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Stadt Peine PAZ-Medienprojekt MADS: Weitere Schulen können sich noch anmelden
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PAZ-Medienprojekt MADS: Kostenlose Unterstützung für Lehrende

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17:49 01.10.2021
Insa Elias vom Gymnasium am Silberkamp (hier mit einer elften Klasse) wird das MADS-Medienprojekt für ihren Unterricht nutzen.
Insa Elias vom Gymnasium am Silberkamp (hier mit einer elften Klasse) wird das MADS-Medienprojekt für ihren Unterricht nutzen. Quelle: Kerstin Wosnitza
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Jugendliche sind nahezu immer online, und es prasselt eine Fülle an Informationen auf sie ein. Was davon stimmt? Und was ist unwahr? Was ist Fakt und was Meinung? Was ist Inhalt, was ist Werbung? Wie lässt sich das alles voneinander unterscheiden, welchen Quellen kann man vertrauen? Dies zu vermitteln, ist auch Aufgabe von Schule. Die PAZ lässt Lehrer damit nicht allein: Das Projekt MADS (Medien an der Schule) bietet kostenlos Unterstützung. „Davon machen wir in unserer Fachgruppe sehr gern Gebrauch“, sagt Insa Elias, die am Peiner Gymnasium am Silberkamp unter anderem Politik unterrichtet. Neun Klassen der Schule werden an dem Projekt teilnehmen.

„Fakenews verbreiten sich ebenso wie korrekte Nachrichten in Echtzeit. Die Schüler müssen in der Lage sein, das eine vom anderen zu unterscheiden, sich unabhängig zu informieren und dann ein eigenes Urteil zu bilden“, betont Elias. Ziel sei es, die Schüler dazu zu bringen, sich aktiv mit Nachrichten auseinanderzusetzen, die Problematik von Filterblasen ins Bewusstsein zu bringen und zu zeigen, wie sie aufgebrochen werden können.

Projekt passt hervorragend zu Lehrplänen

Hervorragend eingesetzt werden könne das Projekt zum Beispiel in den neunten Klassen, wo es intensiv um das politische System der Bundesrepublik geht. „Man spricht ja gern von den Medien als vermeintlich vierte Gewalt. Dazu muss es eine unabhängige Presse geben“, ist die Lehrerin überzeugt. Auf dem Lehrplan des zwölften Jahrgangs steht das Thema „Partizipation zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ – auch dafür lasse sich das MADS-Projekt hervorragend nutzen, zumal im Fach Politik reichlich Raum sei, tagesaktuelle Ereignisse in den Unterricht einzubinden.

Jugendliche informieren sich hauptsächlich digital

„Die Jugendlichen informieren sich hauptsächlich digital, sehr beliebte Quellen sind Instagram und Youtube. Die klassischen Print-Medien sind raus, und auch das Radio, wo die Nachrichten ja regelmäßig ins Programm eingebettet sind, spielt kaum noch eine Rolle“, hat die Lehrerin beobachtet. Umso wichtiger sei es, den jungen Menschen aufzuzeigen, welche Möglichkeiten und Risiken das Internet bei der politischen Urteilsbildung bietet.

Über das MADS-Medienprojekt

MADS will Lehrende dabei unterstützen, die Medienkompetenz der Schüler in den Jahrgängen sieben bis zwölf zu stärken. Dafür gibt es nicht nur täglich eine gedruckte PAZ, das E-Paper und die Inhalte der Webseite www.paz-online.de kostenlos zur Verfügung, sondern auch aktuelle Unterrichtsmaterialien wie Arbeitsbögen, Themenvorschläge und den wöchentlichen Newsletter mit vielen Tipps und Hinweisen zum Beispiel für den Einsatz digitaler Hilfsmittel im Unterricht.

Das Projekt startet am 1. November. Vom 8. bis 26. November haben Lehrende die Möglichkeit, in einer Intensivphase die PAZ im Klassensatz gedruckt oder digital zu beziehen. Außerhalb dieses Zeitfensters gibt es ein Klassenexemplar der gedruckten Zeitung und das Digitalabo für alle zur medialen Begleitung des Unterrichts. Das Projekt endet am 29. April 2022.

Lehrerinnen und Lehrer, die Interesse haben, können ab sofort unter mads.de/anmeldung Kontakt aufnehmen. Allzu lange sollten sie allerdings nicht warten: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Bei weiteren Fragen ist das MADS-Projekt-Büro per Mail an info@mads-projekt.de oder telefonisch montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr unter (08 00) 5 05 24 78 gebührenfrei zu erreichen.

Von Kerstin Wosnitza