PAZ-Redakteurin: „Die Armut wohnt direkt nebenan“
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PAZ-Redakteurin: „Die Armut wohnt direkt nebenan“

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18:10 26.03.2021
PAZ-Redakteurin Nina Schacht: „ Für bedürftige Menschen muss es in Krisenzeit einen monatlichen Zuschlag geben.“
PAZ-Redakteurin Nina Schacht: „ Für bedürftige Menschen muss es in Krisenzeit einen monatlichen Zuschlag geben.“ Quelle: Roland Hermstein
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Peine

Von einer „neuen Armut“ während Corona warnen die Tafeln in Deutschland. Gar von einem traurigen Rekord der Armutsquote spricht der Paritätische. Menschen sind in ihren Existenzen bedroht. Vielerorts sind in der Corona-Krise noch mehr Bedürftige auf die Unterstützung der Tafeln angewiesen – in Peine bis zu 900 Menschen pro Woche. Die Armut wohnt direkt nebenan.

Fatal war deshalb die Schließung der Peiner Tafeln in der ersten Pandemie-Welle. Aber: Die Hilfsbereitschaft war groß. Die Peiner Service-Clubs lieferten gemeinsam mit Kirchenverbänden die Lebensmittel direkt zu Betroffenen nach Hause. Was für eine großartige Unterstützung! Jetzt kurz vor Ostern starteten die Ehrenamtlichen wieder eine Aktion. Schokohasen, bunt gefärbte Eier, Obst und Hygieneartikel kommen zum Fest. Kurzfristig organisiert, im Team umgesetzt: Neun Peiner Service-Clubs überraschen mit ihrem Oster-Paket Peiner Familien.

Enorm, was die Ehrenamtlichen leisten. Doch allein an ihnen darf die Hilfe nicht hängen bleiben. Denn, die Not bleibt. Deshalb muss es für bedürftige Menschen in Krisenzeit mehr als Einmalzahlungen geben, sondern einen monatlichen Zuschlag – denn auch die Armen brauchen schnelle und unbürokratische Hilfe.

Von Nina Schacht