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Stadt Peine Peiner Kreistag beschließt Hebammenzentrale
Stadt Peine Peiner Kreistag beschließt Hebammenzentrale
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00:28 30.06.2019
Der Kreistag hat in der Aula des Ratsgymnasiums getagt. Gesprochen wurde unter anderem über die Einrichtung einer Hebammenzentrale.
Der Kreistag hat in der Aula des Ratsgymnasiums getagt. Gesprochen wurde unter anderem über die Einrichtung einer Hebammenzentrale. Quelle: Antje Ehlers
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Neben des Perspektiven zur Zukunft des Peiner Klinikums stand eine weiterer Punkt auf der Tagesordnung der Kreistagssitzung am Mittwoch, der einen Teil des Krankenhauses betrifft.

So soll laut Wünschen aus der Politik im Landkreis eine Hebammenzentrale eingerichtet werden, dazu hatte der Landkreis eine Beschlussvorlage erarbeitet. Demnach soll die Zentrale im Klinikum Peine an der Virchowstraße angesiedelt und dem Gesundheitsamt untergeordnet sein. Die Aufgabe bestehe unter anderem darin, angesichts der angespannten Versorgungssituation neue Hebammen für den Landkreis zu werben.

Beschluss bei einer Gegenstimme gefasst

Statt der ursprünglichen Forderung entsprechend mit 2000 Euro als Existenzgründungszuschuss und 200 Euro jährlich für Fortbildungen hatte sich der Ausschuss für Gleichstellung, Arbeit und Soziales einstimmig auf 5000 beziehungsweise 500 Euro geeinigt. Der vor dem Kreistag tagende Kreisausschuss hatte letztendlich die Beschlussvorlage noch um den Punkt ergänzt, dass nach drei Jahren eine Bewertung der Entwicklung vorzunehmen sei. Der Antrag wurde bei nur einer Gegenstimme (Linke) angenommen.

Abgeordnete äußerten sich überwiegend positiv

Vor der Abstimmung ergriff Doris Meyermann (Grüne) das Wort. Sie begrüße zwar die Einrichtung der Zentrale, hätte sich aber noch mehr vorstellen können. So sei ein Geburtshaus zwar wünschenswert, „zum derzeitigen Zeitpunkt aber unrealistisch.“ Der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Hoffmann lobte die gute Arbeit der Verwaltung bezüglich der Ausarbeitung der Vorlage und bekräftigte, dass so ein Zeichen gesetzt werde, in Zeiten des Wettbewerbs um Hebammen die Bedingungen attraktiv zu gestalten.

Für Michael Kramer (CDU) soll mit dem Beschluss eine Verbesserung der Situation der werdenden Mütter erreicht werden, wobei das genannte Geld nur ein Kompromiss sei, der nach drei Jahren überprüft werden müsse. Oliver Westphal (AfD) bedankte sich für die Unterstützung aus den Ausschüssen. Lediglich Dieter Samieske (Linke) sprach sich gegen die Hebammenzentrale aus in der Hoffnung, dass somit die Gynäkologie im Klinikum eine Chance auf Wiedereröffnung habe.

Von Antje Ehlers