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Stadt Peine Masernausbruch: Peiner Gesundheitsamt arbeitet mit Hochdruck
Stadt Peine Masernausbruch: Peiner Gesundheitsamt arbeitet mit Hochdruck
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11:27 04.12.2019
Eine Maserninfektion ist keine harmlose Kinderkrankheit: Man sollte sich dagegen impfen lassen. Quelle: dpa
Kreis Peine

Im Kreis Peine ist es bislang bei einem Fall von Masern geblieben. Dies hat Kreis-Sprecher Fabian Laaß am Mittwochvormittag auf PAZ-Anfrage bestätigt. Wie berichtet ist ein Säugling erkrankt. Ein Erwachsener (Patient 0) aus dem Landkreis Hildesheim hatte sich während einer Thailandreise infiziert und nach seiner Rückkehr eine Personen aus seinem privaten Umfeld angesteckt sowie den Säugling, der zufällig mit ihm an einem öffentlichen Ort gewesen sei, berichtete Sabine Levonen, Kreis-Sprecherin aus Hildesheim.

Unwissentlich angesteckt

Auch eine weitere Person, die ebenfalls nur einen flüchtigen Kontakt mit dem Erwachsenen hatte, ist mittlerweile an Masern erkrankt. Diese Person hatte am vergangenen Freitag eine Adventsfeier in der Oberschule Söhlde besucht und möglicherweise weitere Personen infiziert. „Es ist davon auszugehen, dass Patient 0 die anderen Personen unwissentlich angesteckt hat, weil er zu diesem Zeitpunkt selbst noch nicht wusste, dass er an Masern erkrankt und hoch infektiös ist. Gleiches gilt auch für die Person, die den Adventsbasar in Söhlde besucht hat“, betonte Levonen.

Unterdessen arbeitet das Gesundheitsamtin Peine mit Hochdruck, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. „Fast alle Schüler aus dem Kreis Peine, die an der Adventsfeier an der Oberschule in Sölde teilgenommen haben, sind bereits ausfindig gemacht worden“, sagte der Peiner Kreis-Sprecher Laaß. „Diese und weitere Kontaktpersonen werden ins Gesundheitsamt gebeten, untersucht und gegebenenfalls nachgeimpft.“ Wer Fragen hat oder sich unsicher fühlt, kann sich unter der Telefonnummer (0 51 71) 4 01 70 01 an das Gesundheitsamt in Peine wenden.

Höchste Infektiosität

Masern zählen zu den Erkrankungen mit der höchsten Infektiosität. Das Masernvirus wird sehr leicht und noch bevor erste Krankheitszeichen aufgetreten sind als Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Husten oder Niesen von Mensch zu Mensch übertragen. Bereits kurze und flüchtige Kontakte mit Erkrankten während der Infektionsphase können zu einer Erkrankung von empfänglichen Personen führen.

Eine Maserninfektion ist keine harmlose Kinderkrankheit. Sie verursacht hohes Fieber, Husten, Entzündung der Augenbindehaut und einen typischen Hautausschlag. Die Erkrankung dauert mindestens zwei Wochen. Als Komplikationen werden Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, Durchfälle sowie eine Entzündung des Gehirns (Enzephalitis), die in ein bis zwei von 1000 Fällen auftritt, beobachtet. Eine schwere Masernerkrankung kann auch zum Tod führen.

Impfung empfohlen

Nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut sollten alle Menschen, die nach 1970 geboren sind, dafür Sorge tragen, dass sie zumindest einmal im Erwachsenenalter gegen Masern geimpft sind, es sei denn, im Impfausweis sind zwei Impfungen gegen Masern dokumentiert.

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Von Jan Tiemann

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