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Stadt Peine Familie Flöz begeistert mit „Hotel Paradiso“
Stadt Peine Familie Flöz begeistert mit „Hotel Paradiso“
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12:51 28.04.2019
Die Mutter hatte ihre beiden Kinder voll im Griff. Der Papa schaute per Bild zu oder erschien im Traum. Quelle: grit storz
Peine

„Na das war ja mal etwas ganz anderes“, lautete das erfreute Fazit der allermeisten Theaterbesucher in den Peiner Festsälen nach einem höchst vergnüglichen Abend mit dem MaskenkrimiHotel Paradiso“.

Theater ohne Worte

Viele Besucher hatten sich nicht getraut, dieser Art von Theaterabend beizuwohnen: Etwas mehr als 300 Zuschauer gingen jedoch das „Wagnis“, Theater ohne Worte, aber dafür mit Masken zu erleben, ein. Dass es jedoch tatsächlich einen Fanclub gab, der dem Ensemble der Familie Flöz – einer internationalen Gruppen von Theaterschaffenden mit Basis in Berlin – extra nachgereist war, ließ jedoch schon einiges an Unterhaltung erwarten. Was dann in den knapp eineinhalb Stunden passierte, ließ die Lachtränen in Strömen fließen.

Vier Künstler spielten 15 Charaktere

Slapstick-Comedy vom Feinsten, Schauspielkunst auf höchsten Niveau und jede Menge gespielter Pointen ließen die Zuschauer leise kichern, laut lachen und schon nach kürzester Zeit die Taschentücher für die Lachtränen zücken. Mit großartiger Körperbeherrschung, rasend schnellen Kostümwechseln und enormer Wandlungsfähigkeit in Gestik und Haltung verkörperten die vier Künstler 15 verschiedene Charaktere.

Hotel mit morbidem Charme

Die Handlung des Stücks ist schnell erzählt: Das Hotel mit morbidem Charme am Rande der Berge ist Schauplatz der Familienzwistigkeiten der Besitzer. Über allem thront der tote Vater, dem in einem bizarren Ritual täglich gedacht wird. Die alte Mutter hat den Krückstock und ihre sich streitenden erwachsenen Kinder fest in der Hand und alle versuchen, irgendwie das Hotel am Laufen zu halten.

Eine scheinbare Heilquelle im Foyer ist die Attraktion und soll die Gäste locken. Der Koch ist ständig mit dem Zersägen von Fleisch jeglicher Herkunft beschäftigt, das Zimmermädchen stielt, und die Geschwister schmieden eine Intrige nach der nächsten, um sich Vorteile zu verschaffen. Ein Page macht das Chaos perfekt. Mittendrin kommen und gehen vorwiegend weibliche Gäste, die der Sohn des Hauses anhimmelt, ein Krimineller sucht mit einem Sack voll Geld Zuflucht vor der Polizei.

Todefälle häufen sich

Doch allmählich werden die Figuren immer weniger, weil durch unglückliche Zufälle sich die Todesfälle häufen. Kein Problem für den Koch – er hat schließlich seine große Knochensäge. Das große Finale endet schließlich mit der nur zu hörenden gegenseitigen Hinmetzelung von Bruder und Schwester. Übrig bleiben allein der blutverschmierte Koch, das diebische Zimmermädchen und der Sack voller Geld – und eine neu keimende Liebe.

Rasantes Stück ohne Worte

Das rasante Stück ohne Worte, aber mit vielen Geräuschen, regte die Fantasie der Zuschauer an. Durch die originellen Wendungen, witzigen Einfälle und die zauberhafte Kulisse vermisste niemand das gesprochene Wort, begeisterte sich aber an der grandiosen Körperkunst der Darsteller. Von lustig bis melancholisch von leicht bis dramatisch reichte die ganze Bandbreite der gespielten Dialoge.

Die begeisterten Zuschauer sparten nicht mit Beifall und sprangen von ihren Sitzen für minutenlangen stehenden Applaus auf. Großartiger Abend mit grandioser Theaterkunst!

Von Grit Storz

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