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Stadt Peine Peine: Bodenstedt-Bleistift hat eine neue Bleibe
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Peine: Bodenstedt-Bleistift hat eine neue Bleibe

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11:26 02.03.2021
Hartwig Klußmann (links) und Jürgen Junge freuen sich: Der Bodenstedt-Bleistift hat eine neue Bleibe gefunden.
Hartwig Klußmann (links) und Jürgen Junge freuen sich: Der Bodenstedt-Bleistift hat eine neue Bleibe gefunden. Quelle: privat
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Peine

Fünf Jahre nachdem der Bodenstedt-Bleistift im Herzberg entfernt werden musste, haben die Mitglieder des Vereins „Schlaraffia Peine“ ihm eine endgültige Bleibe gegeben. Zeitweise war der übergroße Bleistift auf einem privaten Grundstück an den Kammerwiesen zu sehen, nun kann der mehr als vier Meter lange Bleistift mit der Inschrift „Bodenstedt war hier…“ an der Straße Am Bauhof 18 in Peine betrachtet werden.

Nachdem das Land-Art-Objekt seinerzeit mit „überzogenen und teilweise absurden städtischen Auflagen aus dem Herzberg raus-gegrault worden war“, wie Schlaraffia-Vorsitzender Jürgen Junge es formuliert, habe der Verein den in den Peiner Farben bemalten Bleistift in ihre Obhut genommen. Schlaraffe Hartwig Klußmann hatte dem Verein das Angebot gemacht. Zu sehen ist der grün-rote Stift jetzt an der Nordseite des „Castellum Peinense“, der Heimburg des Vereins.

Bleistift sollte nicht zu Kaminholz verarbeitet werden

„Friedrich von Bodenstedt war schließlich nicht nur gebürtiger Peiner, sondern bereits seit 1889 auch Ehrenbürger der Stadt“, so Junge. Die Peiner Schlaraffen würdigten sein literarisches Wirken mit dem Beinamen „Mirza Schaffy“ und ernannten Bodenstedt zum Ehrenschlaraffen. „Nach der Verbannung aus dem Herzberg war das ‚Castellum Peinense‘ für uns allemal die bessere Alternative als den Stift als Kaminholz zu verheizen“, so Junge mit einem Schmunzeln.

„Wer Weisheit übt, legt andern keinen Zwang auf“: dieser Bodenstedt’schen Weisheit sei die Verwaltung laut Klußmann nicht gefolgt. So hätte die GuB/FDP/Piraten-Fraktion 2016 die „Verkehrssicherheit“ des von ihr gespendeten Herzberg-Hinguckers nachweisen und die „Standfestigkeit“ des anderthalb Meter neben einem Weg stehenden Stiftes regelmäßig überprüfen müssen. Klußmann sagte als damaliger Fraktionschef: „Geradezu skurrile Qualität hatte die Forderung der Stadt, wonach die Fraktion die ‚zur Verfügung gestellte Fläche‘ unter dem Bleistift künftig hätte ‚pflegen und unterhalten‘ müssen.“ Diese Fläche im Herzberg betrug rund einen Quadratmeter.

Von der Redaktion