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Stadt Peine Herzberg: Ex-Ratsherr kritisiert „überzogene Totalsperrung“
Stadt Peine Herzberg: Ex-Ratsherr kritisiert „überzogene Totalsperrung“
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18:36 05.12.2019
Der Herzberg bleibt zunächst gesperrt. Quelle: Jan Tiemann
Peine

„Nach der Totaleinzäunung des Goltzplatzes nun auch noch die Komplettaussperrung der Spaziergänger und Freizeitsportler aus dem Herzberg“: Mit Unverständnis reagiert Ex-Ratsherr Hartwig Klußmann von der Gemeinschaft unabhängiger Bürger (GuB) auf die „faktische Schließung“ des Goltzplatzes sowie die aufwendige und ihrer Meinung nach überzogene Totalsperrung des Naherholungsgebietes Herzberg.

Wann die Sperrung wieder aufgehoben wird, ist zurzeit nicht absehbar. „Kreis- und Stadtverwaltung stehen im Kontakt, um unter Berücksichtigung der artenschutzrelevanten Bedingungen schnellstmöglich die Sicherheit an den öffentlichen Wegen herzustellen und die Sperrung danach aufzuheben“, erklärt Stadt-Sprecherin Petra Neumann.

Wanderwege im Harz sperren

Entsprechend der Logik der Stadt müssten beispielsweise im Harz etliche Wanderwege ebenfalls gesperrt werden, da auch dort „herabstürzende Äste oder umstürzende Bäume eine Gefahr für Leib und Leben darstellen können“. GuB-Vize Günter Rechenberg: „Im Nationalpark Harz und anderswo werden die Spaziergänger und Mountainbiker mit Warnschildern vor Ästen und umsturzgefährdeten Bäumen gewarnt – warum geht das nicht auch im Peiner Landschaftsschutzgebiet Herzberg?“

130 Bäume krank und geschwächt

Durch die Trockenheit der vergangenen zwei Jahre und zusätzliche Schäden durch Borkenkäfer haben im Herzberg mehr als 130 Bäume Schaden genommen. Äste könnten herabstürzen und Fußgänger verletzen. Daher ist das Betreten des städtischen Waldes bis auf Weiteres von der Stadt Peine verboten worden, um Besucher zu schützen. Abgestorbene oder stark geschädigte Bäume an den öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen sollen aus Sicherheitsgründen gefällt werden.

Nicht nachvollziehbar sei auch der Aufwand für die Sperrung des Herzberges. So seien zunächst 16 Zugänge mit rot-weiß gestreiften Barrieren – teilweise bestückt mit bis zu fünf Baustellenlampen – abgesperrt worden. Wenig später wurden unmittelbar hinter den Absperrungen zusätzlich noch bis zu drei Baustellen-Sperrgitter aufgestellt. „Für die Bauwirtschaftshof-Mitarbeiter sei das Schleppen der Betonfüße und das Aufstellen der Gitter im Übrigen eine nur schwer begründbare Knochenarbeit gewesen“, so Hartwig Klußmann.

Peiner missachten Sperrung

Die Sperrung des Herzberges werde im Übrigen keineswegs von allen Peinern beachtet: Nach den Beobachtungen der GuB habe die Zahl der Spaziergänger und Jogger lediglich abgenommen. Klußmann mit sarkastischem Unterton: „Beim Goltzplatz hat die Totaleinzäunung wenigstens funktioniert – der viele Male gemähte Rasen wurde geschont und man sah im Sommer dort nur noch Störche, aber keine Rehe und keine Freizeitsportler.“

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Von Jan Tiemann

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