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Stadt Peine Lessing-Loge: Vortrag über Toleranz
Stadt Peine Lessing-Loge: Vortrag über Toleranz
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14:00 24.07.2019
In der Lessing-Loge gab einen Vortrag zum Thema „Toleranz“. Quelle: Lessing-Loge Peine
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Peine

Verschiedene Aspekte des Themas „Toleranz“ wurden jetzt während einer Veranstaltung der Lessing-Loge in Peine beleuchtet. Zuvor war bereits über Menschenrechte, Humanität, Brüderlichkeit und Nächstenliebe gesprochen worden.

Mehrere Toleranzedikte in der Geschichte

Logen-Mitglied Roland Merten zeigte zunächst, wie sich der Gedanke der Toleranz in der Geschichte bis zum heutigen Verständnis entwickelt hat. Das erste Toleranzedikt erließ etwa der römische Kaisers Galerius 311 nach Christus, nach dem Christen nicht mehr verfolgt werden durften, wenn sie anstelle des Kaisers ihrem „Christengott“ huldigten, erklärte er.

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„Anderes Denken“ findet Duldung

Der französische Philosoph Voltaire habe dann mit den revolutionären Ideen der Aufklärung die Toleranz-Thematik weiter ins Rollen gebracht. Mit Voltaires Denken gab es erstmals eine Loslösung der politischen Macht von der religiösen – die sogenannte Säkularisierung. Untertanen emanzipierten sich von der bis dahin gestaltenden absolutistischen Macht. Anderes Denken der Menschen sei immer mehr geduldet worden.

Von dieser Erkenntnisstufe bis zum derzeitigen verfassungsrechtlich abgesicherten Toleranzdenken sei es dann nicht mehr weit gewesen, so Merten. Es beinhalte heute etwa das Verbot einer Zensur bei der freien Meinungsäußerung.

Grenzendes toleranten Denkens

Doch die Gesellschaft stoße auch an Grenzen toleranten Denkens. „Jeder Mensch ist daher selbst gefordert, sogar der eigenen Meinung gegenüber misstrauisch zu sein“, sagt Logen-Mitglied Sigurd Gumlich. Gerade im digitalen Zeitalter, in dem Falschmeldungen und Meinungen von jedermann weit verbreitet werden können, sei es wichtig, sich breit angelegt über gesellschaftliche Themen zu informieren. Von hoher Bedeutung bleibe es jedoch, seinen Gegenübern in jedem Fall respektvoll gegenüberzutreten.

Von Redaktion