausgeführt werden, sollten diese auch in Zukunft nicht verlassen werden. Die inneren Waldbereiche sind auch in Zukunft nicht frei von Gefahren und sollten keinesfalls betreten werden, zumal diese Zonen damit als Lebensraum für die Tierwelt aufgewertet werden“, so Neumann abschließend.

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Von Jan Tiemann

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