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Stadt Peine Langzeitarbeitslosigkeit adé – Jobcenter Peine sucht Chancengeber
Stadt Peine Langzeitarbeitslosigkeit adé – Jobcenter Peine sucht Chancengeber
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06:01 26.02.2019
Das Teilhabe-Chancen-Gesetz bietet interessante Möglichkeiten: Dirk Sommer (Jobcenter), Mike Maczollek (bbg), Rüdiger Brasch (Soziales Kaufhaus) und Claudia Geyer (Jobcenter) stellten sie vor (v.l.n.r.). Quelle: Kathrin Bolte
Peine

Das Gesetz schaffe in erster Linie einen Anreiz für Unternehmen, Langzeitarbeitslose einzustellen. „Allerdings dürfen Arbeitgeber nicht erwarten, einen ´fertigen` Facharbeiter zu bekommen. Wer jahrelang nicht am geregelten Berufsleben beteiligt war, dem fällt es schwer, sofort wieder voll einzusteigen“, gibt Claudia Geyer, stellvertretende Fachdienstleiterin Jobcenter, zu bedenken. „Doch so ein Mensch bringt oft ganz andere Qualitäten mit, die recht umfangreich sind“, ergänzt Dirk Sommer, Fachdienstleiter Jobcenter. Inzwischen seien in einem ersten Schritt 250 Langzeitarbeitslose festgestellt worden, die sofort in den Arbeitsmarkt integriert werden könnten.

Eine Chance bekommen und zeigen was man kann

Über den gesamten Zeitraum hinweg werden Arbeitgeber und Arbeitnehmer vom Jobcenter begleitet. „Wieder in den Job zu kommen und ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft zu sein, ist ein Prozess“, gibt Mike Maczollek, stellvertretender Geschäftsführer der bbg zu bedenken. „Bisher gab es so ein Instrument nicht, doch es zeigt sich, dass Arbeitslose nur eine echte Chance bekommen, wenn sie auch sichtbar sind und zeigen können, was sie können“, sagte er.

Für sein Geld arbeiten gehen

Dazu passt die Erfolgsgeschichte von Rüdiger Brasch. Er ist jetzt im vierten Jahr Angestellter und arbeitet für das Soziale Kaufhaus. Zuvor war der 58-Jährige zehn Jahre arbeitslos. „Ich war in einigen Maßnahmen, dann kam ein 1-Euro-Job und dann der richtige Vertrag. Das macht viel mit einem, man erfährt Wertschätzung und man geht für sein Geld arbeiten“, erklärt er.

Förderung für Unternehmen durch §16i SGB II

Der §16i SGB II ermöglicht Unternehmen zu fördern, die einen Langzeitarbeitslosen einstellen. In den ersten beiden Jahren beträgt der Zuschuss zum Arbeitsentgelt 100 Prozent. Im Dritten 90 Prozent, im vierten 80 Prozent und im fünften 70 Prozent der Höhe des aktuellen Mindestlohnes bzw. auf Basis des Tarifvertrages. Zusätzlich wird der pauschalisierte Anteil des Arbeitgebers am Gesamtsozialversicherungsbeitrags abzüglich der Arbeitslosenversicherung berücksichtigt. Die Einstellung kann in Vollzeit aber auch in Teilzeit erfolgen. Zudem können Arbeitgeber für jeden Arbeitnehmer Zuschüssen für Weiterbildungsmaßnahmen in Höhe von 3000 Euro erhalten. Interessierte Arbeitgeber können sich beim Arbeitgeberservice des Jobcenters über die Möglichkeiten informieren. Interessierte Kunden des Jobcenters können sich diesbezüglich mit ihrem Vermittler in Verbindung setzen. In Peine sind laut Angaben des Landkreises etwas mehr als 500 Personen, die grundsätzlich die Fördervoraussetzungen nach §16i SGB II erfüllen. Weitere Informationen auf der Webseite des Landkreises Peine.

Von Kathrin Bolte

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