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Stadt Peine „Patrick 1,5“: Komödie, die zum Nachdenken anregt
Stadt Peine „Patrick 1,5“: Komödie, die zum Nachdenken anregt
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00:21 22.02.2019
Eine Szene aus der Komödie „Patrick 1,5" in den Peiner Festsälen. Quelle: Celine Wolff
Peine

„Wo Kinder sind, da ist Familie“: Mit diesem Zitat von Horst Köhler leitete Thomas Renz vom Kulturring Peine die Komödie ein. Weiter erzählte er: „Es gibt viele wunderbare Regenbogenfamilien – auch hier in Peine.“ Und genau davon handelte das Theaterstück: Ein homosexuelles Ehepaar, gespielt von Thomas Rohmer (Göran) und dem bekannten „Sturm der Liebe“-Schauspieler Sasa Kekez (Sven), adoptiert einen Jungen.

Stefan Pescheck spielt 15-jährigen Patrick

Das Bühnenbild zeigte: Alles ist vorbereitet. Die bunten Tapeten hängen, die vielen Kuscheltiere warten auf ihren neuen Besitzer, der laut der Adoptionspapiere 1,5 Jahre alt sein soll. Dass dann da auf einmal der 15-jährige Patrick, gespielt von Stefan Pescheck, vorbestraft und verurteilt wegen Totschlags im neuen Kinderzimmer steht, war nicht geplant. Patrick macht dem Ehepaar die Hölle heiß: „Hier will ich ums verrecken nicht wohnen!“ So langsam klärt sich der Fehler auf. Aus 1,5 wurde 15 und niemand kann dem Ehepaar am Gründonnerstag helfen.

Doch bereits im zweiten Teil der Show nähern sich die neuen Familienmitglieder an. Auf einmal gibt es Verständnis für Patrick, der seine beleidigenden Worte für das homosexuelle Ehepaar zurück nimmt. Letztendlich finden sich die drei Männer als Familie zusammen. „Bessere Menschen habe ich nie getroffen. Wer sagt denn, dass es kein Märchen mit drei Prinzen gibt?“, resümierte Patrick die letzten Stunden gefüllt mit Humor, Liebe und vielen versteckten Botschaften. Denn schließlich sind doch alle nur Menschen.

Stimmen zum Stück

„Ich finde die Komödie toll. Gut ist, dass der Alltag lustig dargestellt wird. Es ist sehr wichtig, dass auf Beleidigungen mit Humor geantwortet wird“, sagten Timo Braukmann (18) und Michelle Mennigke (16) aus Peine. Vor allem den Schauspielern liegt das Stück am Herzen. Intendant Thomas Rohmer, der Göran spielt, betonte: „Es ist gerade heutzutage wichtig, Leute aufzurütteln und zu zeigen, dass es bei Homosexuellen nicht anders ist als bei anderen Paaren.“ Eine Komödie, die zum Nachdenken anregt. Und das haben die Schauspieler erreicht: Das Publikum applaudierte den Darstellern minutenlang. Die Botschaft ist angekommen.

Von Celine Wolff

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