Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Stadt Peine Krebspatient radelt für den guten Zweck
Stadt Peine Krebspatient radelt für den guten Zweck
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:25 29.06.2019
Radelten ein Stück gemeinsam (v.l.): Elke Kentner (Grüne), Dietmar Meyer (SPD), Stadtrat Christian Axmann, Bernd Kielhorn (SPD), Oliver Trelenberg, Bürgermeister Klaus Saemann (SPD) und Erster Stadtrat Hans-Jürgen Tarrey. Quelle: Jan Tiemann
Peine

Er hat den Alkohol besiegt, er hat den Krebs besiegt und ist „wieder ins Leben geradelt“: Oliver Trelenberg verbindet jetzt seine Leidenschaft mit einem guten Zweck. Unter dem Motto „Oli radelt“ sammelt er Spenden, informiert über Krebs und will Mut machen. Dieses Jahr führte ihn seine Deutschlandtour auch nach Peine.

Zum ersten Mal in Peine

Trelenberg machte zum ersten Mal in der Eulenstadt Station und will wiederkommen. „Ein schmuckes Städtchen“, sagt er beim gemeinsamen Frühstück mit Bürgermeister Klaus Saemann im Hotel Schützenhaus. Dank Inhaber Radhouane Alaya konnte er dort kostenlos übernachten. Saemann war beeindruckt vom Engagement des 53-Jährigen. „Ich bin begeistert, wenn sich jemand nach so einem persönlichen Schicksalsschlag wieder aufrafft, um sich ehrenamtlich zu engagieren und Gutes zu tun.“

Oliver Trelenberg (l.) und Bürgermeister Klaus Saemann. Quelle: Jan Tiemann

Trelenberg fährt gerne an Flüssen und Kanälen entlang, weil es dort zumeist flach ist. Große Steigungen schafft er wegen seiner Kehlkopfkrebs-Erkrankung nicht mehr, dann muss er schieben. „Radfahren ist Therapie für mich“, erklärt er. „Das Rad hält mich in der Spur.“ Am Mittellandkanal kann er Schiffe sehen und aufs Wasser gucken, „dann kriege ich den Kopf frei“.

Hilfe für krebs- und leukämiekranke Kinder

Seine diesjährige Benefiz-Radreise führt den 53-Jährigen von Stuttgart über rund 3750 Kilometer kreuz und quer durch Deutschland zurück in seine Heimatstadt Hagen. Gut 70 Tage ist er mit 30 Kilogramm Gepäck unterwegs. Bis Peine hatte er bereits 2250 Kilometer in den Beinen. In diesem Jahr unterstützt er die Tour der Hoffnung, bei der rund 200 Prominente aus Politik, Sport, Kultur und gesellschaftlichem Leben für krebs- und leukämiekranke Kinder in die Pedale treten.

Von Peine ging es weiter nach Wolfsburg. Saemann, die Ratsmitglieder Elke Kentner (Grüne), Dietmar Meyer und Bernd Kielhorn (beide SPD) sowie Erster Stadtrat Hans-Jürgen Tarrey und Stadtrat Christian Axmann begleiteten ihn ein Stück mit dem Fahrrad.

50 bis 80 Kilometer pro Tag

Trelenberg fährt 50 bis 80 Kilometer pro Tag – „kein Leistungssport“, betont der 53-Jährige. Er habe eine andere Sicht aufs Leben bekommen und will seine Zeit sinnvoll nutzen. Unterwegs trifft er Menschen, macht Mut, informiert und wirbt für die gute Sache, indem er seinen Flyer verteilt. In den vergangenen vier Jahren hat Trelenberg so 20 809 Euro gesammelt. „Beim Radfahren weißt du nie, wer dein Gesprächspartner ist“ , sagt der Benefiz-Radler. „Aber bei 98 Prozent ist die Reaktion positiv.“

Seit 2015 tritt Trelenberg in die Pedale, um zu helfen

Das Fahrradfahren hat Oliver Trelenberg 2009 für sich entdeckt und dadurch positiven Einfluss auf seine psychische Gesundheit erfahren. 2013 kam die Schockdiagnose Kehlkopfkrebs. Mit viel Glück habe er seine Stimme behalten können. „Erneut gelingt es mir durch regelmäßige Bewegung – Radfahren – neuen Lebensmut zu schöpfen und so auch meine Lebensqualität deutlich zu verbessern“, sagt er über sich.

Bereits 2014 legte er 5460 Kilometer bei Tages-Radausflügen zurück. Um Menschen mit ähnlichen Schicksalen zu ermutigen, rief Trelenberg sein Projekt „Oli radelt“ ins Leben und verbindet seit 2015 seine Leidenschaft mit einem guten Zweck.

Radeln für den Deutschen Kinderhospizverein

Im Jahr 2015 radelte Trelenberg für den Deutschen Kinderhospizverein. Er unternahm 92 Tagestouren zwischen Rhein und Ruhr und legte 4560 Kilometer zurück.

2016 war er unterwegs, um mittellosen Krebspatienten Urlaub zu ermöglichen. Trelenberg unternahm eine 57-tägige Deutschland-Radreise und Tagestouren im Ruhrgebiet (5850 Kilometer).

Urlaub für mittellose Krebspatienten

Auch 2017 startete Trelenberg eine 30-tägige Spenden-Radtour, um mittellosen Krebspatienten Urlaub zu ermöglichen (1460 Kilometer). in diesem Jahr wurde Trelenberg von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Kevelaer empfangen und konnte sein Projekt auch dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet und dem Fernsehmoderator Johannes B. Kerner vorstellen.

Um sterbenskranken Menschen einen letzten Wunsch zu erfüllen, war Trelenberg 2018 mit dem Rad auf einer 50-tägigen Reise und auf Tagestouren im Ruhrgebiet unterwegs (5550 Kilometer). Die Spenden gingen an den Wünschewagen des ASB.

Mit der aktuellen etwa 3750 Kilometer langen Radreise, die auch über Peine führte, unterstützt der 53-Jährige die Tour der Hoffnung. Schirmherr aller Touren seit 2016 ist der Hagener Oberbürgermeister Erik O. Schulz.

Die 36. Tour der Hoffnung

Die 36. Tour der Hoffnung findet vom 14. bis 18. August in Hessen und Nordrhein-Westfalen statt. Damit soll krebskranken Kindern geholfen werden. Trotz enormer medizinischer Fortschritte sei Leukämie immer noch eine heimtückische Krankheit. Sie sei lebensbedrohlich und die am häufigsten auftretende tödliche Krankheit bei Kindern und Jugendlichen, betonen die Organisatoren. Und das Ziel von Trelenberg lautet: „Ich möchte Menschen Mut machen und mit ihnen gemeinsam krebs- und leukämiekranken Kindern helfen.“

So kann gespendet werden

Sämtliche Spenden gehen zu 100 Prozent auf direktem Wege an die jeweiligen Projekte, die Oliver Trelenberg unterstützt. Gespendet werden kann an folgende Bankverbindung: Stadt Hagen, Sparkasse Hagen-Herdecke, IBAN: DE23 4505 0001 0100 0004 44, BIC: WELADE3HXXX. Verwendungszweck: Spende Tour der Hoffnung – Oli radelt (damit die eingehenden Spenden zugeordnet werden können). Spender, die im Verwendungszweck zusätzlich ihre Anschrift mit Straße, Postleitzahl und Ort angeben, erhalten eine Spendenquittung. Nähere Infos gibt es unter www.oli-radelt.de oder www.facebook.com/oliradelt.

Von Jan Tiemann

Der Wasserverband Peine ruft dazu auf, in diesen heißen Tagen mit dem Trinkwasser achtsam umzugehen. Er rät, in den Morgen- und Abendstunden auf die Entnahme großer Mengen zu verzichten, sonst droht Knappheit.

27.06.2019

Bereits zum 37. Mal suchte der Otto Degering Pokal des Peiner Walzwerker Verein einen neuen Erringer. Hartmut Gaus gab den besten Schuss ab.

26.06.2019

Obwohl die Bewohner zuhause waren, drangen Einbrecher in ein Haus in Rosenthal ein. Sie entwendeten unter anderem einen Tresor.

26.06.2019