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Stadt Peine Martin Härke verlässt die Brauerei Härke
Stadt Peine Martin Härke verlässt die Brauerei Härke
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19:25 02.12.2019
Nils Ole Schiemann (links) und Carsten Schild. Quelle: Braumanufaktur Härke
Peine

Überraschende Nachricht: Der langjährige Braumeister Martin Härke verlässt die Härke-Brauerei. Damit geht das letzte Familienmitglied der Traditionsbrauerei „Am Werderpark“. Nils Ole Schiemann übernimmt zum 19. Dezember die Verantwortung für den Braubetrieb der Brauerei Härke. Er hat bei der Einbecker Brauhaus AG eine Lehre zum Brauer und Mälzer absolviert und an der Hochschule Geisenheim (Hessen) das Fach Getränketechnologie studiert.

In den darauffolgenden Jahren hat Schiemann im Einbecker Brauhaus in mehreren Sonderprojekten Erfahrungen gesammelt auf den Gebieten Bierherstellung und Qualitätsmanagement. Schiemann stammt aus Bad Gandersheim (Kreis Northeim), ist 31 Jahre alt und ledig.

Martin Härke geht auf eigenen Wunsch

Sein Vorgänger Martin Härke verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch aus persönlichen Gründen. „Wir danken Martin Härke für seine sehr kompetente und verlässliche Tätigkeit in fast sieben Jahren als Braumeister der Braumanufaktur Härke und wünschen ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute“, sagt Geschäftsführer Martin Deutsch.

Martin Härke verlässt auf eigenen Wunsch das Unternehmen. Quelle: Michael Lieb (mic)

„Ich bin völlig überrascht“, erklärt Egon Hakelberg, der viele Jahre als Bezirksverkaufsleiter bei Härke tätig war. „Sein Handwerk versteht Martin Härke und er war immer ein Top-Mann, der sehr korrekt gearbeitet hat“, lobt Hakelberg.

Carsten Schuld erhält Gesamprokura

Zudem hat die Härke-Geschäftsleitung Carsten Schild Gesamtprokura erteilt. Der 46-jährige Gebietsverkaufsleiter und Diplom-Biersommelier vertritt die Brauerei Härke gemeinsam mit einem der beiden Geschäftsführer Martin Deutsch (in Personalunion Vorstand des Einbecker Brauhauses als Muttergesellschaft) und Christoph Benseler. „Am Braustandort Peine steht dank laufender Investitionen eine hochmoderne Brauerei. Die damit verbundenen Möglichkeiten werden wir ,akkerat’ nutzen und für die Biergenießer im Peiner Land zukünftig noch besser erlebbar machen, beispielsweise durch interessante Bierverkostungen“, so Schild und Schiemann in einem gemeinsamen Statement.

Die Krise der Brauerei Härke

Bekannt wurden finanzielle Schwierigkeiten der Traditionsbrauerei Härke 2010, als das Unternehmen sein 120-jähriges Bestehen feierte. Damals mussten 13 von insgesamt 50 Mitarbeitern gehen.

Mitte Dezember 2010: Härke verkauft die Immobilie mit dem Owl Town Pub am Peiner Hagenmarkt.

Mai 2011: Mit neuen Strategien und exklusiven Biersorten sollte die angeschlagene Brauerei wieder auf Kurs gebracht werden, verkündeten damals die beiden Geschäftsführer Matthias und Martin Härke. Dann wurde der Verkauf des Gebäudes, in dem der Härke-Ausschank untergebracht ist, verkündet.

Oktober 2011: Die Härke-Brauerei verlagerte die Abfüllung ihres Bieres zur Einbecker Brauhaus AG.

Februar 2012: Die Privatbrauerei Härke geht eine Partnerschaft mit dem Limonadenhersteller Sinalco ein.

Juni 2012: „Dein Bier“ aus der Härke-Brauerei wurde neben Rausch-Schokolade zum kulinarischen Botschafter Niedersachsens.

November 2012: Der Antrag auf Insolvenz wird gestellt.

Januar 2013: Die Übernahme der Härke-Brauerei durch die Einbecker Brauhaus AG ist perfekt. Zur Standortsicherung würde ein hoher sechsstelliger Betrag in den Braubetrieb investiert, Vertrieb und Vermarktung gestärkt. Von den 30 Arbeitsplätzen bei Härke, inklusive Geschäftsführung, sollen 16 erhalten bleiben. Betriebsleiter und Braumeister vor Ort bleibe Martin Härke, versicherte Geschäftsführer Ulrich Meiser.

Dezember 2015: Härke verkauft die alte Flaschenabfüllung an einen deutschen Maschinen-Hersteller.

Februar 2016: Die Brauerei Härke trennt sich von Matthias Härke. Wie der damalige Geschäftsführer Werner Arzeus bestätigte, sei dem früheren Mitinhaber des Unternehmens betriebsbedingt gekündigt worden. Zu den Hintergründen wollten sich beide Seiten nicht äußern. Auch der Vertrag mit Ehefrau Sabine Härke wurde beendet.

Dezember 2019: Braumeister Martin Härke verlässt die Braumanufaktur Härke auf eigenen Wunsch.

Von Kathrin Bolte

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