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Stadt Peine PAZ exklusiv: So sieht es im neuen Kreishaus aus
Stadt Peine PAZ exklusiv: So sieht es im neuen Kreishaus aus
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20:03 20.08.2019
Christian Mews, Kreisrat für Bauen, (rechts) und Michael Schrader, Leiter des Immobilienwirtschaftsbetriebes des Landkreises Peine vor dem neuen Kreishaus II. Quelle: Jan Tiemann
Kreis Peine

Aufbruchstimmung beim Landkreis Peine: Die letzten Feinarbeiten am neuen Kreishaus II an der Werner-Nordmeyer-Straße im Stadtteil Horst laufen. Wenn am kommenden Freitagmittag die Kisten gepackt sind, startet der Umzug. Pünktlich zum Dienstbeginn am folgenden Montag sollen die neuen Arbeitsplätze dann so eingerichtet sein, dass die 175 Mitarbeiter sofort loslegen können. Untergebracht sind sie dann auf drei bis vier Etagen auf einer Gebäudefläche von 5217 Quadratmetern.

Baukosten werden nicht überschritten

Und auch was Bauplanung und Kosten angeht, ist eine Punktlandung gelungen. Man habe im Vorfeld alles durchdacht und sehr genau geplant und kalkuliert, sagt Michael Schrader, Leiter des Immobilienwirtschaftsbetriebes (IWB) des Landkreises Peine, bei einer Vorab-Besichtigung. „Die Baukosten von 13,5 Millionen Euro werden nicht überschritten.“

„In der Prognose wurde alles berücksichtigt, was gebraucht wird“, schildert Christian Mews, Kreisrat für Bauen. So gebe es eine Lösung aus einem Guss. „Wie bekommen exakt 1:1, was von der Politik gewünscht und beschlossen wurde.“

Gebäude signalisiert Dialog

Die Fassade des Gebäudes ist so strukturiert, dass sie im Tagesverlauf immer wieder anders aussieht. Der Eingangsbereich hat Hofcharakter. Dies alles stehe für einen Dialog, erklärt Mews. „Für die Mitarbeiter soll es eine angenehme Arbeits- und für die Bürger eine angenehme Aufenthaltsatmosphäre geben.“

Am Montag starten 175 Mitarbeiter im neuen Kreishaus II. Die PAZ saht sich die Räume vorab an.

Das Gebäude ist barrierefrei, klimaneutral und nachhaltig geplant: Durch Ökostrom, Photovoltaikanlage und Erdwärme gibt es keine Kohlendioxid-Emissionen. „Im Sommer wird die Erdwärme zur Erdkühle. Dann läuft zehn Grad kaltes Wasser durch die Fußbodenheizung, so dass die Temperatur im Gebäude nicht über 26 Grad steigt“, erläutert Schrader.

Hell und tageslichtdurchflutet

Im Inneren ist das Gebäude hell und tageslichtdurchflutet. Auch hier wird das Thema Offenheit und Dialog aufgenommen. Die Büros haben alle zwei Fenster – und neben den Türen sind verglaste Sichtfelder. Auf jeder Etage gibt es Besprechungsräume und offene Bereiche mit Küche und Sitzgelegenheiten. Dort können sich Mitarbeiter untereinander austauschen, aber auch Gespräche mit Besuchern geführt werden.

In dieses Konzept passen auch „individualisierte Gruppenräume, die wir konzipiert haben“, sagt Schrader. Sie ermöglichen die Arbeit im eigenen Büro und durch offene Durchgänge, den schnellen Austausch der Mitarbeiter untereinander.

„Für die Grünbereiche werden ausschließlich heimische Gräser, Sträucher und Bäume verwendet“, betont Mews. Neben dem Gebäude entstehen 40 Parkplätze. „Auf Wunsch von Landrat Franz Einhaus wird es dort eine E-Tankstelle mit zwei Ladestationen für Elektroautos geben“, sagt Mews. Diese könne aber bei Bedarf auf zehn Ladeplätze erweitert werden.

Fachdienste im Kreishaus II

Folgende Fachdienste sind in dem neuen Kreishaus II untergebracht:

Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung, Führerscheinstelle (Erdgeschoss).

Straßenverkehr und Verkehrsüberwachung, EDV, Zentrale Vergabestelle, Schule, Kultur und Sport, Rechnungsprüfungsamt (1. Obergeschoss).

Bau und Raumordnung, Umwelt, Ordnungswesen (2. Obergeschoss).

Immobilienwirtschaftsbetrieb, Klimaschutzagentur und die Dezernatsleitung Umwelt, Bauen, Verbraucherschutz (3. Obergeschoss).

Außerdem gibt es dort noch einen Fahrradkäfig mit 60 Stellplätzen. Auf einem Gelände gegenüber steht noch ein Bürocontainer, der abgebaut wird. Dort entstehen nochmals 86 Parkplätze, so dass das neue Kreishaus II am Ende über 126 Stellplätze verfügt. Mit einem Behelfsparkplatz werden zur Eröffnung 90 Parkplätze vorhanden sein.

Namhafter zweiter Standort

„Wir hoffen, dass der Standort von den Bürgern angenommen wird“, sagt Mews. „Er lässt weitere Entwicklungen zu und ist mit Straßenverkehrsamt und Feuerwehrtechnischer Zentrale in räumlicher Nähe sowie mehr als 200 Mitarbeitern schon jetzt ein namhafter zweiter Standort.“

Kreishaus II: Die Geschichte

Nachdem ein Brandanschlag auf die Ausländerbehörde im Februar 2011 Teile des Kreishauses am Burgberg unbenutzbar gemacht hatte, wurden zunächst Container für die Beschäftigten aufgestellt.

Nach zahlreichen kontroversen Diskussionen beschloss der Kreistag einen Neubau des Kreishauses II an der Werner-Nordmeyer-Straße.

Zwischenzeitlich war ein Anbau an das bestehende Kreishaus geplant, der Bauantrag wurde jedoch hinsichtlich der örtlichen Gegebenheiten abgelehnt. Später kam es erneut zu einer öffentlichen Diskussion mit der Frage, ob es nicht möglich sei, das Kreishaus im ehemaligen Hertie-Gebäude an der Lindenstraße unterzubringen, nachdem der Investor für das Lindenquartier abgesprungen war. Doch auch dies war nicht möglich.

Der Baubeginn für das Kreishaus II war am 15. Mai 2018 – und am 14. August 2018 wurde der Grundstein gelegt.

Von Jan Tiemann

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