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Stadt Peine Nina Köhler begleitet Transport nach Rumänien
Stadt Peine Nina Köhler begleitet Transport nach Rumänien
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20:00 26.12.2018
Vor dem Verteilen werden die Päckchen sortiert. Nina Köhler (Mitte) hilft.
Vor dem Verteilen werden die Päckchen sortiert. Nina Köhler (Mitte) hilft. Quelle: privat
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Peine

Noch immer ist Nina Köhler vom Peiner Tangent-Club tief beeindruckt von dem, was sie Anfang Dezember erlebt hat. Gemeinsam mit mehr als 250 Helfern hat sie einen Konvoi mit Weihnachtspäckchen unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“ begleitet. Organisiert wird die Aktion von den Service-Clubs Round Table Deutschland, Old Tablers, Ladies’ Circle und Tangent Club.

Deutschlandweit wurden in diesem Jahr mehr als 156 000 Päckchen für Rumänien, Bulgarien, Moldawien und die Ukraine gesammelt. „Im Landkreis Peine sind auch durch die Zusammenarbeit mit Schulen und Kindertagesstätten 570 Päckchen zusammengekommen“, erzählt Köhler. Mehrere Geschäftsleute haben zusätzlich 45 Fußbälle, Trikot-Sätze, Süßigkeiten, Zahnbürsten und Zahnpasta zur Verfügung gestellt. Daraus haben die Tangent-Ladies Fußballfan-Päckchen gepackt. Dass sie zufällig fünf dieser Päckchen selbst habe übergeben können, freue sie besonders, so Köhler.

Erstes Ziel lag kurz hinter rumänischer Grenze

Der Konvoi startete zentral in Hanau mit 33 Lastwagen, sieben Bussen und fünf Kleintransportern. Erstes Ziel war Arad kurz hinter der rumänischen Grenze, dort teilten sich die Teams auf und fuhren in Eigenregie weiter zu verschiedenen Zielorten.

Köhler selbst war in ihrem Team mit 14 weiteren Helfern unterwegs, zwei Lastwagen übernahmen den Transport der Geschenke. In der Gegend um Alba Iulia und Deva in Siebenbürgen besuchte die Gruppe verschiedene Schulen, Kindergärten sowie Kinderheime und verteilte 10 200 Päckchen an die Kinder, die sonst nicht viel oder gar nichts besitzen.

„Die Armut ist unvorstellbar“

„Es war sehr bewegend, in diese strahlenden Kinderaugen zu blicken“, ist Köhler auch nach ihrer Rückkehr noch sichtlich bewegt. Die Umstände, unter denen die Kinder aufwachsen, seien sehr bedrückend gewesen, teilweise schockierend. Besonders die Armut sei unvorstellbar, berichtet Köhler. „Daher ist es mir ein Herzensprojekt, die Aktion weiter zu unterstützen. Gerade, nachdem ich jetzt vor Ort war.“

Die Grundidee ist, dass Kinder gut erhaltenes Spielzeug oder Kuscheltiere spenden. Die Eltern ergänzen das dann zum Beispiel mit Zahnbürste, Zahnpasta, Schulbedarf, Mütze, Schal, Handschuhe, Seifenblasen und einer Süßigkeit. Dann ist das Leuchten in den Kinderaugen beim Auspacken perfekt. „Das ist es, wofür man das macht: strahlende Kinderaugen“, sagt Köhler, die gerne den 19. Weihnachtspäckchenkonvoi im kommenden Jahr begleiten möchte. Weitere Informationen gibt es unter www.weihnachtspäckchenkonvoi.de.

Von Antje Ehlers