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Stadt Peine „Im Moorkamp“ stinkt es: Peiner ärgert sich über Hundekot
Stadt Peine „Im Moorkamp“ stinkt es: Peiner ärgert sich über Hundekot
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20:09 27.08.2019
Matthias Radtke ärgert sich über den Hundekot und verweist auf das Verbotsschild. Quelle: Antje Ehlers
Peine

Hundekot auf öffentlichen Straßen und Plätzen bedeutet vielerorts für großen Ärger. Dies gilt auch für Matthias Radtke. Er ist einer von vielen Grundstücksbesitzern im Peiner Stadtgebiet, der sich über die Hinterlassenschaften der Vierbeiner, beziehungsweise den ignoranten Umgang ihrer Besitzer damit ärgert.

Hinter seinem Grundstück hinter der Straße „Im Moorkamp“ verläuft ein Fahrradweg, zwischen diesem Weg und dem Grundstückszaun sind noch etwa 50 Zentimeter Platz. „Wir Grundstücksbesitzer an der Straße sind angehalten, diesen kleine Grünstreifen zu pflegen. Ein- bis zweimal jährlich erfolgt eine Kontrolle durch die Straßenmeisterei, kommen wir dieser Pflicht nicht nach, droht uns ein Ordnungsgeld“, sagt Radtke.

Grünstreifen als Hundeklo

Jedoch werde die Strecke parallel zur B 444 hinter der Schallschutzwand stadteinwärts sehr gern für Spaziergänge mit Hunden genutzt, berichtet der Peiner. „Leider nehmen die meisten Hundebesitzer in Kauf, dass ihre Tiere diesen Grünstreifen als Hundeklo benutzen, sie lassen die Hinterlassenschaften allerdings liegen. Für mich bedeutet das, dass eine Pflege des Grünstreifens kaum möglich ist.“

Hundekot, Matthias Radtke

Er habe bereits seine Hecke so zurückgeschnitten, dass der Grünstreifen frei liege, um überhaupt eine Pflege zu ermöglichen. Aber gerade dadurch, dass die Fläche frei sei, werde sie bevorzugt von den Hunden benutzt. „Es ist fast unmöglich, an das Unkraut heranzukommen, zumal eine Geruchsbelästigung gerade bei warmen Temperaturen vorherrscht“, führt Radtke weiter aus. Und die merke seine Familie auch, wenn er sich in seinem Garten aufhält und der Wind ungünstig steht.

Anwohner appelliert an Hundehalter

Radtke appelliert an die Hundehalter, sich dieser Umstände bewusst zu werden und den Hundekot in Tüten zu entsorgen und mitzunehmen. „Man sollte meinen, dass niemand freiwillig darin herum wühlt, auch die Besitzer von Hunden nicht.“ Um ein bisschen Aufmerksamkeit für das empfindliche Thema zu erwecken und die Tierhalter ein wenig zu sensibilisieren, hat er Schilder an seinem Zaun angebracht.

Behörden: Grünstreifen unterliegt der Straßenmeisterei

Der Peiner hat sich bereits mit der Straßenmeisterei in Groß Ilsede in Verbindung gesetzt, um eine Lösung zu finden – leider ohne Ergebnis, wie er betont. Dies erklärt Bernd Mühlnickel von der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. „Der Grünstreifen, der zum Radweg gehört, wird von der Straßenmeisterei unterhalten. Die Anlieger, deren Hecken und Büsche in den Radweg hineinragen, werden von der Straßenmeisterei lediglich zur Beseitigung des Überwuchses aufgefordert, damit die Verkehrssicherheit für die Radfahrer gewährleistet wird.“

Straßenbehörde kann Verschmutzung nicht ahnden

Grundsätzlich seien die Grundstückseigentümer für alles verantwortlich, was vom eigenen Grundstück auf andere überragt. Sollte die Verkehrssicherheit auf einem Radweg nicht mehr gegeben sein, werden die Anlieger von der Straßenmeisterei angeschrieben und zur Beseitigung des Überwuchses aufgefordert, erläutert Mühlnickel weiter. „Die Problematik mit dem Hundekot ist sehr ärgerlich, aber da sind uns die Hände gebunden. Da wir keine Ordnungsbehörde sind, können wir die Verschmutzung auch nicht ahnden. Hier wäre eventuell die Stadt Peine zuständig.“

Aufruf

Wie sieht es bei Ihnen aus? „Stinkt“ es Ihnen auch? Welche Ecken, Plätze und Straßen sind besonders betroffen? Wie reagieren Sie auf Hundehalter, die die Hinterlassenschaften ihrer Tiere nicht wegmachen? Zählen Sie eventuell selbst dazu? Wir sind gespannt auf Ihre Antworten unter der E-Mail redaktion@paz-online.de.

Die Stadt informiert: Das sind die Pflichten der Hundehalter

Hundehalter, beziehungsweise die Personen, die mit den Tieren unterwegs sind, sind zur Beseitigung des Hundekots verpflichtet, wenn im öffentlichen Raum eine Verunreinigung stattfindet. So ist es in der sogenannten Gefahrenabwehr-Verordnung der Stadt Peine festgelegt.

„Diese Reinigungspflicht geht der des Anliegers vor. Geschieht dieses nicht, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit und gegen den Tierhalter kann im Ordnungswidrigkeitsverfahren ein Bußgeld festgesetzt werden“, sagt Stephanie Axmann, Pressesprecherin der Stadt Peine. Voraussetzung hierfür sei, dass dem Tierhalter nachgewiesen werden könne, dass die Verunreinigung durch seinen Hund erfolgt sei. Dieser Nachweis ist laut Axmann dann gegeben, „wenn Mitarbeiter des Ordnungsamtes diese Ordnungswidrigkeit beobachten oder auch Privatpersonen einen solchen Vorgang bei der Stadt melden und bezeugen können“.

„Sofern Ordnungsaußendienst-Mitarbeiter der Stadt Peine eine solche Ordnungswidrigkeit beobachten, fordern sie in aller Regel den Hundehalter beziehungsweise -führer zur Beseitigung des Hundekots auf und belassen es, wenn dieser denn der Aufforderung folgt, bei einer kostenlosen Verwarnung. Wird der Kot nicht entfernt, erheben wir beim erstmaligen Verstoß ein Verwarnungsgeld von 35 Euro“, informiert die Sprecherin.

Von Antje Ehlers

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