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Stadt Peine Nach Horror-Crash: Spielern des VfB geht es besser
Stadt Peine Nach Horror-Crash: Spielern des VfB geht es besser
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20:42 13.05.2019
Die C-Junioren des VfB Peine verunglückten mit ihrem Mannschaftsbus auf der Autobahn 7 bei Rhüden.  Quelle: Feuerwehr Rhüden
Peine

Auf der A7 bei Rhüden verunglückte am Samstag der Mannschaftsbus der C-Jugend-Landesliga-Fußballer des VfB Peine. Der mit sieben Jugendlichen im Alter von 14 bis 15 Jahren besetzte Nissan wurde vom 53-jährige Betreuer gefahren. Er sei ein erfahrener Autofahrer, selber Vater und war nicht zum ersten Mal mit dem Vereinsbus unterwegs, bestätigte der Peiner Kiriakos Alsanidis, DFB-Stützpunktkoordinator.

Derzeitiger Stand der Ermittlungen

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen ist der Kleinbus auf dem mittleren von drei Fahrstreifen gefahren und dann nach links von der Fahrbahn abgekommen. Dort ist er gegen die Mittelschutzwand geprallt und schleuderte von dort aus über alle drei Fahrbahnen. In der Folge kam der Kleinbus nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte mit dem dortigem Erdwall. Der Kleinbus überschlug sich dann über die A-Säule, hob mit dem Heck von der Fahrbahn ab und kam schließlich zum Stehen, heißt es in einer Meldung der Polizei. Andere Fahrzeuge seien nicht involviert gewesen.

Der Fahrer sowie ein Jugendlicher wurden im Fahrzeug eingeklemmt, während die anderen Insassen das Fahrzeug aus eigener Kraft beziehungsweise mithilfe von Ersthelfern verlassen konnten, schreibt die Feuerwehr Rhüden auf ihrer Webseite. Mit hydraulischem Rettungsgerät wurden die Eingeklemmten befreit.

Zwei Spieler konnten Krankenhaus verlassen

Inzwischen konnten zwei Spieler mit leichten Verletzungen aus dem Krankenhaus entlassen werden. Der Fahrer und die übrigen fünf Insassen sind schwer verletzt und befinden sich weiter in stationärer Behandlung. Einer von ihnen erlitt einen Milzriss und wurde bereits von der Unfallstelle mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Sein Zustand gilt aber als stabil. Aslanidis bestätigte, dass sich ein Jugendlicher noch auf der Intensivstation befindet. Ob es sich dabei um den Verletzten mit Milzriss handelt und ob dieser auch die Person sei, die aus dem Fahrzeug geschleudert wurde, konnte weder bestätigt noch dementiert werden.

Wie es genau zu dem schweren Unfall kommen konnte, ist weiterhin unklar. Die Ermittlungen dauern an, teilte die Polizei mit. Laut Aslanidis haben alle Fahrzeuginsassen einen „Filmriss“. Keiner könne sich an das Unfallgeschehen richtig erinnern. „Die erste Erinnerung des Fahrers besteht darin, dass ein Feuerwehrmann ihn beruhigte.“

Die restlichen Jugendlichen der Mannschaft waren, verteilt auf Privatfahrzeuge, ebenfalls auf der A7 unterwegs, hätten allerdings den Unfallhergang nicht gesehen. Der Schock ist für alle groß, bestätigte Aslanidis. „Die übrigen Mannschaftskollegen und Vereinsmitglieder haben sich noch am Sonntag auf die Krankenhäuser verteilt, um bei ihren Kameraden zu sein. Die große Unbekannte wird sein, wie die Spieler zukünftig psychisch damit umgehen“, gab Aslanidis zu bedenken.

Traumatherapeut Naiel Arafat zum Thema „Verarbeitung“

Seit 1999 ist der Peiner Psychiater Naiel Arafat Traumatherapeut und weiß, wie die psychologische Betreuung nach so einem Unfall aussehen sollte. „Nach so einem Erlebnis gibt man den Betroffenen vier bis sechs Wochen Zeit. Jeder geht anders damit um, entscheidend ist auf die Symptome zu achten“, sagt Arafat. Das seien zum Beispiel Schlafstörungen oder Angstzustände sowie Bilder, die immer wieder auftauchen. „Auch wenn Betroffene Filme schauen, in denen ein Unfall passiert, oder einfach nur die Zeitung lesen und auf solche Nachrichten mit Schweißausbrüchen oder Herzrasen reagieren, sollte psychologische Hilfe in Anspruch genommen werden“, rät der Traumatherapeut.

„Man kann solch ein Trauma wunderbar mit der EMDR-Methode behandeln. EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing, was auf Deutsch Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung bedeutet. Mit der EMDR-Methode können Traumafolgestörungen bei Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen wunderbar behandelt werden“, klärt Arafat auf.

Von Kathrin Bolte

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