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Stadt Peine Konzept zur Vermeidung sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirchengemeinde
Stadt Peine Konzept zur Vermeidung sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirchengemeinde
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17:02 09.05.2019
Das Präventionsteam am Briefkasten an der Kirche von links Petra Zappe, Dr. Burkhard Ritter, Dirk Iwasinski, Hendrik Rust und Kathinka Plett. Quelle: Nicole Laskowski
Peine

Mit dem Konzept zur Vermeidung sexualisierter Gewalt setzt die katholische Kirchengemeinde die Vorgaben des Bistums Hildesheim um. Nun wurde der Stederdorfer Allgemeinmediziner Dr. Burkhard Ritter als Präventionsfachkraft vorgestellt. Gemeinsam mit seinem Team kümmert er sich darum, dass Risiken identifiziert und beseitigt sowie Ehrenamtliche geschult werden.

Dr. Burkhard Ritter ist Teil des Präventionsteams

„Wir kümmern uns bereits seit Anfang des vergangenen Jahres darum, ein Konzept zu erstellen. Davor gab es bereits Überlegungen, wie man das Thema angehen kann. Hildesheim ist eines der fortschrittlichsten Bistümer was die Prävention sexualisierter Gewalt angeht. Schon Bischof Norbert Trelle war in der Richtung aktiv und sein Nachfolger nimmt dies ebenfalls sehr ernst“, erklärte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Dirk Iwasinski. Gemeinsam mit Gemeindereferentin Petra Zappe, Familienzentrumskoordinatorin Kathinka Plett, Pfarrer Hendrik Rust und Dr. Burkhard Ritter bildet er das Präventionsteam und kümmert sich um die Umsetzung des Konzeptes.

Risiken identifiziert

„Wir haben uns zunächst die Ist-Situation angesehen und Risiken identifiziert wie zum Beispiel dunkle Ecken in Pfarrhäusern oder eins-zu-eins-Situationen in Kirchenräumen wie zwischen Ministrant und Küster in der Sakristei. Es geht aber auch um allgemeine Regeln wie Umgangsformen in Gruppen oder Sensibilität für Anzeichen sexualisierter Gewalt“, berichtete Dr. Ritter. Er sei jederzeit ansprechbar und für viele ein bekanntes Gesicht, das mache es für viele leichter.

Alles, was an ihn herangetragen wird, unterliegt der absoluten Verschwiegenheit, sodass niemand Angst haben muss, sich an ihn zu wenden. Zudem gibt es in allen Teilgemeinden Briefkästen mit entsprechenden Aufklebern, in die absolut anonym jederzeit Briefe eingeworfen werden können. Diese werden regelmäßig geleert.

95 Ehrenamtliche für das Thema sensibilisiert

In Schulungen wurden bisher 95 Ehrenamtliche für das Thema sensibilisiert. Dies wird zu einer regelmäßigen Einrichtung, um auch immer wieder neue Aspekte aufgreifen zu können. Mitarbeiter, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, müssen zudem Führungszeugnisse vorlegen.

„Uns ist wichtig, dass alle sich bei uns wohlfühlen und niemand Angst haben muss. Wir nehmen das Thema ernst und halten uns an die Aussage unseres Bischofes: Das ist Chefsache!“, bekräftigt das Team abschließend.

Von Nicole Laskowski

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