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Stadt Peine Unwetter und Großfeuer: Kreisfeuerwehrbereitschaft übt in Helmstedt
Stadt Peine Unwetter und Großfeuer: Kreisfeuerwehrbereitschaft übt in Helmstedt
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17:02 03.09.2019
Große Einsatzübung der Kreisfeuerwehrbereitschaft Landkreis Peine-West in Helmstedt. Quelle: Feuerwehr
Kreis Peine/Helmstedt

Großübung für die Kreisfeuerwehrbereitschaft Landkreis Peine-West in Helmstedt: Die angenommene Lage ist ein Unwetter gewesen, das alle Feuerwehrkräfte im Landkreis Helmstedt forderte. „Nachdem es zusätzlich noch in einem Studentenwohnheim zu Explosionen und Feuerschein gekommen war, wurde die Kreisbereitschaft Peine-West nach Helmstedt angefordert“, schildert Jens Böker, Zugführer des Fachzugs Personalreserve, die Situation.

Menschenrettung und Brandbekämpfung

Nach der Lage-Erkundung wurde der Fachzug Personalreserve aus der Gemeinde Hohenhameln zur Menschenrettung und Brandbekämpfung eingesetzt. Mehrere Trupps unter Atemschutz seien in das verqualmte Gebäude eingedrungen und hätten es nach vermissten Personen abgesucht.

Die eingesetzten Trupps aus dem Kreis Peine mussten anspruchsvolle Aufgaben meistern.

Die Situation habe für die Feuerwehren auf den ersten Blick nach einer Standard-Einsatzlage ausgesehen: Feuer in einem Gebäude. „Als jedoch die Einsatzkräfte ins Gebäude vordrangen, wurde das Szenario komplexer“, erklärt Böker. Bei dem Übungsgebäude handelte es sich – nach Übungsplan – um ein Studentenwohnheim. „Dort war es im Kellerbereich zu einem Feuer gekommen. Dichter Rauch erschwerte die Sicht, so dass die vorgehenden Einsatzkräfte nur unter Atemschutz in das Gebäude vordringen konnten. Das Szenario wurde durch viele Explosionen von Spraydosen noch dramatischer sowie durch den verwinkelten Keller mit vielen Räumen, in dem die 15 vermissten Personen verteilt lagen“, erklärt Böker.

Parallel konzentrierten sich die Kräfte auf die Brandbekämpfung im Außengelände und verhinderten ein Übergreifen des Feuers auf ein Waldstück. Auch ein Nachbargebäude wurde vorsorglich geräumt.

Mehrere Kilometer Schlauchleitung

„Keine leichte Aufgabe war es für den Fachzug Wasserförderung die Löschwasserversorgung herzustellen. In der Nähe der Einsatzstelle gab es keine ausreichenden Wasserentnahmestellen, so dass über mehrere Kilometer Schlauchleitung das Löschwasser von einer Wasserentnahmestelle bis zum Einsatzort gefördert werden musste“, berichtet Böker. Zeitgleich versorgte der Fachzug Wassertransport mit den Tanklöschfahrzeugen den Fachzug Personalreserve mit Wasser für die Brandbekämpfung.

Die eingesetzten Trupps standen vor der Aufgabe, unter Atemschutz eine vermisste Übungspuppe zu finden. „Dabei mussten die Räume sehr strukturiert durchsucht werden.“ Ebenso wichtig sei der ständige Funkkontakt zum verantwortlichen Abschnittsleiter und der Atemschutzüberwachung gewesen.

Atemschutznotfall eingespielt

Auch ein Atemschutznotfall wurde eingespielt und verlangte von allen körperliche Höchstleistung. Zur Brandbekämpfung haben die Peiner drei B-Rohre über Werfer im Außenangriff, drei C-Rohre im Innenangriff, und 26 Pressluftatmer eingesetzt.

Geleitet wurde der Übungseinsatz vom Bereitschaftsführer Bernd Exner. Bei einer ersten Übungsnachbesprechung unter den Zugführern zeigte er sich zufrieden: „Alle haben ihr Ziel erreicht. Klar sind auch Fehler gemacht worden, aber um diese aufzudecken, machen wir ja diese Übungen.“ Im Einsatz waren rund 160 Feuerwehrmänner und -frauen, Übungsbeobachter, Leitungsgehilfen sowie Darsteller.

Von Jan Tiemann

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