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Stadt Peine Mehr Kontakt zur Moschee: So tickt der neue Pastor in der Peiner Südstadt
Stadt Peine Mehr Kontakt zur Moschee: So tickt der neue Pastor in der Peiner Südstadt
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19:45 15.08.2019
Julian Bergau ist der neue Pastor der Martin-Luther-Gemeinde in der Peiner Südtsdat. Quelle: Mara-Ann Meeuw
Peine

Der 36-jährige Julian Bergau ist neuer Pastor in der Martin-Luther-Gemeinde in Peines Südstadt. Drei Jahre Probedienst in seiner ersten Pfarrstelle stehen ihm jetzt bevor. Gemeinsam mit seiner Frau und zwei Söhnen ist er aus Göttingen in die Pfarrwohnung im Gemeindehaus gezogen. Der junge Seelsorger wurde vom Kirchenvorstand und Gemeindebeirat willkommen geheißen.

Und Bergau zeig sich beeindruckt von der Gemeinde: „Hier ist es sehr vielfältig und spannend. Man hat alles, was man braucht und trotzdem ist es überschaubar. Die Menschen hier sind verbunden mit dem Stadtteil. Ich glaube, hier lässt es sich gut leben und arbeiten. Es ist eine Stelle, wie man sie sich als Pastor nur wünschen kann.“

Kirche als Vermittler

Bisher ist sein Büro noch spärlich eingerichtet. Dem Pfarramt steht eine Renovierung bevor. Die Übergangszeit nutzt Bergau, um die Menschen und die Gemeinde kennenzulernen. Auch die ansässige Moschee interessiert ihn. „Es gab bisher einen regen Austausch mit den Mitgliedern der Moschee. Das ist ein Bereich, den ich weiter pflegen möchte, um Kontakte auszubauen.“ Kultur und Sprache versteht Bergau als ein gesellschaftlich wichtiges Thema. „Für mich übernimmt die Kirche auch eine Rolle als Vermittler. Das ist mir als Gemeindepfarrer wichtig.“

Die Martin-Luther Kirche ist Julian Bergaus neuer Arbeitsplatz in Peine. Quelle: Mara-Ann Meeuw

Obwohl sein Vater Pastor in Hannover war, war dieser Berufsweg für ihn lange nicht denkbar. „Ich habe in meiner Kindheit auch die Hintergründe dieser Arbeit kennengelernt. Es war selbstverständlich für mich“, sagt er, „natürlich hatte ich eine Beziehung zur Kirche, aber nach meinem Abitur wusste ich erstmal nicht genau, was ich machen wollte.“ Ein interessantes Hobby erleichterte ihm dann die Wahl eines Studiums.

Gemeinschaft steht im Vordergrund

„Mit 17 Jahren habe ich afrikanischen Tanz für mich entdeckt. Dort habe ich auch meine Frau Elizabeth kennengelernt.“ Nach dem Abitur studierte er Theater, Film und Afrikanistik – bis er mit Elizabeth ihre Heimat Ghana besuchte. „Dort habe ich mich mit meinem christlichen Glauben auseinandergesetzt“, betont er, „denn dort ist der Glaube im Alltagsleben viel präsenter. Auf Bussen und an Wänden stehen Bibelzitate. An jeder Ecke ist eine kleine Kirche. Dort wurde gemeinsam gesungen und gefeiert. Es war eine ganz andere Energie, ein Gemeinschaftsgefühl.“

Seine Eindrücke nahm Julian Bergau mit zurück nach Deutschland und begann ein Theologie- sowie Philosophiestudium. „Neuere Theologie kombiniert theaterwissenschaftliche und darstellende Elemente mit Predigten. Mit Menschen aus aller Welt zu lernen, hat mir neue Perspektiven eröffnet, um interkulturell zu vermitteln und Neues auszuprobieren.“ Deswegen ist es ihm ein besonderes Anliegen, die Gottesdienste als Zentrum des Gemeindelebens mit dem Beirat, dem Kirchenvorstand und allen anderen Beteiligten zusammen zu gestalten.

Familie hält zusammen

Der Pastor ist froh, dass seine Familie dem Umzug gegenüber aufgeschlossen war: „Für meine Frau und meine Söhne Paul (14) und Benjamin (9) ist das Projekt Pfarrfamilie ein großes Abenteuer. Die Jungs freuen sich schon auf die Fußballsaison, und meine Frau und ich wollen weiterhin tanzen gehen. Uns ist das Familienleben sehr wichtig.“ Wenn Bergau nicht seiner Arbeit nach geht oder Zeit mit seiner Familie verbringt, geht er oft joggen oder spazieren. „Oder ich lese beim Frühstück die Zeitung, ich bin gerne informiert.“

Julian Bergau bevorzugt die Zeitung lieber analog. Quelle: Mara-Ann Meeuw

Von Mara-Ann Meeuw

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