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Stadt Peine Hubertus Heil äußert sich zur B-65-Debatte
Stadt Peine Hubertus Heil äußert sich zur B-65-Debatte
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20:00 25.03.2019
Die geplante B-65-Umgehungsstraße zwischen Peine und Sehnde rückt in der Region wieder in den Fokus.
Die geplante B-65-Umgehungsstraße zwischen Peine und Sehnde rückt in der Region wieder in den Fokus. Quelle: Antje Ehlers
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Peine

Zum Hintergrund: Das 66-Millionen-Euro-Projekt innerhalb des sogenannten Bundesverkehrswegeplans 2030 sieht den Neubau der B 65 zwischen Peine und Sehnde nördlich der jetzigen Strecke vor. Damit sollten die Ortsdurchfahren entlastet werden, denn bei Staus auf der parallel laufenden Autobahn 2 dient die Bundesstraße 65 als Ausweichstrecke. Im Stadtrat sieht man die B 65 ausreichend dimensioniert, so dass eher eine Erhöhung der Funktionsfähigkeit der A 2 gefordert wird. Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, sieht den Beschluss in Peine als deutliches Signal.

Deutliches Signal an die Landes- und Bundesbehörden

„Der einstimmige Beschluss des Peiner Stadtrates zur angedachten Nebenstrecke B 65 zwischen Peine und Sehnde ist ein deutliches Signal an die Landes- und Bundesbehörden“, sagt der Bundesminister für Arbeit und Soziales.

„Eine Umtrassierung der B 65 auf dem westlichen Gebiet der Stadt Peine trifft auf den Widerstand aller politischen Kräfte. Es ist nun Aufgabe der Landes- und Bundesbehörden über Alternativen nachzudenken. Hierzu gehört auch eine Ortsumgehung von Mehrum, die aber die Beibehaltung der Trasse im Interesse von Schwicheldt und der gesamten Stadt Peine ermöglicht“, so Heil weiter.

Vollständige Verlegung nicht sinnvoll

udem müsse untersucht werden, welche Entlastungswirkung der Lückenschluss zur BAB 39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg für die Region und auch die Entlastung auf der A 2 bedeuten würde. „Parallel sollten zudem auf Landesebene weitere verkehrspolitische Sicherheitsmaßnahmen untersucht und umgesetzt werden. Dazu zählen insbesondere intelligente Verkehrsleitsysteme“, regt Heil an.

Eine vollständige Verlegung der B 65 zwischen Sehnde und Peine hält der Minister nicht für sinnvoll. „Die Menschen in Schwicheldt, Berkum und Vöhrum können sich darauf verlassen, dass ich diese Auffassung auch gegenüber den zuständigen Behörden des Bundes und der Länder deutlich machen werde.“

Das sagt das Bundesministerium für Verkehr

Auf PAZ-Anfrage erläutert das Bundesministerium für Verkehr, dass zum jetzigen Zeitpunkt der Planungsbeginn für die Verlegung der B 65 zwischen Sehnde und Peine nicht feststehe. Daher ließe sich auch nicht sagen, welche Planungsschritte im Gültigkeitszaum des Bundesverkehrswegeplans 2030 abgeschlossen werden können.

 

Von Kathrin Bolte