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Stadt Peine Neuer Investor kauft Grundstück der PUT
Stadt Peine Neuer Investor kauft Grundstück der PUT
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17:58 30.07.2019
Das Grundstück der Peiner Umformtechnik an der Woltorfer Straße ist bereits an den neuen Investor verkauft. Quelle: Archiv
Peine

Die Übertragung der Peiner Umformtechnik (PUT) und des Schwesterunternehmens, der TVS Peiner Services, verzögert sich – darüber hat die PAZ bereits am Dienstag berichtet. Zwar sei alles vorbereitet, nur stünden noch formale Entscheidungen aus, hieß es seitens des Unternehmens. Mittlerweile wurde jedoch bekannt, dass der Verkauf des Grundstücks an der Woltorfer Straße an den neuen Investor der PUT – der ein wesentlicher Punkt in den Vertragsverhandlungen war - inzwischen abgeschlossen und beurkundet ist. Bei dem neuen Investor soll es sich um ein deutsches Unternehmen handeln.

Das Grundstück der TVS Peiner Services an der Woltorfer Straße ist nicht vom Verkauf betroffen, da es sich nicht im Besitz der PUT befindet. Das Mietverhältnis wird aber im Zuge des Firmenverkaufs übernommen.

Mietverhältnis mit neuem Investor strategisch nicht günstig

Tim Wullbrandt, Anwalt des bisherigen Besitzers Hanse IK aus Hamburg, bestätigte dies gegenüber der PAZ. Zu näheren Details wollte er sich jedoch nicht äußern. Der Rechtsanwalt erläuterte lediglich, dass es für die Hanse IK „strategisch nicht günstig sei“, am Grundstück festzuhalten und dem Investor ein Mietverhältnis anzubieten.

Zu dem Zeitpunkt, zu dem der Verkauf endgültig abgewickelt sein soll, konnte Wullbrandt ebenfalls keine Aussage treffen. Er gehe jedoch von einem zeitnahen Abschluss aus. Ursprünglich sollte der neue Investor den kriselnden Schraubenhersteller zum 1. August übernehmen.

Betriebsrat: „Mitarbeiter sind entspannt“

Der Vorsitzende des Betriebsrates der PUT, Uwe Simon, kann ebenfalls lediglich den Verkauf des Grundstücks an den neuen Investor bestätigen. Zur Verzögerung der Übernahme sagt Simon: „Wir hoffen darauf, dass sich nach Ende der Sommerferien eine baldige Lösung abzeichnet.“ Die Mitarbeiter seien aber trotz der noch ungewissen Situation relativ entspannt.

Im Februar 2018 war der niedersächsische Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU) zu Besuch in Peine und hatte sich einen Eindruck vom Unternehmen verschafft und stellte damals in Aussicht, den Prozess einer Neuausrichtung seitens des Ministeriums zu unterstützen. Auch hatte er in diesem Zusammenhang auf die Möglichkeit einer Landesbürgschaft für einen potenziellen Investor hingewiesen.

Unklare Aussage zu Landesbürgschaft

Auf die Nachfrage der PAZ, ob der neue Investor mit dem Wirtschaftsministerium wegen dieser Landesbürgschaft in Verbindung stehe und ob diese möglicherweise mit zu der Verzögerung der Übernahme beitrage, antwortete eine Sprecherin des Ministeriums: „Wir stehen weiterhin ständig mit den Verantwortlichen der Peiner Umformtechnik in Kontakt, sodass uns auch die Verschiebung bekannt ist.“ Fragen bezüglich einer möglichen Landesbürgschaft könnten in diesem Rahmen nicht beantwortet werden, so die Sprecherin, und verwies auf die Wahrung der Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der Verfahrensbeteiligten.

Neuer Investor ist seit Ende Juni bekannt

Ende Juni war bekannt geworden, dass sich ein Investor für das Traditionsunternehmen gefunden hat. Seit Dezember 2017 hatte sich die Krise des Schraubenherstellers zugespitzt, im März 2018 musste das Unternehmen aufgrund der schlechten Auftragslage Insolvenz anmelden. Seitdem gab es Verhandlungen mit mehreren Investoren – ein Abschluss konnte bislang jedoch nicht erzielt werden. Im Zuge einer Umstrukturierung hatten bereits 35 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verloren – nun musste weiteren 30 Mitarbeitern gekündigt werden.

Von Antje Ehlers

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