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Stadt Peine Friedrichstraße seit sechs Wochen nicht gekehrt
Stadt Peine Friedrichstraße seit sechs Wochen nicht gekehrt
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23:00 19.03.2018
Müll an der Friedrichstraße: Anwohner Dieter Krämer beschwert sich, dass es wochenlang keine Straßenreinigung gab.  Quelle: Antje Ehlers
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Peine

 „Wenn bei Schnee die Kehrmaschine nicht fahren kann, dann habe ich dafür Verständnis“, sagt der Peiner, „aber die Bedingungen im Februar waren an den Tagen nicht so, dass die Kehrmaschine nicht hätte fahren können. Die Temperatur lag über null Grad, gefroren hatte es nicht.“ Er habe beim Ordnungsamt der Stadt angerufen und sei an die Städtischen Betriebe verwiesen worden. Selbst da hätte sich ein Mitarbeiter gewundert, dass die Maschine nicht fahren dürfe, so Krämer.

Hierzu äußert sich die Stadt Peine wie folgt: „Die Straßenreinigung startet morgens um 6 Uhr. Die städtischen Kehrmaschinen arbeiten mit Wasser wegen der Staubbindung und der Verhinderung des Zusetzens des Saugschachtes. Dies kann dazu führen, dass die Straße ,glatt’ gemacht wird und das gefrierende Wasser Schäden an den teuren Maschinen verursacht. Aus diesem Grund wird die Straßenreinigung bei Frost eingestellt.“ Es sei zu bedenken, dass die Lufttemperatur nicht zwingend der Straßentemperatur entspreche, teilt Stadt-Sprecherin Petra Neumann mit. Auch ein Nachholen der Reinigung bei im Tagesverlauf steigenden Temperaturen sei aus organisatorischen Gründen nicht möglich.

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„Unsere Straße liegt ungünstig“, stellt Krämer fest. „Je nach Windrichtung wird der Müll von Norden oder Süden durch die Straße geweht und bleibt vor unserer Haustür liegen.“ Hinzu komme, dass seit dem Ausbau der Straße sich viel Müll in den neu gepflanzten Bäumen und im Gras auf der Pflanzfläche sammele. Ihm sei durchaus klar, dass der viele Müll aus der unbedachten oder absichtlichen Müllentsorgung seiner Mitmenschen stamme, dennoch ärgere es ihn, dass er für nicht erbrachte Leistungen Gebühren zahlen müsse. Die Stadt allerdings verweist auf die gültige Straßenreinigungssatzung, nach der die Gebühren fällig werden.

Übrigens: Auch der Kehrtermin Anfang März wurde nicht wahrgenommen – es wurde gestreikt. Somit mussten die Anwohner weitere zwei Wochen warten.

Von Antje Ehlers

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