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Stadt Peine Kreis Peine: Arbeitslosigkeit steigt saisonal, aber schwächer als vor Corona
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Peine: Arbeitslosigkeit steigt saisonal, aber schwächer als vor Corona

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14:00 04.01.2022
Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit: Vor allem in Außenberufen sind einige befristete Entlassungen vorgenommen worden.
Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit: Vor allem in Außenberufen sind einige befristete Entlassungen vorgenommen worden. Quelle: Marcus Brandt/dpa
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Kreis Peine

Die Arbeitslosenzahlen im Kreis Peine sind im Dezember 2021 nur leicht angestiegen. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch die derzeit milden Temperaturen. Nach Angaben der für Peine zuständigen Agentur für Arbeit Hildesheim sei dieser saisonale Anstieg sogar deutlich schwächer als in den Jahren vor Corona. Allerdings haben die Anzeigen zum Kurzarbeitergeld wieder deutlich zugenommen.

„Die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes schwächt sich üblicherweise in den Wintermonaten ein wenig ab. Trotz milder Temperaturen wurden vor allem in den Außenberufen einige befristete Entlassungen vorgenommen, ein jahreszeitlich bedingter Vorgang“, erläuterte Evelyne Beger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hildesheim am Dienstag. „Wir gehen aber auch davon aus, dass sich die verstärkenden Einschränkungen aufgrund der Pandemie spätestens in den Arbeitsmarktdaten für Januar 2022 bemerkbar machen werden“, prognostiziert sie.

Peines Arbeitsmarkt im Dezember

Arbeitslosenquote: 4,7 (4,6)

Arbeitslose: 3443 (Vormonat 3397)

Arbeitslosengeld I: 1221 (1185)

Arbeitslosengeld II: 2222 (2212)

Arbeitslose unter 25 Jahre: 296 (292)

Arbeitslosengeld I (unter 25-Jährige): 142 (150)

Arbeitslosengeld II (unter 25-Jährige): 154 (142)

Im Kreis Peine waren im Dezember 3443 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das sind 46 mehr als im November und 390 Menschen weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber dem Vormonat auf aktuell 4,7 Prozent, vor einem Jahr lag sie noch bei 5,2 Prozent. Im Bereich der Agentur für Arbeit lag die Arbeitslosigkeit bei 1221, das sind 36 mehr als im Vormonat und 446 weniger als im Vorjahr. Beim Jobcenter des Landkreises Peine waren 2222 Arbeitslose gemeldet, das ist ein Plus von 10 gegenüber November, im Vergleich zum Vorjahr waren es 56 Arbeitslose mehr.

Die Anzahl der Betriebe in Kurzarbeit sei seit April zwar kontinuierlich gesunken, allerdings bleibe abzuwarten, in welcher Form sich die neuen Pandemie-Maßnahmen auf die Kurzarbeit auswirken würden, erläuterte Beger. „Nach ersten Rückmeldungen aus unseren Kurzarbeitergeld-Team und dem Arbeitgeberservice wissen wir bereits, dass die Anzahl der erneuten Anzeigen auf Kurzarbeitergeld in vielen Branchen deutlich gestiegen sind“, betonte die Agentur-Chefin. Eine Anzeige bedeute jedoch nicht zwangsläufig, dass später durch die Unternehmen auch ein tatsächlicher Antrag auf Kurzarbeitergeld gestellt werde.

Hier gibt es noch freie Stellen

Die Peiner Arbeitsagentur hat 808 gemeldete Arbeitsstellen im Bestand, im November waren es 880. Die meisten freien Stellen gibt es bei den wirtschaftlichen Dienstleistungen (206) und im Gesundheits- und Sozialwesen mit 196 Stellen. In den Berufen Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz werden 94 und im Baugewerbe 75 Mitarbeiter gesucht. 67 freie Arbeitsplätze meldete das verarbeitende Gewerbe. Bei freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen gibt es 43 Stellen. Verkehr und Lagerei-Gewerbe meldeten 18 Stellen. Im Zweig Erziehung und Unterricht sind es ebenfalls 18 Plätze. Das Gastgewerbe meldete 17 Stellen.

Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer (08 00) 4 55 55 20 beim Arbeitgeberservice.

Die Nachvermittlungsaktionen zum Ausbildungsjahr 2021 sind beendet und der Blick richtet sich nun verstärkt auf das Ausbildungsjahr 2022. „Unsere Berufsberaterinnen und Berater können derzeit unter den gegebenen Schutzmaßnahmen weiterhin die Schulen aufsuchen und dort den Schülerinnen und Schülern beratend zur Seite zu stehen“, sagte Beger. „Trotzdem setzen wir ergänzend dazu natürlich unsere Videoberatung, das Live-Format ,What’s Next?’ und die neuen Online-Dienste ein, um unser Berufsberatungsangebot auf breiter Front anbieten zu können.“ Zusätzlich können sich die Jugendlichen aber auch jederzeit selbst telefonisch bei der Berufsberatung melden. „Nehmen Sie unsere Angebote wahr, nutzen Sie Ihre Chance für einen guten Start in Ihr Berufsleben. Wir sind auch in Zeiten von Corona für Sie da“, appellierte Beger.

Von Jan Tiemann