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Stadt Peine Soziales Kaufhaus zieht an die Stederdorfer Straße
Stadt Peine Soziales Kaufhaus zieht an die Stederdorfer Straße
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20:00 28.06.2019
Filialleiter Jörg Oltrop (links) und Geschäftsführer Dr. Axel Bruder bereiten zurzeit den Umzug des Sozialen Kaufhauses vor. Quelle: Antje Ehlers
Peine

Ausschlaggebend für den Umzug des sozialen Dienstleisters Labora ist nicht nur die Vergrößerung des Kaufhauses, das mit etwa 800 Quadratmetern dann circa doppelt so groß ist wie die bisherige Fläche. Auch würden die Verträge am Werderpark auslaufen. „Das Gebäude dort ist einem ziemlich maroden Zustand, so dass wir uns nach neuen Räumen umgeguckt haben“, erläutert Dr. Axel Bruder, seit 1. April Geschäftsführer von Labora in Peine. Er hebt weiter hervor, dass er auch in der Nähe zu Landkreis und Jobcenter einen Vorteil sehe.

50 000 Euro werden investiert

Zurzeit wird das Gebäude an der Stederdorfer Straße aufwendig saniert. Rund 50 000 Euro nimmt Labora dafür in die Hand. Was man von außen nicht erkennen kann: Die Elektrik wird komplett erneuert, Fußboden verlegt, Trockenbauwände werden versetzt und neu gezogen und so neue, ansprechende Sozial- und Verkaufsräume geschaffen und die Sanitäranlagen erneuert. „Unsere Mitarbeiter und Kunden sollen sich wohl fühlen“, macht Bruder deutlich.

Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen

Mitarbeiter – das sind in der Regel Langzeitarbeitslose, die in verschiedenen Projekten zum Teil in Zusammenarbeit mit der Berufs- und Beschäftigungsgesellschaft (BBG) des Landkreises und dem Jobcenter für den Arbeitsmarkt vorbereitet werden. „Wir qualifizieren die überwiegend jungen Leute in den Bereichen Verkauf, Logistik und Transport, so dass diese eine Chance auf den ersten Arbeitsmarkt bekommen“, erläutert der Geschäftsführer. Teilnehmer der Labora-Jugendwerkstatt organisieren den Textilbereich, und gelegentlich unterstützen zu Sozialstunden Verurteilte dort die acht Mitarbeiter.

Der neue Standort biete durch die Größe die Möglichkeit, in einem eigenen Abschnitt auch Möbel aufzuarbeiten, nennt Bruder einen weiteren Vorteil. Das Soziale Kaufhaus verfolge unter anderem einen ökologischen Aspekt, indem es gebrauchte Möbel wieder aufarbeite. Dies sei bislang nur draußen machbar, solle sich aber schnellstmöglich ändern.

30 000 Kunden jährlich

Zum Angebot des Sozialen Kaufhauses gehören Dinge des täglichen Bedarfs wie Kleidung, Haushaltsgegenstände, Geschirr, Küchengeräte, Spielzeug, zum Teil Elektrogeräte und Möbel – auch Kinderwagen und -karren können zu einem niedrigen Preis gekauft werden. Die Ware stammt aus Spenden oder Haushaltsauflösungen, die die Mitarbeiter des Kaufhauses ebenfalls durchführen. „So werden Dinge, bevor sie auf dem Müll landen, wieder dem Warenkreislauf zugeführt“, erklärt der Geschäftsführer. Etwa 30 000 Kunden zählt das Kaufhaus jährlich, es werden immer mehr, weiß Jörg Oltrop, Filialleiter des Kaufhauses. Davon seien viele Stammkunden, es gebe aber auch etliche Peiner, die regelmäßig „einfach so vorbeikommen, um eine Runde zu erzählen und so ihrem Tag eine gewisse Struktur geben“.

Von Antje Ehlers

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