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Stadt Peine Oktoberfest: Ein deutsches Fest erobert die Welt
Stadt Peine Oktoberfest: Ein deutsches Fest erobert die Welt
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13:40 12.09.2019
Das Münchener Oktoberfest wird weltweit gern kopiert. Quelle: Archiv
Peine/Gifhorn/Wolfsburg

Ist es das Bier? Sind es die Lederhosen? Die Musik? Das Münchener Oktoberfest ist weltberühmt. In den vergangenen Jahren hat sich die Wiesn-Gaudi rasant zu einem Mega-Trend entwickelt. Auch die Region um Peine, Gifhorn und Wolfsburg ist von dem Virus infiziert.

Experten schätzen, dass es auf dem Globus verteilt etwa 4000 Veranstaltungen ähnlich dem Oktoberfest gibt.

Eines davon ist das neue Oktoberfest, das die Peiner Allgemeine Zeitung vom 20. bis 22. September in der Ilseder Gebläsehalle veranstaltet. An drei Tagen werden mehr als 2500 Besucher erwartet. Livemusik mit den „Powerkrynern“, zünftiges Essen, Dirndl und Festbier – die Vorfreude ist groß. „Das wird ein Fest, wie es in der Region kein zweites gibt“, verspricht PAZ-Anzeigenleiter Carsten Winkler.

Wiesn-Virus

Doch warum greift das Wiesn-Virus weltweit so rasant um sich? „Mit dem Oktoberfest wird grundsätzlich etwas extrem Positives verbunden“, meint Organisator Mohan Janssen von der Ilseder Gebläsehalle. „Es steht weltweit für Stimmung und gute Laune. Vielleicht ist es so, dass insbesondere in Zeiten, in denen die Gesellschaft immer mehr auseinanderdriftet, die Menschen nach Dingen Ausschau halten, die einen verbinden.“

Vor allem auch im Ausland sind Oktoberfeste zu einem Hype geworden. Oftmals hatten Auswanderer dieses Kulturgut im Gepäck, in anderen Ländern wurde der Trend als attraktive Verdienstquelle erkannt – generiert das deutsche Original doch jährlich mehr als eine Milliarde Euro Umsatz. Und so entstehen Luxus-Oktoberfeste wie in Bahrain oder Mega-Veranstaltungen wie das Oktoberfest im amerikanischen Ohio, wo an zwei Tagen mehr als 500 000 Amerikaner bei Brezn und Bratwurst bajuwarisch feiern.

Tradition trifft auf Moderne

„Tradition trifft auf Moderne“, beschreibt Janssen das Erfolgsrezept der Oktoberfeste. „Sowohl regional als international gibt es in der Ausgestaltung der Feste natürlich Unterschiede. Diese Vielfalt innerhalb eines vermeintlich altbekannten Korridors macht das Ganze noch interessanter.“

Und selbst wenn Dirndl und Lederhosen längst nicht überall zur Pflichtgarderobe zählen, macht es dem Großteil der Festbesucher große Freude, sich einmal im Jahr in dieser Tracht kleiden zu können. Die Modebranche hat es längst erkannt: Namhafte Designer, Stars und Sternchen bringen jährlich neue Dirndl-Kollektionen auf den Markt. Moderiesen und selbst Discounter bieten Festmode zu kleinen Preisen. „Sich in Dirndl und Lederhosen zu zeigen, verbindet die Menschen nochmals besonders“, erklärt Janssen. „Und so wird ein Oktoberfest zu einem echten Erlebnis.“

Karten für das PAZ-Oktoberfest vom 20. bis 22. September in Ilsede gibt es in der Geschäftsstelle der PAZ, Werderstraße 49, in Peine, über die Internetseite www.pazoktoberfest.de sowie an der Abendkasse. Tickets für die Party am Freitag und Samstag, 20. und 21. September, kosten im Vorverkauf jeweils 19 Euro, für den Frühschoppen am Sonntag zahlen Gäste 9 Euro.

Das Oktoberfest Ihrer Zeitung

Auch die Peiner Allgemeine Zeitung Karten, die Schwesterzeitung der AZ/WAZ, veranstaltet in diesem Jahr ein Oktoberfest vom 20. bis 22. September in der Ilseder Gebläsehalle.

Karten dafür gibt es in der Geschäftsstelle der PAZ, Werderstraße 49, in Peine, über die Internetseite www.pazoktoberfest.de sowie an der Abendkasse.

Tickets für die Party am Freitag und Samstag, 20. und 21. September, kosten im Vorverkauf jeweils 19 Euro, für den Frühschoppen am Sonntag zahlen Gäste 9 Euro.

Es war einmal ein Prinz...

Wenn ein Prinz seine Prinzessin heiratet, wird es ein rauschendes Fest. So war es auch im Oktober 1810 als der spätere König Ludwig I. anlässlich seiner Hochzeit auf der Theresienwiese in München ein Pferderennen veranstalten ließ – das Oktoberfest war geboren.

König Ludwig I. von Bayern Quelle: wikipedia

Als größtes Volksfest der Welt ist das Münchner Oktoberfest international bekannt. Millionen von Menschen strömen jedes Jahr auf die Wiesn, um sich auf dem bunten Jahrmarkt zu vergnügen oder im Festzelt zünftig zu feiern. Eine Erfolgsgeschichte, die vor mehr als 200 Jahren begann – mit einer Hochzeit.

Es war einmal ein Prinz(regent), wir nennen ihn Ludwig von Bayern oder später König Ludwig I., der wollte seine Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen zur Frau nehmen. So hatte ein Mitglied der Bayerischen Nationalgarde mit Namen Andreas Michael Dall’Armi die Idee, diese Hochzeit zu einem ganz besonderen Erlebnis zu machen. Und so kam es, dass Dall’Armi ein großes Pferderennen organisierte, das auf einer Wiese stattfinden sollte – der später nach der Braut benannten Theresienwiese.

Der Bankier und Kavallerie-Major übermittelte seinen Vorschlag an König Max I. Joseph von Bayern, der äußerst angetan war. Am 12. Oktober des Jahres 1810 heiratete der Prinz seine Prinzessin und am 17. Oktober fanden die Feierlichkeiten mit ebendiesem Pferderennen statt.

Feier auf der Theresienwiese

Ein Festzelt gab es noch nicht, und auch Fahrgeschäfte gehörten nicht zur Feierlichkeit. Dennoch, diese Feier auf der Theresienwiese sollte als die Geburtsstunde des Oktoberfestes in die Geschichtsbücher eingehen. Denn bereits ein Jahr nach der Hochzeitsfeier waren sich alle einig: Das muss wiederholt werden.

Da der Prinz und die Prinzessin nun aber bereits verheiratet waren und auch sonst keine weitere adlige Hochzeit anstand, wurde der „Landwirtschaftliche Verein in Bayern“ zum neuen Veranstalter, ab 1819 erklärten die Stadtväter das Oktoberfest zur Chefsache.

Doch wer hat es erfunden? Der Major Andreas Michael Dall’Armi – und für die „Erfindung“ des Oktoberfests erhielt er 1824 auch die erste goldene Bürgermedaille der Stadt München. Im Stadtteil Neuhausen-Nymphenburg wurde später sogar eine Straße nach ihm benannt. Und auch wenn er schon gestorben ist (das Grab befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof), sein Erbe lebt noch heute.

Die besten Wiesn-Kopien

Das Oktoberfest erfreut sich auf der ganzen Welt großer Beliebtheit. Der Reiseanbieter weg.de und Uniplaces, der Online-Marktplatz für Studentenunterkünfte, haben die besten Wiesn-Kopien unter die Lupe genommen. Eine Auswahl:

England: An vier Wochenenden im Oktober wird London zu einem wahren Wiesn-Mekka.

Spanien: Hier wird in Barcelona, in Calella Katalonien und in Madrid nach bayerischer Tradition gefeiert.

Frankreich: Auch in Paris findet eine oktoberfestähnliche Veranstaltung statt.

Österreich: Dort wird das Weiner Wiesn-Fest gefeiert, bei dem auch die österreichischen Traditionen nicht zu kurz kommen.

Niederlande: Jedes Jahr verwandelt sich Amsterdam für wenige Tage in die Hauptstadt des Bieres.

Portugal: Dort meldet sich nach zehnjähriger Auszeit das größte Bierfestival Portugals statt – bayerisches Schunkeln inklusive.

Amerika: Im kalifornischen San Fransisco und in Cincinnati in Ohio finden deutsche Oktoberfeste der Superlative statt.

Kanada: In Waterloo orientiert man sich bei seinem Fest stark am Original.

Australien: In Jundah findet eine zünftige Outback-Wiesn statt – gemäß aller deutscher Traditionen.

Brasilien: Zwei Wochen lang herrscht in der Stadt Blumenau, die von deutschen Einwanderern gegründet wurde, beim Oktoberfest Ausnahmezustand.

China: In Quindao, eine frühere deutsche Kolonie, wird klassisch gefeiert wie in München.

Afrika: In dem in Namibia gelegenen Ort Windhoek strömen jedes Jahr tausende Gäste auf das afrikanische Oktoberfest.

Russland: Auch die Russen tauschen in Moskau für zwei Wochen den Wodka gegen Bier ein.

Schweiz: Auf dem Bauschänzli am Zürcher See findet die schweizerische Version des Oktoberfestes statt.

Irland: In Dublin gibt es beim Oktoberfest sogar einen Jodel-Wettbewerb.

Von Janine Kluge

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