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Stadt Peine Landgericht: Zwei Peiner wegen Drogenhandels angeklagt
Stadt Peine Landgericht: Zwei Peiner wegen Drogenhandels angeklagt
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19:28 14.08.2019
Die beiden Angeklagten (links und Bildmitte) beraten sich mit ihren Verteidigern vor Prozessbeginn. Quelle: Eckhard Bruns
Peine/Hildesheim

Zwei in Peine lebende Libanesen müssen sich seit Mittwoch wegen Drogenhandels vor dem Landgericht Hildesheim verantworten. Der Prozess findet unter großen Sicherheitsvorkehrungen statt.

Handel mit Marihuana und Kokain

Den beiden 34- und 35-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, in bis zu fünf Fällen im Zeitraum von Dezember 2018 bis März 2019 mit Marihuana und Kokain „in nicht geringer Menge“ Handel betrieben zu haben. Nach Meinung der Staatsanwaltschaft ist ein Gesamtwert von rund 23 000 Euro nachweisbar. Dabei habe die Übergabe zum Weiterverkauf der Drogen vom 34- an den 35-jährigen Libanesen im wöchentlichen Rhythmus in der Peiner Südstadt stattgefunden.

Nur ein Angeklagter sagte aus

Während der eine Angeklagte vorläufig keine Angaben machte, war der andere zu Aussagen bereit. Demnach sei er bereits mehrfach mit Drogen in Kontakt gekommen und habe regelmäßig konsumiert. Dies sei eine Belastung für eine mittlerweile beendete Beziehung gewesen. Und er hat bereits mehrere Gefängnisaufenthalte hinter sich.

Ein Peiner Polizeibeamter machte detaillierte Angaben zu den Überwachungs- und Ermittlungsmaßnahmen sowie Ergebnissen. Die Drogen wurden nach Erkenntnis der polizeilichen Ermittlungen meistens aus Hannover nach Peine geholt und zum Weiterverkauf übergeben. Dies hat dann letztendlich zu den Festnahmen im März und April geführt.

Ausschlaggebend für die Ermittlungen war ein Hinweis der 27-jährigen Ex-Partnerin des 35-jährigen Angeklagten. Sie sei häufig Opfer häuslicher Gewalt gewesen und habe sich daraufhin zur Aussage entschlossen. „Ich wollte nicht mehr so weiterleben und habe mich nur zur Wehr gesetzt“, gab sie an.

Vor Gericht erschien sie in Begleitung einer Mitarbeiterin des Opferschutzes sowie von zwei Polizeibeamten, und erst nach Schutzzusicherung durch den Staatsanwalt war sie zu weiteren Aussagen bereit. Sie habe große Angst vor ihrem Ex-Mann und seiner Familie.

Zeugin bestätigt Übergabe

Die 27-Jährige bestätigte weitgehend die Anklagepunkte der Staatsanwaltschaft sowie auch den eigenen Drogenkonsum. „Der Handel mit Betäubungsmitteln läuft schon so lange zwischen den beiden, seit ich meinen Ex-Mann kenne, und das jede Woche“, äußerte sie vor Gericht.

Bei den Übergaben der Drogen will sie nach eigenen Angaben jedoch nur einmal in der Nähe gewesen sein. Den mitangeklagten Libanesen will sie dabei sicher erkannt haben, als er die Drogen an ihren damaligen Ehemann in einem weißen, sportlichen Auto übergab. Zusätzlich zum Drogenkonsum habe ihr Ex-Mann oft Alkohol getrunken und Geld in Spielhallen ausgegeben, auch habe er Schulden bei seinem „Geschäftspartner“ gehabt.

Der Prozess wird am Donnerstag, 22. August, mit weiteren Zeugenbefragungen fortgesetzt.

Von Eckhard Bruns

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