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Stadt Peine Wenn Enten und Käfer durch die Erinnerungen krabbeln
Stadt Peine Wenn Enten und Käfer durch die Erinnerungen krabbeln
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19:00 11.08.2019
Stolze Autobesitzer unter sich: In Stederdorf fand das Oldtimer-Treffen des Fördervereins Historischer Fahrzeuge statt. Quelle: Ulrich Jaschek
Stederdorf

Meist wecken sie besonders bei betuchten älteren Herren den Beschützerinstinkt: die reifen Jahrgänge der Automobil-Erfolgsmarken aus aller Welt. Wer ein oder gar mehrere Modelle sein Eigen nennt, dem fehlt zur automobilen Glückseligkeit nur noch, dieses mit Gleichgesinnten zu teilen und Bewunderer mit Begeisterung zu infizieren. Und so steuerten am Sonntag unzählige Oldtimer den Stederdorfer Dorfpark an, in den der Förderverein Historischer Fahrzeuge zum automobilen Schaulaufen geladen hatte.

Das Oldtimer-Treffen besuchte auch Hans Walter Schuster aus Dollbergen mit seinem 63 Jahre alten Opel Kapitän im Originalzustand. Die Pflege des Opel-Greises mit Sechs-Zylinder-Motor teilt sich Schuster, selbst gerade einmal zwölf Jahre älter als sein rollendes Schätzchen, mit seinem tatkräftigen Enkel.

Autoliebhaber kamen bei der Veranstaltung des Fördervereins Historischer Fahrzeuge voll auf ihre Kosten.

Die einst sozialen Unterschiede im Straßenverkehr waren im Dorfpark längst vergessen: Käfer-Eigner fachsimpelten mit Sportwagen-Besitzern – und Fahrer von Nobelkarossen waren angeregt im Gespräch mit Freunden motorisierter Winzlinge. Sehr entspannt wirkte Petra Gonschior, die ihre „Ente“, fachsprachlich Citroen 2CV, zärtlich „Hedi“ nennt und ihrem Motorrad vorzieht. „Ich habe meine Fahrerkarriere mit einer Ente begonnen“, erzählte sie und streichte dem grünen Vehikel zärtlich über den Scheinwerfer.

„Groß denken“ war wohl Martin Morgensterns Motto, als er mit seinem riesigen, sanft blubbernden Chevrolet LeBaron über den Ausstellungsplatz glitt. Von Besitzerstolz erfüllt war auch Horst Baumgart aus Schladen, der nicht nur seinen VW Käfer von 1957 in makellosem Lack präsentierte, sondern auch seine VW-Jubiläumsuhr der Marke „Junghans“. Die wurde einst nämlich jedem VW-Fahrer überreicht, der mit seinem Käfer nachweislich die 100 000-Kilometer-Grenze knacken konnte.

Der Bummel über diesen ganz besonderen Parkplatz wirkte besonders auf Männer mittleren Alters wie ein Spaziergang durch Kindheit und Jugend. Frank Rieger aus Peine blickte beispielsweise wehmütig auf einen VW 1500, der ihn an das Modell erinnerte, das er selbst einmal sein Eigen nannte. „Aber in Orange“, präzisierte er.

Damit stimmte er ein in das allgemeine „So einen hatte ich auch mal“-Seufzen reihum – vor VW Käfern, dem legendären Opel GT mit den unvergessenen „Schlafaugen“, wie man einst die versenkbaren Scheinwerfer nannte, der Borgward Isabella, diversen Opel-Senioren und distinguierten Mercedes-Modellen. Und viele, die vor den schmalen Lenkrädern Platz nahmen, atmeten tief den längst vergessenen, aber doch vertrauten Duft aus heißem Blech, warmem Stoff und Benzindunst ein. Vielleicht träumten sie dabei von Ausflugsfahrten über leere Autobahnen und immer freien Parkplätzen.

Von Ulrich Jaschek

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