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Stadt Peine Miller & Monroe in Peiner Innenstadt schließt
Stadt Peine Miller & Monroe in Peiner Innenstadt schließt
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00:18 21.04.2019
Filiale von Miller & Monroe - ehemals Charles Vögele - in Peine. Quelle: Kathrin Bolte
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Peine

Die Filiale von Miller & Monroe in der Peiner Innenstadt schließt. Im März wurde die Insolvenz des Unternehmens bekannt. Nun stellte der vorläufige Insolvenzverwalter Jochen Sedlitz der Kanzlei Menold Bezler aus Stuttgart fest, dass „eine langfristige Fortführung der Läden unter der Marke Miller & Monroe nach den Prüfungen nicht in Betracht“ käme – so heißt es in einer Pressemitteilung.

Es wurde „viel Porzellan zerschlagen“

Die Vidrea Deutschland GmbH betreibt die Läden von Miller & Monroe in Deutschland. Sie gehört zur niederländischen Gruppe Victory & Dreams mit Sitz in Breukelen bei Amsterdam. Angesichts hoher Mietrückstände seien viele Vermieter nicht bereit, an einer Lösung mitzuwirken.

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„Hier wurde seit der Übernahme der Charles-Vögele-Filialen sehr viel Porzellan zerschlagen“, heißt es in der Mitteilung. Zudem hätten die Filialen in jüngster Vergangenheit sehr hohe Verluste gemacht. „Dies lässt eine langfristige Fortführung ohne grundlegende Sanierung oder ein neues Konzept nicht zu“, so der vorläufige Insolvenzverwalter.

Ausverkauf hat begonnen

Vorhandene Ware soll bis zum 31. Mai abverkauft werden, heißt es. Parallel würden Verhandlungen mit einer Unternehmensgruppe, die die Filialen unter eigenem Store-Konzept ab dem 1. Juni übernehmen möchte, kurz vor dem Abschluss stehen. Mitarbeiter sollen ein Angebot zum Wechsel in ein neues Arbeitsverhältnis erhalten.

Um dies zu realisieren, sei eine Einigung mit den Vermietern notwendig. Ob und in welchem Umfang dies gelingen wird, ist noch offen. Fest stehe, dass für manche Filialen bereits Nachmieter gefunden wurden. „Mit der angestrebten Lösung können wir sowohl den Vermietern als auch den Mitarbeitern in den Filialen ein Paket anbieten, das den Eintritt eines potenten neuen Mieters unter Erhalt der Arbeitsplätze nahtlos ermöglicht“, erläutert Sedlitz, der das Paket angesichts der zum 1. März vorgefundenen Situation für ein hervorragendes Ergebnis hält. „Auch wenn es bedauerlich ist, dass es keine Lösung unter der Marke Miller & Monroe gibt. Wir werden daran arbeiten, mit so vielen Vermietern und Arbeitnehmern wie möglich das angestrebte Paket zum 1. Juni umzusetzen.“

Angaben darüber, ob durch besagte Unternehmensgruppe und einem neuen Store-Konzept ein Leerstand vermieden werden kann, wollte der Insolvenzverwalter auf Nachfrage nicht machen

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Von Kathrin Bolte