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Stadt Peine „Orion“-Streichtrio: Überwältigendes musikalisches Verständnis
Stadt Peine „Orion“-Streichtrio: Überwältigendes musikalisches Verständnis
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00:21 02.03.2019
Das „Orion"-Streichtrio überzeugte musikalisch das Publikum im Peiner Forum. Quelle: Helmut Lange
Peine

Mit den drei Streichern Soyoung Yoon (Violine), Veit Hertenstein (Viola) und Benjamin Gregor-Smith (Violoncello) hatte der Kulturring ein vortreffliches Ensemble verpflichtet, das mit seiner Internationalität (Süd-korea, Deutschland und Großbritannien) äußerlich ein symbolisches Kennzeichen setzte und gleichzeitig unter-einander durch sein faszinierendes Spiel ein überwältigenden musikalisches Verständnis ausstrahlte.

Großen Applaus gab es nach dem Konzert. Quelle: Helmut Lange

Schon im Eingangsstück, dem „Miniatures op. 75a von Antonín Dvořák, demonstrierte das „Orion“-Streichtrio die gesamte Palette meisterhaften Instrumentalspiels: Cantlilenenartige, elegische Melodien kontrastierten mit innig gebrochenen Akkorden und verschmolzen doch in gemeinsam abphrasierten Kadenzen voller gegenseitigem Verständnis. Und expressive, zwischen den Instrumenten gleichwertige Passagen erreichten immer wieder extreme dynamische Ausmaße, gepaart mit einer vielseitigen Bogentechnik und scheinbar spielerischer Fingerfertigkeit.

Spannende Gegensätze

Das Streichtrio von Alfred Schnittke aus dem Jahre 1985 bot dann in Komposition und Interpretation kolossale, spannende Gegensätze. Dankbar und hilfreich nahm das Publikum vorab die durch spielende Praxis begleiteten Erläuterungen von Veit Hertenstein entgegen, um das düstere, emotional aufgeladene Werk, das Schnittke zum 100. Geburtstages seines viel zu früh verstorbenen Freundes Alban Berg geschrieben hatte, mit seinen spieltechnisch unglaublichen Kaskaden zu verstehen: Einfach bravourös!

Großartiges Können

Nach der Pause spielte das Ensemble auswendig. Neben dem eher folkloristisch anmutenden und frischen „Intermezzo“ von Zoltán Kodály boten das Streichtrio in B-Dur von Franz Schubert und das Streichtrio in c-Moll von Ludwig van Beethoven zwei Literaturbeispiele der Frühromantik, in denen die Streicher ihr großartiges Können und Rollenverständnis demonstrierten:

Leidenschaftlich intensive Tongebung

Durchsichtig und identisch virtuos perlten die in Engführung komponierten Themenköpfe durch die drei Stimmen, die oft im Wechsel zwischen kecktänzerischer Akzentuierung, im Glissando ins dynamische Nichts aufwärts-strebende Doppelgriffe und eine immer leidenschaftlich intensive Tongebung unglaublich belebende Tonbilder schufen. Ein Konzertabend als kammermusikalisches Kleinod, durch überaus warmem Abschlussapplaus natürlich nicht ohne Zugabe.

Von Helmut Lange

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