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Stadt Peine Masern erneut ausgebrochen: Säugling im Kreis Peine betroffen
Stadt Peine Masern erneut ausgebrochen: Säugling im Kreis Peine betroffen
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19:16 03.12.2019
Teile eines Masernvirus unter dem Elektronenmikroskop. Quelle: Cynthia Goldsmith/dpa
Kreis Peine

Vier Menschen sind in den Landkreisen Peine und Hildesheim an Masern erkrankt. Dies hat das Landesgesundheitsamts am Dienstag mitgeteilt. Im Kreis Peine sei eine Masernerkrankung bestätigt worden, die mit den Masernfällen im Landkreis Hildesheim in Verbindung stehe, berichtet die Behörde. Nach Angaben der Kreisverwaltung aus Hildesheim soll es sich im Peiner Fall um einen Säugling handeln.

Auf Auslandsreise angesteckt

Die erste Erkrankung ist im Landkreis Hildesheim aufgetreten, wobei offenbar kein Bezug zu den Fällen des Masernausbruchs im Frühjahr 2019 besteht, die Ansteckung erfolgte während einer Auslandsreise. „Ein Erwachsener hatte sich während einer Thailandreise infiziert und nach seiner Rückkehr drei Personen aus seinem privaten Umfeld angesteckt“, heißt es aus Hildesheim.

Eine erkrankte Person aus dem Landkreis Hildesheim hat am 29. November eine Adventsveranstaltung der Oberschule Sölde von 12.30 bis 15. Uhr und 17 bis 19.30 Uhr besucht. Personen ohne ausreichenden Schutz, die sich im genannten Zeitraum in der Schule aufgehalten haben, könnten sich angesteckt haben. Das Gesundheitsamt Peine wird die in Frage kommenden Schüler und deren Familien aus dem Landkreis Peine kontaktieren, teilte der Landkreis Peine mit.

Die Gesundheitsämter ergreifen Maßnahmen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Dazu gehört unter anderem die Ermittlung und Information von möglichen Kontaktpersonen. „Darüber hinaus kann das Gesundheitsamt als Schutz ansteckungsverdächtige Personen zum Beispiel verpflichten, bestimmte Orte nicht zu betreten.“ Insgesamt sind seit Jahresbeginn in Niedersachsen 89 Masernfälle registriert worden, so viele wie seit 15 Jahren nicht mehr. 43 dieser Fälle gehören zu dem größeren Masernausbruch im Landkreis Hildesheim im Frühjahr dieses Jahres. Im April gab es dort gar einen Todesfall, eine Frau starb an Masern.

89 Masernfälle in Niedersachsen

Insgesamt sind seit Jahresbeginn in Niedersachsen 89 Masernfälle registriert worden, so viele wie seit 15 Jahren nicht mehr. 43 dieser Fälle gehören zu dem größeren Masernausbruch im Landkreis Hildesheim im Frühjahr dieses Jahres. Im April gab es dort gar einen Todesfall, eine Frau starb an Masern.

Impfschutz wichtig

Dies unterstreiche die Bedeutung des Impfschutzes, heißt es weiter. Nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut sollten alle Menschen, die nach 1970 geboren sind, dafür Sorge tragen, dass sie zumindest einmal im Erwachsenenalter gegen Masern geimpft sind, es sei denn, im Impfausweis sind zwei Impfungen gegen Masern dokumentiert. Bei vor 1970 geborenen Personen ist eine Impfung in der Regel nicht erforderlich.

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Von Jan Tiemann

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