Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Stadt Peine Ökolandbau boomt, aber nicht im Landkreis Peine
Stadt Peine Ökolandbau boomt, aber nicht im Landkreis Peine
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:41 11.07.2019
Im Kreis Peine liegt die ökologisch genutzte Fläche bei 0,7 Prozent, damit liegt Peine an viertletzter Stelle im landesweiten Vergleich. Quelle: Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen
Visselhövede/Peine

Landesweit wächst der ökologische Landbau in Niedersachsen. Dies hat das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen ermittelt. Allerdings beträgt der Anteil der für den ökologischen Landbau genutzte Fläche nur 0,7 Prozent – damit steht Peine auf dem viertletzten Platz. Nur in Salzgitter und der Stadt Oldenburg mit 0 Prozent sowie in Cloppenburg mit 0,6 Prozent liegen die Flächenanteile noch niedriger. Der Landesdurchschnitt in Niedersachsen liegt bei 4,2 Prozent, damit liegt das Land noch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 9,1 Prozent Ökofläche.

Förderung bestimmt Einkommen

Peines Kreislandwirt Wilfried Henties wundert sich nicht über diese Entwicklung. „Der Ökolandbau befindet sich im Aufschwung. Die Wirtschaftlichkeit hat sich in den vergangenen Jahren im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft deutlich verbessert.“ Dies hänge unter anderem mit der staatlichen Förderung zusammen, mit der diese Art der Landwirtschaft unterstützt werde und so das Einkommen der Ökobetriebe bestimme. Im konventionellen Bereich hingegen nehme das Fördergeld ab, die Vermarktung der Ernte sei zunehmend abhängig von den Bedingungen auf dem Weltmarkt.

Gute landwirtschaftliche Infrastruktur inPeine

Den geringen Öko-Flächenanteil im Landkreis Peine erklärt Henties mit dem „agrarischen Gunstgebiet“, also der überwiegend guten Bodenbeschaffenheit, der Wasserversorgung und einer für die Landwirtschaft guten Infrastruktur – das heißt ein gutes Zusammenspiel von Erzeugung beziehungsweise Absatz und Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte. Dies mache es für konventionell wirtschaftende Landwirte wenig attraktiv, den Anbau umzustellen.

Überwiegend Selbstvermarktung

Auch die Marktlage gibt der Kreislandwirt als Grund für die Situation in Peine an. Der Absatz für ökologische Produkte sei immer noch schwierig, oft würden sich Verbraucher aufgrund des hohen Preises doch für Lebensmittel mit Zutaten aus herkömmlichem Anbau entscheiden. Viele Öko-Erzeuger setzen auf Selbstvermarktung, diese sei jedoch in dieser Region wenig interessant und daher kaum wirtschaftlich. „Vielmehr eignet sich diese Vermarktung für die Speckgürtel großer Städte“, so Henties. Konventionell erzeugte Produkte würden auf dem Weltmarkt stärker nachgefragt, daher lohne es sich, diese Märkte zu bedienen.

Ökolandbau bedeutet viel Handarbeit

„Ökologischer Landbau ist auch nicht für jeden etwas“, erklärt er weiter. „ Chemische Mittel für den Pflanzenschutz in der herkömmlichen Landwirtschaft sind mittlerweile ,Meisterwerke der Innovation’ und können Kulturpflanzen von Unkraut unterscheiden. Dabei werden sowohl Produkte als auch Mittel strengstens überwacht. In der ökologischen Landbearbeitung ist trotz des Einsatzes einiger Maschinen noch sehr viel Handarbeit erforderlich.“ Die hierfür benötigten Arbeitskräfte seien teuer und nur schwer zu bekommen. Die Ernteerträge seien sehr schwankend, bis hin zum Totalausfall. Diese unternehmerische Entscheidung für die Umstellung auf Ökolandbau obliege dem Landwirt. Für die Zukunft sieht Henties die Möglichkeit als realistisch, „etwa 20 Prozent der Betriebe umzustellen“.

Von Antje Ehlers

Hat der Peiner Bürgermeister dem Polizeihundesportverein im Zuge der Goltzplatz-Debatte unhaltbare Versprechungen gemacht oder nicht? Über diese Frage ist ein Streit in der Peiner Politik ausgebrochen. Die PAZ hat mal direkt beim Verein nachgefragt, was denn nun Sache ist.

11.07.2019

Bei einem Verkehrsunfall ist ein 62-jähriger aus dem Kreis Peine verletzt worden. Er wollte mit seinem BMW von der A 7 kommend in Richtung Rhüden abbiegen und übersah einen vorfahrtsberechtigten Ford.

11.07.2019

Ein abwechslungsreiches Programm hat die Servicestelle Kultur für das zweite Halbjahr zusammengestellt. Zum Teil erfolgt das Angebot in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule.

11.07.2019