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Stadt Peine Arbeitsminister Hubertus Heil besuchte die Peiner Gymnasien
Stadt Peine Arbeitsminister Hubertus Heil besuchte die Peiner Gymnasien
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20:00 27.04.2019
Hubertus Heil zu Besuch an „seiner“ alten Schule – dem Gymnasium am Silberkamp. Quelle: Michaela Gebauer
Peine

Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen hat der Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD), als er im Rahmen zweier Termine das Ratsgymnasium und das Silberkamp in seiner Heimatstadt besuchte. Im Ratsgymnasium beantwortete er 1 ½ Stunden diverse Fragen von Elftklässlern zu den Themen Fridays for Future, Europa und Grundrente. Im Anschluss erhielt er am Silberkamp eine Ehrenaktie der Schülerfirma Eulenguide.

Heil war im Rahmen des EU-Projekttages an das Ratsgymnasium gekommen, um mit Schülern zu diskutieren. Erstes Thema war der Brexit, den Heil als klare Katastrophe ansieht. Falls das Vereinigte Königreich aus der EU austreten sollte, würde das weitreichende Folgen in den Bereichen Handel, Finanzen und Außenpolitik mit sich bringen. „Und dann denke man noch an die unabsehbaren Folgen für die Bevölkerung in Großbritannien und Irland“, sagte Heil und erinnerte an den Nordirlandkonflikt von vor rund 20 Jahren. Es sei nicht auszudenken, was nach einem Brexit passieren würde.

„Ich bin dafür, dass die Politiker wieder zurückrudern. Menschen machen Fehler, Politiker auch“, sagte er und fügte die Anekdote an: „Europa ist wie ein Ei. Es ist einfach, aus einem Ei Rührei zu machen. Umgekehrt ist es aber sehr schwer.“

Weiteres Thema war die schlechte Bezahlung von Altenpflegern in Deutschland. „Ich bin gerade dran, ordentliche Verträge zu schaffen“, sagte Heil und erklärte, dass die aktuell fehlenden Tarifverträge für großen Unmut sorge. „Wir müssen eine Verbindlichkeit schaffen, um mehr junge Leute für den Beruf zu gewinnen – schließlich wird es in Zukunft deutlich mehr ältere Bürger geben, die Pflege bedürfen“, so der Minister.

Guten Anklang fand das Thema „Fridays For Future“ bei den Schülern. Heil befürwortet die Demonstrationen für den Klimaschutz. Er selbst ist als Schüler auch auf die Straße gegangen, um zu demonstrieren. „Damals ging es um den Irakkrieg“, erinnert er sich und sagt: „das Engagement war es wert.“

Am Silberkamp hatten die Schüler für den Minister einen gut getakteten Fahrplan rund um ihre Junior-Schülerfirma „Eulenguide“ aufgestellt. „Eulenguide“ ist ein digitaler Online-Stadtführer durch Peine (PAZ berichtete). Seit Januar haben die Jungunternehmer an verschiedenen Peiner Sehenswürdigkeiten wie Burgpark, Jakobi-Kirche und Marktplatz sogenannte QR-Codes platziert. Diese können mit einem mobilen Endgerät eingescannt werden. Nach dem Prozedere erscheinen dann geschichtliche Informationen zu den jeweiligen Orten in Form von Texten. Das Projekt ist entstanden in Kooperation mit dem Stadtarchiv und Peine Marketing.

In Zukunft sollen die Texte in französische, englische, arabische und türkische übersetzt werden. Es sollen auch viele kleine Videos folgen. Heil war begeistert und hofft, dass den QR-Codes künftig noch mehr Beachtung geschenkt werden.

Von Michaela Gebauer

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