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Stadt Peine Bilderansturm sorgte für lange Warteschlange
Stadt Peine Bilderansturm sorgte für lange Warteschlange
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06:00 21.11.2018
Volker Kielhorn (l.) und Olaf Koch begutachteten Porzellanfiguren Quelle: Nicole Laskowski
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Peine

Ein wahrer Bilderansturm herrschte am Sonntag im Kreismuseum: Schon gleich zu Beginn bildeten sich beim Antiquitätenforum lange Warteschlangen mit Besuchern, die ihre Gemälde schätzen lassen wollten.

„Es scheint so, als ob alle ihre Dachböden und Keller entrümpelt haben und dabei auf Bilder gestoßen sind. Echte Schätze waren bisher aber nicht dabei. Viele der Bilder sind zwar handwerklich sehr gut und auch Originale, aber nicht unbedingt Werke, für die viel Geld bezahlt wird“, erklärt Museumschefin Dr. Doreen Götzky, die trotz Elternzeit das Antiquitätenforum besuchte.

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Unterstützt wurde sie von den Experten Olaf Koch (Antiquitäten), Matthias Hoffmann (Uhren), Volker Kielhorn (Glas, Möbel) sowie Carsten Spindler (Münzen, Schmuck) und Thomas Will (Bücher, Militaria). In gewohnt professioneller Manier nahmen sie die Schätze und Schätzchen in Augenschein und gerieten bisweilen auch in Begeisterung über gut erhaltene Stücke.

Seltene Meissner-Porzellanfigur

„Das ist eine sehr gut erhaltene Meissner-Porzellanfigur aus den Jahren 1870 bis 1880, die es in dieser Form wohl relativ selten gibt. Wenn man einen interessierten Sammler findet, könnte die Figur zwischen 1000 und 2000 Euro bringen“, erklärten Koch und Kielhorn bei der Begutachtung eines der vorgestellten Gegenstände.

Den ganzen Nachmittag über war es gut gefüllt, und besonders die „Bilderschlange“ riss nicht ab. Daneben gab es aber auch Taschenuhren, Münzen, alte Bücher, Ölgemälde, Porzellanfiguren und weiteres, das die Experten begutachteten.

Kerzenständer aus dem Ersten Weltkrieg

„Ich habe hier einen Kerzenständer, den meine Oma zur Konfirmation bekommen hat. Das muss so in den Jahren des Ersten Weltkrieges gewesen sein. Da würde mich interessieren, was die Gravur bedeutet. Außerdem habe ich noch ein 20-Mark-Stück und einen Krönungstaler, die beide zu Broschen umgearbeitet wurden. Verkaufen möchte ich das zwar alles nicht, aber interessant finde ich es schon, mal etwas über Herkunft und Wert zu erfahren“, erklärte Rosemarie Deyerling aus Abbensen, während sie geduldig in der Schlange wartete.

Bei den meisten Schätzchen zeigte sich aber auch dieses Mal, dass sie eher ideellen Wert für ihre Besitzer haben, aber kein Vermögen wert sind.

Von Dr. Nicole Laskowski

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