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Stadt Peine Peiner Lindenquartier: Springt Edeka doch noch ab?
Stadt Peine Peiner Lindenquartier: Springt Edeka doch noch ab?
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00:20 20.12.2018
Die heruntergekommene Hertie-Brache im verwaisten City-Center: Auf diesem Areal soll das Lindenquartier mit dem neuen Edeka-Markt entstehen. Quelle: Tobias Mull
Peine

Gastronomie, Geschäfte, Arztpraxen und Wohnungen – all das ist auf dem 21. 000 Quadratmeter großen Gelände in der Peiner Innenstadt geplant. Die größte Fläche solle dabei ein moderner Edeka-Markt belegen, das Unternehmen wolle den jetzigen Standort am Friedrich-Ebert-Platz aufgeben und ins Lindenquartier wechseln.

Seit Jahresbeginn verhandeln der Investor THI aus Hannover und die Stadt über das 40-Millionen-Euro-Projekt – unter höchster Geheimhaltungsstufe. Doch um so weniger Informationen nach außen dringen, je heißer brodelt die Gerüchteküche. Zuletzt wurde an verschiedenen Stellen gemutmaßt, dass Edeka als Hauptmieter einen Rückzieher machen könnte, weil die geplante Bebauung rund um den Friedrich-Ebert-Platz (Stichwort: Mälzerei-Areale) den jetzigen Standort attraktiver machen würde.

Der Edeka-Markt am Friedrich-Ebert-Platz. Dieser Standort soll zugunsten des Lindenquartiers aufgegeben werden. Quelle: Tobias Mull

Diese bestätigte auch Edeka-Sprecherin Miriam Pöttker auf PAZ-Anfrage zu den neusten Entwicklungen am Standort Peine: „Edeka Minden-Hannover wird den heutigen Standort vorerst weiter betreiben. Die vorgesehenen Wohnansiedlungen im Bereich des Friedrich-Ebert-Platzes werden jedoch nicht die wesentlichen, funktionellen Defizite des E-Centers kompensieren können. Edeka ist weiterhin daran interessiert, auch langfristig im Gebiet der Peiner Innenstadt mit einem attraktiven und modernen Verbrauchermarkt vertreten zu sein.“

Blick auf die Hertie-Brache. Quelle: Tobias Mull

Chronologie: Karstadt, Hertie-Brache und Lindenquartier

Auf dem 21 000 Quadratmeter großen Gelände des Lindenquartiers in der Peiner Innenstadt soll in den kommenden Jahren ein völlig neues Stadtviertel entstehen. Die dort noch stehende Hertie-Brache und das City-Center werden zuvor komplett abgerissen. Die neue Bebauung sieht nach dem letzten Stand zwei große, viergeschossige Hauptgebäude entlang der Lindenstraße vor.

Im Lindenquartier geplant ist eine gemischte Nutzung mit Arztpraxen, Gastronomie, Geschäften und Wohnungen. Ankermieter soll Edeka mit einem modernen Markt werden. Auf einem Parkplatz, einem Parkdeck und einer Tiefgarage soll es insgesamt 440 Stellplätze geben.

Die Verhandlungen über die Zukunft des Lindenquartiers zieht sich bereits über mehrere Jahre. Ausgangspunkt war die Schließung des großes Hertie-Kaufhauses, das von der Fertigstellung 1974 bis 2007 noch unter der Marke „Karstadt“ firmierte.

Mit dem Rückzug von Hertie schlossen auch zahlreiche Läden des City-Centers, das ebenfalls 1974 rund um das große Kaufhaus eröffnet worden war. Die Gegend entwickelte sich zu einem regelrechten Schandfleck, unübersichtliche Eigentumsverhältnisse erschwerten ein städtisches Gegensteuern.

Schließlich gelang es im April 2012 der Stadt Peine, die Brache für 1,2 Millionen Euro zu kaufen, im April 2013 wurde der Start eines Investoren-Wettbewerbs angekündigt. Eineinhalb Jahre später, im Oktober 2014, gab die Verwaltung bekannt, dass es zwei favorisierte Bieter geben würde: Die THI-Holding aus Hannover wollte damals eine geschlossene Mall bauen, OFB aus Frankfurt am Main plante ein offenes Stadtquartier.

Zwei Monate später fiel die Entscheidung schließlich auf OFB. Im Dezember 2017 dann der Schock: Die Verhandlungen scheitern, der Investor steigt aus dem Projekt aus. Die Zweitplatzierte beim Bieterverfahren, die THI-Holding aus Hannover, signalisierte Interesse, im Januar 2018 nahm die Stadt dann die Verhandlungen mit dem neuen Investor auf. Über den Fortgang dieser Verhandlungen wurde jedoch beiderseitig Stillschweigen vereinbart.

Von Tobias Mull

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