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Stadt Peine Jede dritte Brunnenwasser-Probe liegt über dem Grenzwert
Stadt Peine Jede dritte Brunnenwasser-Probe liegt über dem Grenzwert
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06:00 10.07.2019
Milan Toups (links) und Harald Gülzow analysieren eine Brunnenwasserprobe im Labormobil vom VSR-Gewässerschutz e.V. Quelle: Privat
Kreis Peine

Die Untersuchung von Wasser aus privat genutzten Brunnen hat laut Harald Gülzow vom VSR-Gewässerschutz auch in diesem Jahr wieder gezeigt, dass viele Brunnen der Region mit überhöhten Nitratwerten festgestellt wurden. Ende Mai war das Labormobil in Peine, Besitzer von 174 Brunnen aus dem Raum Peine, Edemissen, Ilsede und Wendeburg reichten Wasserproben ein. Bei jedem dritten lag die Belastung höher als der Grenzwert der Deutschen Trinkwasserverordnung von 50 Milligramm pro Liter (mg/l).

Höchste Nitratbelastung in Münstedt

Die höchste Nitratbelastung fanden Diplom-Physiker Harald Gülzow und Milan Toups, Bundesfreiwilliger, in einem privat genutztem Brunnen in Münstedt (136 mg/l). Weitere stark mit Nitrat belastete Proben wurden aus Voigtholz und Stederdorf (je 117 mg/l), Meerdorf (116 mg/l), Dungelbeck (115 mg/l) und Schmedenstedt (113 mg/l) eingereicht.

Unmut bei Brunnenbesitzern

Bei vielen Brunnenbesitzern führe dies zu Unmut, so Gülzow. Ärgerlich sei für sie besonders, dass sie das Wasser nicht zum Befüllen von Gartenteichen nutzen könnten, da die Gefahr der Massenvermehrung von Algen und in der Folge zum Fischsterben bestehe. „Auch beim Gießen des selbst angebauten Gemüses sollte das Brunnenwasser nicht zu einer Nitratanreicherung führen. Der einzelne Brunnenbesitzer kann eine Anreicherung vermeiden, wenn er die Nitratbelastung des Brunnenwassers in die Düngeberechnung einbezieht“, so der Diplom-Physiker.

Gülzow: „Ursache liegt in Landwirtschaft“

Ursachen für die erhöhten Belastungen sehen Gülzow und sein Team in der Landwirtschaft und der zunehmenden Massentierhaltung. Durch den Preisdruck auf die bäuerliche Landwirtschaft hätte diese versucht, mit den großen Betrieben mitzuhalten – auf Kosten der Grundwasserbelastung.

Die Gewässerschutzorganisation rät Bürgern, bei ihrem Einkauf bewusst darauf zu achten, dass die Produkte von Landwirten stammen, welche die Nitratbelastungen und die Sorgen der Menschen in der Region ernst nehmen.

Von Antje Ehlers

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