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Stadt Peine Klinikum Peine muss drei Millionen Euro einsparen
Stadt Peine Klinikum Peine muss drei Millionen Euro einsparen
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00:23 23.03.2019
Das Peiner Klinikum an der Virchowstraße steckt in der Krise. Eigentümer des Krankenhauses ist die AKH-Gruppe aus Celle. Quelle: Tobias Mull
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Peine

Die AKH-Gruppe, zu der auch das Peiner Klinikum gehört, steckt in einer tiefen Krise, für das Geschäftsjahr 2017 wurde ein Verlust von 16,5 Millionen Euro vermeldet. Nur durch eine Millionenhilfe der Landkreise Celle und Peine konnte die Insolvenz abgewendet werden. Zuletzt sorgten die angekündigte Schließung der Fachabteilung für Frauenheilkunde sowie ein drohender Jobabbau für Wirbel.

Christopher Hempel, stellvertretender kaufmännischer Direktor des Klinikums, erklärte dann auch während der Versammlung in seinem Lagebericht, dass die Personalkosten zu hoch seien und hier eine prozesseffizientere Personalplanung das Ziel sein müsse. Eine Kostenreduzierung in Höhe von drei Millionen Euro sei für die nächsten Jahre geplant, ein Bestandteil sei die bereits genannte Schließung der Fachabteilung Frauenheilkunde zum 30. Juni dieses Jahres.

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Dank für Unterstützung

Hempel bedankte er sich auch nochmals beim Landkreis Peine für die „schnelle und unbürokratische finanzielle Unterstützung“, durch die die Gehaltszahlungen sichergestellt werden konnten. Zum Hintergrund: Der Landkreis hatte ein Darlehen in Höhe von zwei Millionen Euro gewährt, weitere zwei Millionen Euro könnten als weitere Soforthilfe jederzeit abgerufen werden. Derzeit finanziere sich das Krankenhaus jedoch aus dem laufenden Geschäft, sagte AKH-Sprecher Ralf Kuchenbuch auf PAZ-Anfrage.

Der Peiner Landtags- und Kreistagsabgeordnete Matthias Möhle (SPD) erklärte während der Versammlung, dass der Kreistag die insgesamt vier Millionen Euro für das Klinikum Peine nahezu einstimmig bewilligt hätte, da die AKH-Gruppe die Probleme klar und ohne Umschweife benannt habe. Er wünschte sich gerade auch für die jungen Mitarbeiter im Klinikum, dass sie klare Signale für eine Zukunft in ihrem Job erhalten und somit Peine erhalten bleiben mögen.

Immer weniger Spenden

Am Anfang der Sitzung hatte Adolf Stöhr als Vereinsvorsitzender die anwesenden Mitglieder begrüßt und seinen Bericht zum Geschäftsjahr 2018 vorgestellt. Er informierte darüber, dass es immer weniger Spenden für den Verein gebe, trotzdem sei im vergangenen Jahr ein Mobilisationsstuhl für Schwerstkranke angeschafft worden. Weiterhin wurde ein Alterssimulationsanzug gespendet, der den Schülern die Schwierigkeiten des Alltags von alten Menschen am eigenen Körper erlebbar macht – auch eine Anschubfinanzierung für die neuen Medienanlage in der Cafeteria wurde geleistet.

Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde Gudrun Schwan zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, als Schatzmeisterin wurde Renate Ortloff wiedergewählt so wie auch Elisabeth Zittel und Bettina Grete als Beisitzerinnen. Neuer Beisitzer ist Heinrich Meier.

90 Vereinsmitglieder

Der Vorsitzende informierte dann über die Planungen für 2019, im Herbst soll das 20-jährige Bestehen des Fördervereins mit einer Fotoausstellung im Krankenhaus gefeiert werden, dazu werden auch alle Gründungsmitglieder des mittlerweile 90 Mitglieder umfassenden Vereins eingeladen. Zum Abschluss stellte sich Brigitte Zain noch als neue Patientenfürsprecherin des Klinikums vor.

Mehr Informationen zum Förderverein gibt es im Internet unter www.klinikum-peine.de.

Von Hendrik Götze

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